30.12.2017: Ein Kater für dich und ein Kater für mich
Der gestrige Tag hat seine Spuren hinterlassen - wir erwachen beide mit einem gehörigen Muskelkater. Eric macht zusätzlich noch sein Knie zu schaffen. Angesichts unseres...


Veröffentlicht: 04.01.2018
Unserer letzte gemeinsame Unterkunft haben wir noch aus Deutschland heraus reserviert. Wir gönnen uns im Stadtteil New Brighton, nur 10 Minuten vom Meer entfernt, ein geräumiges Doppelzimmer mit eigenem Bad und Gartenterrasse. Dass man entlang der Straße ohne Probleme Parkplätze on mass findet, zeigt, wie weit wir vom Stadtzentrum entfernt sind. Aber das kennen wir nun ja auch schon.
Nach dem Check-in fahren wir zum 300 m langen Pier von New Brighton, den man wegen Bauarbeiten derzeit leider nicht bis zur Spitze begehen kann. Dann geht's für Eric noch ein letztes Mal an den Strand zum Seeluft schnuppern, während eine warme Meeresbrise das Gesicht umsäuselt.
Und weil ich vergessen habe, ein Verbindungskabel zwischen Kamera und Handy mitzunehmen und beim Verschieben von Fotos stets Erics Handy zuhilfe nehmen musste, schauen wir noch auf einen Sprung im Warehouse vorbei. Ein Laden, der Erics Augen zum Leuchten bringt, denn so teuer Körperpflegemittel und einige Lebensmittel auch sind, so billig sind Produkte für's Auto und technisches Equipment in einem Geschäft, wo es scheinbar alles gibt - vom Spaten über Fernseher, Campingausrüstung, Bad- und Küchenzubehör, Klamotten bis hin zu Lebensmittel. Ein wahres Eldorado. Besagtes Verbindungskabel erstehe ich für 5 NZD, also umgerechnet keine 3 €. Die anderen Adapter und Ladekabel für iPhone & Co. kosten zwischen 2,50 und 5,00 NZD. Ein echtes Schnäppchen.
Noch einmal Luftdruck am Auto gecheckt, der auf einem Reifen erschreckend niedrig war, und ab zurück ins Hotel. Den Salat und das Dessert für unser Silvesterdinner haben wir aufgrund der extrem beengten Küche bereits vorgeschnippelt. Fehlen nur noch die Muscheln. Hierfür ist Eric zuständig, denn essen tu ich Grünlippmuscheln zwar gern, aber töten kann ich sie nicht. Nach kurzer Zeit ist das Mahl angerichtet und sowohl ein Augen- als auch Gaumenschmaus!
Da wir auf den Trubel im Hagley Park wenig Muse haben und die Parkplatzsuche in der Innenstadt sicherlich eine nervliche Zerreißprobe darstellt, beschließen wir stattdessen, das Feuerwerk aus der Ferne zu genießen und gleichzeitig Christchurch bei Nacht von oben zu sehen. Um 23:15 Uhr raffen wir uns etwas lustlos (da bereits dezent müde) auf, schwingen uns ins Auto und fahren los. Das Ziel sind die etwa 10 km von Christchurchs Stadtzentrum entfernten Port Hills. Auf der Suche nach einem guten Aussichtspunkt kurven wir zunächst etwas planlos durch die Gegend, folgen anderen Fahrzeugen, geben acht, ausschließlich bergauf zu fahren und werden 10 Minuten vorm Jahreswechsel fündig. Es nieselt ein bisschen, aber dafür ist es nicht kalt. Und dann ist es auch schon da, das neue Jahr - Happy New Year everybody! Der Blick auf die Stadt ist super, aber zum Feuerwerk gucken ungeeignet; dafür sind wir zu weit weg. Klitzekleine aufleuchtende Lichtpunkte können wir über Christchurch erspähen, aber kein Laut dringt zu uns. Naja, schön war's hier oben im kleinen Kreis trotzdem.
