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Magnetic Island

Magnetic IslandMagnetic IslandMagnetic IslandWallabyMilitärfestungArthur BaySonnenuntergangam West PointMagnetic IslandMagnetic IslandMagnetic IslandMagnetic IslandMagnetic IslandMagnetic IslandMagnetic IslandMagnetic IslandMagnetic IslandMagnetic IslandUnser Zelt

In Townsville angekommen haben wir eine Fähre genommen, die uns in kürzester Zeit auf die wunderschöne Insel Magnetic Island gebracht hat. Direkt bei der Fährenstation auf der Insel gibt es einen Supermarkt, wo wir uns mit Lebensmitteln (zu hohen Preisen) eingedeckt haben. Nur blöd, das die Busse auf der Insel stündlich fahren, nämlich dann, wenn die Fähre eintrifft. Also mussten wir mal wieder warten bis wir weiter zur Unterkunft konnten. Unsere Unterkunft war kein Hostel, sondern das Arcadia Guesthouse. Dort haben wir uns als Zimmer ein großes Zelt gebucht, wo aber ein Bett drinnen stand. Es war bereits später Nachmittag und wir haben uns vom Guesthouse den Tipp geben lassen, das wir noch an die nahe liegenden Felse gehen könnten, wo sich Rockwallabies tummeln. Als wir von Weitem den ersten entdeckt haben, war die Freude entsprechend groß. Ich hätte damit gerechnet, das es bei dem einem Wallaby bleibt, aber was uns kurz darauf erwartet hat, hätte ich niemals gedacht. Es hat auf dem Weg regelrecht vor Wallabies gewimmelt. Seitlich auf den Felsen sind kleine Babywallabies rumgehüpft und auf dem Weg sind Große sogar zu einem hergekommen, weil sie dachten, sie bekommen was zum Fressen. Tatsächlich werden die Wallabies von den ganzen Touristen gefüttert, entsprechend sind sie schon recht zahm geworden.

Zurück in der Unterkunft war Dani duschen, ich wollte währenddessen zurück ins Zelt und dann der Schock. Eine weiße Spinne saß an der Wand. Keine Spinne, wo man in Australien als groß bezeichnet, aber eine die wir in Deutschland schon zu der mittleren bis großen Sorte einordnen würden. Blitzschnell bin ich wieder aus dem Zelt gestürmt und hab mich vor dem Bad platziert, um der Dani etwas Druck zu machen, schnellstmöglich aus der Dusche zu kommen. Ich hatte alle meine Hoffnungen in Dani gesetzt. Gemeinsam sind wir zurück ins Zelt. Und dann kam die erstmal ernüchternde Aussage von Dani, das sie diese Spinne auch nicht wegmachen kann. Trotzdem hat sie es, bewaffnet mit meinem Proteinshakebecher, immer wieder mutig versucht, ist aber dann doch wieder zurück geschreckt. Nach einer halben Stunde, wo wir mit Aufregung, Verzweiflung gemischt mit Geschrei vor der Spinne standen, bin ich nochmal los, um in der Unterkunft noch irgendjemanden zu finden, der uns bei dem Problem hilft. Wir hatten Pech. Außer einer geistig nicht ganz klaren älteren Dame, die mir nur den „Ratschlag“ gegeben hat, das ich mit ihr Fernseh schauen soll, hab ich niemanden angetroffen und die Rezeption hatte auch schon geschlossen. Also waren wir wieder auf uns alleine gestellt. Dani hat sich dann überwunden und den Becher über die Spinne gestülpt. Irgendwann haben wir es dann auch geschafft ein Papier zwischen Wand und Becher zu schieben. Dani hat den Becher samt Spinne ganz weit weg von unserem Zelt weggeschmissen und die Spinne konnte wieder in die Freiheit krabbeln und wir halbwegs beruhigt zurück ins Zelt gehen, wo wir nochmal alles abgeleuchtet haben bevor wir uns schlafen legten. Nachts hatte man das Gefühl mitten im Regenwald zu schlafen. So laute Tiergeräusche habe ich während der ganzen Reise noch nie gehört gehabt. Morgens um 7 Uhr wollten wir mit dem von der Unterkunft gemieteten 4 WD Cabrio Jeep unsere Schweizer Bekannte abholen, die wir auf der Whitsunday Islands Bootstour kennen gelernt hatten. Ich hatte jedoch erhebliche Startschwierigkeiten. Die Besitzerin hat mich zuvor noch gefragt, ob ich Autos mit Gangschaltung fahren kann. Ich sagte, das sei gar kein Problem, doch dann wurde es peinlich. Ich konnte dieses Auto einfach nicht von der Stelle bewegen. Also hab ich die Dame nochmal hergeholt. Sie hat sich reingesetzt und konnte das Auto problemlos starten. Mit ungläubigen Blick hat sie mich gefragt, ob ich wirklich schon mal ein Auto mit Gangschaltung gefahren habe, sie hat mir wohl absolut nicht geglaubt. Ich hab es dann irgendwie geschafft loszufahren, das Fahren war für mich aber die absolute Katastrophe. Nach wenigen Minuten kam eine Steigung. Dabei ist mir dann mitten auf der Straße das Auto abgestorben. Panisch hab ich zur Dani gesagt, wir müssen das Warnblicklicht anschalten, aber diese alte Schrottkarre, hatte nicht mal eine. Ich habe es aber dann wieder geschafft weiter zu fahren. Beim Hostel von Petra angekommen, hat sich Dani bereit erklärt, das Steuer zu übernehmen. Sie hatte das Auto ohne Servolenkung und super strengen Pedalen und Gangschaltung ziemlich gut im Griff. Als erstes haben wir den Forts Walk gemacht. Bei diesem Spaziergang sieht man nicht nur Koalas sondern auch ehemalige Festungen und Einrichtungen vom Militär aus dem 2. Weltkrieg. Im Anschluss daran sind wir zum Arthur Bay. Dort konnte man gut an der fast menschenleeren Bucht schnorcheln. Ich habe aber mal wieder festgestellt, das ich einfach zu blöd für diese komischen Flossen bin. Beim Schnorcheln bei Touren, hab ich mir immer eine Schwimmnudeln mitgenommen, aber hier waren wir alleine und ich hatte keine Schwimmnudel. Ich komm einfach nicht mit diesen Flossen klar und geh jedes mal fast unter. Noch dazu bekomme ich immer Wasser in den Schnorchel und meine Tauchbrille hat sich auch noch mit Wasser gefüllt gehabt. Eines hab ich in Australien wirklich festgestellt. Unterwasseraktivitäten wie Schnorcheln oder Tauchen sind für mich nicht geeignet. Trotz der ganzen Strapazen konnte ich aber wenigstens schöne Fische sehen. Bei der nächsten Bucht Florence Bay bin ich am Strand so fest eingeschlafen, das ich gar nicht mitbekommen hatte, das Dani und Petra wieder Schnorcheln waren. Es war aber gar nicht so schlimm, ich hätte zwar gerne schöne Fische gesehen, aber Lust auf die Tortur mit dem Schnorcheln hatte ich keine mehr. Weiter ging es zu unserer letzten Bucht Radical Bay und im Anschluss wieder den ganzen Weg zurück. Die Fahrt zu den Buchten ist sehr aufregend. Kein geteerter Boden, dafür aber mit Schlaglöchern. Auf dem Rückweg kam eine Steigung und dabei waren riesige Schlaglöcher. Das Auto ist dabei abgestorben und rückwärts gerollt. Ich hab dann einfach die Handbremse gezogen (obwohl Dani es selbst bestimmt im Griff hatte) und auch beim zweiten Versuch sind wir wieder rückwärts gerollt und ich hab wieder die Handbremse betätigt ;-D. Wir haben uns kurz beraten, wie wir am besten diesen Berg hoch kommen. Also beschlossen wir, das Dani Gas gibt und ich die Handbremse dabei langsam löse. Und Dani hat es geschafft und konnte das Auto letztendlich hochfahren. Abends sind wir an den West Point gefahren, um dort den Sonnenuntergang anzusehen. Die Fahrt dahin und vor allem die Rückfahrt bei Dunkelheit war auch nicht langweilig. Es war stockfinster und außer Wald, dem schmalen Fahrtweg inklusive kleine Wassergräben wo wir durchfahren mussten, gab es nichts.

Am nächsten Tag sind wir abgereist. An der Bushaltestelle hab ich festgestellt, das es oberhalb beim Griff meines Gepäcks vor Ameisen wimmelt. Ich hatte die schlimme Befürchtung, dass in meinem Gepäck auch Ameisen seien werden. Auf der Fähre hab ich meine große und kleine Handtasche angefangen zu untersuchen. Als ich meine kleine Handtasche aufmachte, hätte ich die Tasche fast über Bord geschmissen. Es hat darin vor Ameisen nur so gewimmelt. Schnell hab ich die Tasche wieder zu gemacht und habe sofort im Internet nach diesen Ameisen recherchiert. Es handelte sich dabei um Pharaoameisen, die besonders hartnäckig sind und sich nicht so leicht beseitigen lassen. Ich hatte so Angst, das in meinem Gepäck auch welche sein werden. Wieder in Townsville angekommen, hab ich mein Gepäck grob durchsucht, aber nichts gefunden. Auch in der großen Handtasche waren nur vereinzelte. Als ich die kleine Handtasche ausgeleert hatte, hab ich festgestellt, wer der Übeltäter ist. Ich hatte zwei Tage zuvor einen Apfel gegessen. Da es keinen Abfalleimer gab, hab ich den Apfelstutzen in Taschentücher eingewickelt in meine Tasche getan und da vergessen. Nachdem wir draußen im Zelt geschlafen hatten, wurden die Ungeziefer nur so davon angezogen. Einen Tag zuvor hatten wir im Zelt in unserer Tüte mit dem Plastikgeschirr auch schon Ameisen. Wir hatten nämlich bei unsere Ankunft an der Fährenstation Wraps gemacht und die Teller nur grob auf der Toilette abgespült. Durch die kleinen Essensreste sind eben auch die Ameisen angezogen worden. Jedenfalls hab ich mich von meiner kleinen Handtasche schnell getrennt und hab sie inklusive Ameisen in einem Mülleimer in Townsville zurück gelassen.

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