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Erlebnisse in Down Under

Whitsunday Islands und Airlie Beach

Nachdem wir am Dienstag das Skydiving hinter uns gebracht hatten, sind wir am Mittwoch in ein neues Hostel umgezogen, da die Unterkunft bei der gebuchten Tour auf die Whitsunday Islands inkludiert war. Wir hatten Glück und haben sogar ein kostenloses Upgrade von einem 6 Bett Dorm auf ein riesiges Doppelzimmer mit Küchenzeile und eigenem Bad bekommen. Am Mittwoch haben wir also noch bei super Wetter Airlie Beach genossen. Airlie Beach wurde im März von dem Zyklon „Debbie“ getroffen. Entsprechend hat man teilweise noch die Schäden gesehen, die der Zyklon hinterlassen hat. Manche Geschäfte und Restaurants waren noch geschlossen und wurden ebenso wie manche Häuser noch renoviert. Während dem Skydiving hat mir mein Instructor aus der Luft Boote gezeigt, die zerstört am Ufer lagen. Auch die Lagune wurde beschädigt und war somit gesperrt. Wir hatten uns während unserem Aufenthalt in Airlie Beach riesig darauf gefreut uns bei den heißen Temperaturen abzukühlen, denn vom Baden im Meer wird aufgrund von zwei gefährlichen Quallenarten strengstens abgeraten. Überall befinden sich riesige Warnschilder, dennoch gab es ein paar Verrückte, die trotzdem ins Meer gegangen sind. Umso weiter man an der Ostküste in den Norden hochkommt, desto mehr Quallen treten auf. Aufgrund der Erwärmung der Meere, sind die Quallen aber sogar schon bis runter an die Gold Coast gekommen. In den Sommermonaten sind die Quallen also auch am Strand in Surfers Paradise gewesen. Es war auch ein Warnschild am Strand, trotzdem waren die Leute unbekümmert im Wasser und auch ich hab mich dort ins Meer getraut. Allerdings nur weil es hier immer Lifeguards gibt und die Quallen nicht in so großen Mengen auftreten wie weiter oben in Richtung Norden. Es heißt, nicht die Haie sind die gefährlichsten Tiere in den australischen Meeren, sondern die Quallen. Mehr Menschen sterben durch eine Berührung mit einer Qualle als bei einer Haiattacke.


Zurück zu Airlie Beach. Leider konnten wir uns keine Abkühlung in der Lagune holen. Dafür hatten wir am Donnerstag mit viel Regen ausreichend Erfrischung. Das war ausgerechnet der Tag, an dem wir unsere 3-tägige Whitsunday Islands Tour auf einem Katamaran gestartet haben. Wir und auch die anderen 16 Teilnehmer hatten so sehr gehofft, das die Tour abgesagt wird. Keiner hatte Lust bei der schlechten Wettervorhersage die nächsten Tage auf dem Boot zu verbringen. Die Hoffnung war umsonst und die Tour fand statt. Zu allem übel war auch noch der Jacuzzi auf dem Katamaran kaputt. Wegen diesem hatten wir genau dieses Boot gebucht und noch dazu war es unser einziger Lichtblick die Regentage auf dem Boot zu überstehen. Zumindest bei der Zimmerverteilung hatten Dani und ich Glück. Eigentlich hatten wir die billigsten Singlebetten gebucht. Dabei waren die Betten nämlich in dem Ess-/Aufenthaltsbereich. D.h. oberhalb der Sitzbänke gab es kleine Flächen, auf denen man schlafen musste. Warum auch immer, haben wir aber ein Doppelbett im unteren Bereich des Boots erhalten. Wir haben den Bereich mit der Schweizerin Petra und ihrem Kumpel geteilt, es gab also zwei Doppelbetten.

Als wir das Boot betreten haben, mussten alle ihre Schuhe abgeben. Mich hat es sehr geekelt, daher hatte ich in meinem Rucksack noch Flip Flops versteckt, damit ich wenigstens heimlich auf der Toilette Schuhe anziehen konnte. Das war jedoch eine schlechte Idee. Als erstes haben wir einen Wasserfall angesteuert. Bei Regen und mit Wetsuits gegen die Kälte ging es auf einem Gummiboot von unserem Katamaran zu dem Wasserfall. Als wir kurz zuvor im Wasser aussteigen mussten, sagte uns die Crew, wir sollen unsere Flip Flops anziehen, da die Steine und Felsen scharfkantig sind und wir uns die Füße sonst aufschneiden. Sie hatten den Sack voll Schuhe auf dem Gummiboot mitgenommen. Nur blöd das Dani und ich beim Betreten des Katamarans unsere Sneakers abgegeben hatten. Dani hat sich ihre Sneakers angezogen und ist damit durchs Meer gestampft. Ich wollte meine Schuhe nicht nass machen (obwohl sie irgendwann vom Regen und dem nassen Boden vom Gummiboot sowieso nass waren) und bin barfuß über die Steine und Felsen gelaufen. Es war nicht wirklich angenehm, aber außer einem ganz kleinen Schnitt, hatten meine Füße es ganz gut überstanden. Da standen wir also frierend vor einem Wasserfall, von dem eine wenig ansehnliche Dreckbrühe hinunterlief. Wir mussten dort etwas ausharren, bis wir wieder zum Katamaran zurück gebracht wurden. Dieser kleine Ausflug war die einzige Aktivität die wir am ersten Tag machen konnten. Das geplante Schnorcheln war wegen dem schlechten Wetter nicht möglich. Zumindest aber gab es viel leckeres Essen auf dem Boot. Alles frisch von unserem Host zubereitet. Die 2 Mann Crew, die aus einem Kapitän und dem Host bestand, waren sehr cool. Die erste Nacht im Boot war absoluter Horror. Wahrscheinlich hat aufgrund der Feuchtigkeit unten im Boot richtig gestunken. Wir konnten auch das eine kleine Fenster nicht öffnen, weil es sonst reingeregnet hätte. In der Nacht wurde es unerträglich heiß und stickig. Ich bin mehrmals aufgewacht und hatte das Gefühl keine Luft zu bekommen. Nach Luft schnappend hab ich mich vor den kleinen Ventilator an der Wand unseres Bettes gesetzt, dann ging es halbwegs wieder.

Am nächsten Tag hat es nicht mehr so stark geregnet und zwischendurch hatte es auch mal aufgehört. Wir konnten somit am zweiten Tag schnorcheln gehen. Wir sind zwar nicht beim Korallenriff geschnorchelt, aber dort wo wir waren, gab es einen riesigen Fischschwarm (u. a. auch angelockt durch Brotkrümel). Man war mitten drinnen und die Fische sind nur so um einen herumgewuselt. Ziemlich cool war, das Napoleonfische (auch Maorie Wrasse genannt) dazu gekommen sind. Diese Fische schwimmen gerne an Schnorchler und Taucher heran, sodass man sie sogar streicheln kann. Als dieser auf einmal vor mir aufgetaucht ist, bin ich so erschrocken. Die Napoleonfische können eine Größe von über 2 m erreichen, es handelt sich also dabei nicht um kleine Korallenfische. Im Anschluss daran haben wir die angeblich schönste Insel mit dem bekannten Whitehaven Beach angesteuert.

Ausgerüstet mit Regenponchos und Wetsuits haben wir uns auf den Marsch über die Insel zum Strand gemacht. Es sah schon beeindruckend aus, aber ich hatte zuvor Fotos von Freunden bei strahlendem Sonnenschein auf der Insel gesehen. Diese Traumkulisse haben wir bei Regen leider nicht zu sehen bekommen. Trotzdem sind wir ins Wasser und sind am Strand entlang spaziert. Wir haben einfach versucht das beste daraus zu machen. Der Abend war kaum zu glauben. Denn plötzlich kam die Sonne bisschen raus und wir haben einen wunderschönen Sonnenuntergang mit anschließendem Sternenhimmel bewundern können. Durch die blaue Unterbodenbeleuchtung des Bootes, kamen auch Fische zum Vorschein. Anfangs dachten wir schon, das es kleine Haie seien, aber es waren leider nur ziemlich große Fische. Am dritten Tag ging es endlich wieder auf das Festland. Frühmorgens gab es einen Überraschungsbesuch an unserem Boot. Eine Wasserschildkröte hat sich eine lange Zeit direkt bei unserem Boot aufgehalten. Um 7 Uhr hatten wir die Möglichkeit nochmal tauchen zu gehen. Allerdings sind nur wenige der Teilnehmer ins Wasser gegangen. Wir wollten es uns aber nicht nehmen lassen, am Great Barrier Reef zu schnorcheln. Durch den Zyklon sind aber leider bei den Whitsunday Islands viele Korallenriffe zerstört worden und die Fische entsprechend weitergezogen. Wir haben daher kein sonderlich spektakuläres Korallenriff gesehen (obwohl ich das am Great Barrier Reef in Cairns auch schon nicht gesehen hatte) und es waren auch nur wenige Fische dort. Außer ein paar Quallen und einem Stachelrochen gab es nicht viel zu sehen. Nach dem Schnorchelgang ging es dann bei Sonnenschein zurück. Zumindest auf dem Rückweg hat man die schöne Umgebung und die vielen Inseln sehen können.

Ich glaube noch nie in meinem Leben hatte ich mich so sehr auf eine Dusche gefreut. Die einzige Dusche, die ich in den letzten zwei Tagen auf dem Boot hatte, war das Meer. Es war zwar eine Dusche an Bord, es gab aber sowieso strenge Regeln für das Bad. Man durfte nicht mehr als drei Toilettenpapierblätter benutzen und duschen nur 60 Sekunden. Naja und die „Dusche“ bestand aus dem Wasserhahn vom Waschbecken, den man als „Duschkopf“ herausnehmen konnte und die Dusche selbst war einfach der Raum von der kleinen Toilette. Das heißt, wenn man geduscht hätte, hätte man das Klo und generell den gesamten Raum komplett nass gemacht.

Zurück im Hostel mussten wir erst Mal warten, bis wir endlich einchecken konnten. Erst hieß es, wir können schon gegen 13:30 Uhr einchecken. Also hab ich mich eine dreiviertel Stunde an der langen Warteschlange vor der Rezeption angestellt, um mir sagen zu lassen, das wir doch erst um 14 Uhr einchecken können. Super genervt haben wir also wieder gewartet und als es dann endlich soweit war, hieß es unser zuerst gebuchtes Upgrade sei nicht im System hinterlegt. Nach langen Diskussionen haben wir aber doch noch unser eigenes Zimmer bekommen. Wieder mit Küche, Bad und dieses Mal sogar mit Fernseher. Was überhaupt nicht cool an unserem Zimmer war, waren die vielen kleinen Spinnen die an der Decke entlang saßen.

Abends haben wir uns noch mit ein paar Leuten unserer Tour in der Bar von unserem Hostel getroffen und sind auch noch kurz in einen Club gegangen. Am Sonntag, den 21. Mai ging es mit dem Bus weiter nach Townsville.



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