Istrien - Tag 5 - 8
Da bin ich wieder, der Svensson. Ach ok, ich war recht still, aber ich steh einfach ganz chillig in der Sonne und schaue aufs Meer. Lediglich das Kinderlachen von nebenan,...

Veröffentlicht: 14.07.2018




































Ich stehe still, das kroatische Meer rauscht unaufhaltsam und irgendwie ist es still und doch wieder nicht. Idyllisch würde ich sagen, der Platz ist wirklich toll. Ich frage mich, wo führt unsere Reise uns wohl noch hin. Slowenien hat ja nur wenige Küstenkilometer zu bieten.
Ich spüre, dass es bald weiter gehen soll. Reiseführer werden geblättert und die Route grob geplant. Aufbruchstimmung.
Trotzdem möchte ich kurz berichten, dass die letzten Tage in Kroatien toll waren. Neben mir steht seit gestern ein großer Fiat und drei netten Personen an Bord. Ich bekomme mit, dass der Fiat wohl geliehen ist, die Familie ist aus Bremen. Wir verstehen uns blendend. Während der Fiat (ich kenne seinen richtigen Namen nicht) brav steht, gehen die ganzen Menschen zusammen schnorcheln und schwimmen, trinken Kroatischen Wein und frisch gemahlenen Espresso am Meer. Man schaut auch das Halbfinale der WM und jubelt gemeinsam. Ich glaube, diese Drei werde ich in Bremen auch mal besuchen.
Fazit:
Kroatien hat ein tolles Meer, nette Leute und keine gestressten Autofahrer. Ich habe mich wohl gefühlt und es fällt schwer Abschied zu nehmen, aber wir wollen ja weiter.
Also wird alles zusammen gepackt und auf geht’s 37km nach Ankaran. Ich möchte an der Küste entlang fahren, so kann ich immer das Meer sehen.
Bis zur Grenze brauchen wir ewig, es staut sich - aber wir haben keine Eile.
In Slowenien geht es durch Lucia, Piran, Portoroz und Koper bis fast an die italienische Grenze. Ich orientiere mich während der Fahrt einfach an Trieste. Perfekt. Abfahrt 11:31Uhr aus Kroatien - Ankunft an der Adria in Ankaran in Slowenien, Platzsuche und incl. Vorzeltaufbau und kaltem Radler 14:31Uhr.
Wir kommen am Platz ohne Reservierung an - ich muss warten, bis zu Fuß ein guter Platz gefunden ist. Dann geht es ganz schnell. Rauf auf den Platz, vorbei an Dauercampern, Wohnwagen und Zelten lande ich direkt mit Heckblick am Meer. Kein Vergleich zum letzten Platz, aber wirklich schön. Ich blicke auf ein slowenisches Paar, die wenig erfreut sind, dass ich sie nun ein paar Tage anschauen werde.
Ich beobachte, wie viele Menschen hier sind. Kaum ist das PalmaEasyAir aufgebaut, kommt schon ein neugieriger Bullifahrer aus Österreich zum quatschen. Woher und was und welches Zelt.. ich beobachte ihn seit unserer Ankunft - er scheint nett zu sein.
Ich stehe gut und vergnüge mich damit, mit dem Heck auf das Meer zu schauen. Mir fallen schnell die Augen zu... und werde geweckt durch das Kinderlachen hier überall.
Nein, leise ist es hier nicht. Die Tage sind weiterhin heiß und durchweg sonnig. Kein Wunder, dass man nur Baden und Schnorcheln geht. Zwischendurch duftet es nach frischem Gemüse und Hähnchen.
Ich merke, das in mir gekramt wird. Die Wanderschuhe. Nun will sie es ja wissen - bei 30 Grad Wandern gehen. Verstehe einer diese Zweibeiner.
Apropos verstehen - seit gestern ist auch die Slackline gespannt - auch darauf wird gewandert und gewackelt - ich sag ja, verstehe einer die Zweibeiner. Als am Tag darauf der Platzwächter kommt, liegt die Slackline wieder in mir. Sei wohl zu gefährlich. Tja, kann ich nur wenig beurteilen.
Also doch wieder schwimmen, lesen und schnorcheln, joggen und kochen und essen. Mehr kann ich nicht erkennen - aber scheint gut zu tun.
So harre ich der Dinge und warte darauf, die 40.000km bei der nächsten Fahrt zu knacken.