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Meine letzten Orte: Gold Coast, Rottnest Island und Perth

Meine letzten Orte: Gold Coast, Rottnest Island und PerthMeine letzten Orte: Gold Coast, Rottnest Island und Perth

Am Freitag den 28. Juli habe ich meine Gastfamilie verlassen. Daraufhin habe ich noch 4 Tage in Gold Coast verbracht. Zum einem, um mich in Ruhe von meiner Lieblingsstadt zu verabschieden, die absolut zu meinem zweiten Zuhause geworden ist. Zum anderen habe ich am Samstag meine letzte Schicht im Stadion gehabt. Auch während meiner Zeit als Au Pair in Brisbane, habe ich an den Wochenenden immer mal wieder in den Football und Rugby Stadien gearbeitet. Auch im Stadion in Brisbane durfte ich bei zwei spannenden Sportevents arbeiten. Das eine war "States of Origin" was ein riesiges Sportereignis in Australien ist, wofür man schnell sein muss, um Tickets zu ergattern. Hierbei treten die Rugbymannschaften der jeweiligen Staaten gegeneinander an. Das zweite Event war ein Boxkampf, bei dem ich die letzten Runden sogar als Zuschauer im Stadion mitverfolgen konnte. Diese Jobs im Stadion haben mir immer riesig Spaß gemacht. Nette Kollegen, eine sehr sehr sehr gute Bezahlung und vor allem super liebe und freundliche Gäste. Da hat sich eben immer wieder gezeigt, was für ein höfliches Völkchen die Australier sind. 

Am Montag den 31. Juli hieß es nun endgültig Abschied von der schönen Gold Coast zu nehmen. Nach 6 Stunden Flugzeit bin ich um kurz vor Mitternacht und -2 Stunden Zeitverschiebung in Perth gelandet. Diese eine Nacht habe ich in Perth übernachtet. Am Tag drauf bin ich direkt weiter in die Hafenstadt Fremantle, die eine halbstündige Zugfahrt von Perth entfernt liegt. Leider war dieses alternativ angehauchte Städtchen im Winter nicht sehr sehenswert. Es war mit 15 Grad für mich (und auch für die Einheimischen!) definitiv zu kalt, um sich draußen in einem Café niederzulassen oder durch die Straßen zu bummeln. Generell waren auf den Straßen nur wenige Leute unterwegs. In meinem Hostelzimmer habe ich eine Kanadierin kennen gelernt, die sich mir für eine Tour auf Rottnest Island am Mittwoch spontan angeschlossen hat. Also sind wir Vormittags mit der Fähre 30 min von Fremantle auf Rottnest Island gefahren. Dort haben wir uns Fahrräder gemietet, die wir zuvor online für je $30 gebucht hatten. Das Geld hätten wir uns sparen können, denn die Räder wurden einfach willkürlich an jeden Besucher und ohne Pfand verteilt. Mit dem Rad ging es anfangs ohne Ziel und Orientierung los. Letztendlich haben wir aber doch wunderschöne Ecken auf der Insel entdeckt. Nach 6 km bergauf und bergab hatte ich absolut keine Lust mehr weiter Rad zu fahren (ich hasse Radfahren und werde es auch immer hassen ;-)). An einer hop on, hop off Busstation (wo es übrigens von den süßen Beuteltieren Quokkas nur so gewimmelt hat), sind wir in den Bus gestiegen, der uns sogar kostenfrei bis zur Endstation mitgenommen hat. Die Fahrräder kann man irgendwo auf der Insel stehen lassen. Diese werden wohl abends wieder eingesammelt. Zurück an der Endstation wollten wir endlich mal was essen, da es bereits 14:30 Uhr war. Wir hatten aber großes Pech. Das erste Café hatte fast nichts mehr in der Theke, beim zweiten Restaurant hatte die Küche schon geschlossen, das dritte Take away Restaurant hatte geschlossen, genauso wie der Subway. Also sind wir mit knurrenden Mägen zurück zum ersten Café und hatten Glück, das es gerade in diesem Moment Nachschub von Pies (gefüllte Blätterteigtaschen) in der Theke gab. Happy das wir doch noch was zum Essen gab, haben wir uns diese gekauft und uns an einen der Tische vor dem Café gesetzt. Aufeinmal war ein Rabe und ein paar Möwen dicht neben uns am Tisch und haben uns bzw. unser Essen beobachtet. Meine Begleiterin Vanessa fragte mich noch, ob die Vögel uns wohl attaktieren könnten. "Das können sie definitiv", antworte ich ihr. 10 Sekunden nachdem ich das ausgesprochen hatte, stürzte sich der Rabe auf meinen Pie, sowie ein riesiger schreiender Schwarm von Möwen. Ich bin zur Seite gesprungen und dachte mir, das wars, mein Essen ist weg. Mein Kampfgeist wurde allerdings von meinem Hungergefühl geweckt. Somit stürzte ich mich todesmutig, mit den Armen wild fuchtelnd in den Vogelschwarm, schnappte mir den Pie und bin ins Café gerannt. Dort habe ich den oberen Blätterteig entfernt, wo die Vögel fleißig rein gehackt hatten. Im Café war kein Platz  frei, daher beschlossen wir uns draußen, aber weit weg von den Vögeln ein ruhiges Plätzchen zu suchen. Ungelogen, nach zwei Schritten, die wir aus dem Café gemacht hatten, sind die Vögel erneut über uns hergefallen. Dieses Mal hat es aber mehr Vanessa erwischt, da sie vor mir gelaufen ist. Ich schmeiß mich jetzt noch weg vor lachen, wenn ich daran denke, wie ihr eine Möwe wild flatternd im Nacken gesessen hat ;-D. Wir retteten uns wieder ins Café und sind dort schließlich geblieben bis wir den letzten Bissen runter geschluckt hatten. 

Danach haben wir noch einen Spaziergang entlang der Küste, vorbei am Leuchtturm und einigen Quokkas, die einfach überall auf der Insel sind. 

Die Farben vom Meer auf Rottnest Island sind einfach nur faszinierend! Diese Insel ist definitiv einen Tagesausflug wert. 

Nach einer weiteren Nacht in Fremantle bin ich zurück nach Perth gezogen. Wie ich erst vor Ort erfahren und selbst realisiert habe, ist die Stadt Perth im Winter nicht gerade ein Hit. Zumindest der Tag auf Rottnest Island war wunderschön sonnig, alle darauf folgenden Tage waren nur bewölkt und teilweise auch ein bisschen regnerisch.   Der Winter gilt hier als "Regenzeit". Die Stadt wirkt etwas trist, wahrscheinlich weil auch nicht viele Menschen unterwegs sind. Am Donnerstag hatte ich mich noch mit Vanessa abends auf einen Drink getroffen. Es war schwer ein Lokal zu finden, wo wenigstens ein paar Leute drinnen saßen, da die Lokalitäten wie ausgestorben waren. Mit meinem Hostel "Wickham Retreat Backpackers" habe ich noch dazu einen absoluten Griff ins Klo gemacht. Ich habe während den letzten 8 Monaten viele Hostels bewohnt, aber ich glaube fast ich kann sagen, mein letztes Hostel in Australien war das schlechteste. Es ähnelt eher einer Unterkunft für Obdachlose. Dummerweise war ich am Ende meiner Reise sehr naiv und habe im Voraus 5 Nächte gebucht und bereits bezahlt. Somit harre ich nun meine letzten Tage in Australien in einer schrecklichen Unterkunft und einer Stadt mit kaum Unternehmungsmöglichkeiten aus und hoffe das die Zeit bis zu meinem Abflug nach Bali am 8.8. schnell vergeht. Die Vorfreude auf Bali ist somit umso größer, auch wenn ich etwas skeptisch bin, was mich in einer so komplett anderen und fremden Kultur alles erwarten wird. 4 Wochen werde ich auf der indonesischen  Insel verbringen. Nach einem dreiviertel Jahr on Tour werde ich mich abends am 6. September von Bali auf den Heimweg zurück nach Deutschland machen. 



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