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Woche 11 und 12 - Südafrika

Wir hatten die letzten Tage genutzt um uns klar zu werden, wo es nach Afrika hin gehen sollte. Der Plan stand also und wir wussten somit auch, dass wir noch zwei Wochen in Südafrika verbringen konnten. Die ersten Tage waren schon verplant. Glücklicherweise hatte Cédi's Vater Walter mit seiner Beate Ferien in Südafrika geplant und so verbrachten wir die letzten Tage ihrer Ferien noch zusammen. Am Montagmorgen wurden wir direkt vor dem Hostel abgeholt (was für ein Service!) und es ging auf nach Camps Bay wo der erste Foto- und Kaffeestopp anstand. Weiter an wunderschönen Klippen und weissen Standstränden vorbei durch das Tokai Forest Reserve um dann bei einem Leuchtturm einen Stopp zu machen und die mutigen Surfer zu beobachten. Am späten Nachmittag stand dann auch die erste Weinprobe im Cape Point Vineyard an, wo wir von Walter in die Kunst des Winetasting eingeführt wurden. Die Nacht verbrachten wir in einem wunderschönen Bed and Breakfast in Simon's Town. Die Aussicht war fantastisch!

Am nächsten Tag hiess es Wanderschuhe schnürren. Wir machten eine kleine Wanderung zum Aussichtspunkt beim Elephant's eye cave. Auch hier war das Wetter und die Aussicht fantastisch!Nach einer Stärkung ging es weiter Richtung Süden. Was wäre eine Cape-Rundreise ohne die Kap-Spitze und das Kap der Guten Hoffnung zu besuchen. Erneut war die Aussicht wunderschön und das Wetter enttäuschte uns auch nicht. Aber man kann wohl sagen, dass wir definitiv nicht die einzigen waren mit dieser Idee. Es hatte unglaublich viele Leute. Am späteren Nachmittag ging es dann zurück Richtung Kapstadt. Da Walter und Beate bereits am frühen nächsten Morgen wieder zurück in die Schweiz flogen, verbrachten wir die letzte Nacht zusammen im Flughafenhotel. Praktischerweise konnten wir unser überflüssiges Gepäck ihnen mitgeben, sodass wir wieder ein wenig mehr Platz in unserem Rucksack hatten. Spätabends verabschiedeten wir uns. Schön war es mit euch! Vielen lieben Dank und bis bald!

Die Übernachtung beim Flughafen war auch für uns ideal. So konnten wir am nächsten Morgen nämlich direkt zur Autovermietungsstelle und unser Auto für die nächsten Tage abholen. Ein Renault Sandero (bei uns in Europa bekannt unter der Marke Dacia Sandero) soll es sein. Cedi als Fahrer und ich als Kartenleserin waren wie schon so oft im Ausland die perfekte Rollenverteilung und so war es auch die Tage in Südafrika. Unser erster Stopp war Muizenberg wo wir die farbigen Badehäuschen sehen wollten danach ging es weiter nach Boulders Beach um die süssen Pinguine zu beobachten. Zurück Richtung Kapstadt um dann kurz vor der Stadt an der Küste entlang durch Gordons Bay nach Hermanus zu gelangen. Eine wunderschöne Strecke die sehr zu empfehlen ist. In Hermanus haben wir die erste Nacht verbracht. Es ging weiter nach Cape Agulhas, dem südlichsten Punkt von Afrika der natürlich für einen Fotostopp hinhalten musste. Lustigerweise trafen wir per Zufall genau dort auch zwei bekannte Gesichter. Ali und Honey sind mit ihrem Jeep durch ganz Afrika gefahren und nun kurz vor ihrem Ziel Wir haben sie bereits bei den Victoriafällen und in Namibia getroffen und nun aus purem Zufall wieder. Da sich beim Cape Agulhas scheinbar auch der Indische und Atlantische Ozean treffen sollen wollte es sich Cedi nicht nehmen lassen bei Struis Bay kurz baden zu gehen. Der Indische Ozean war dann doch nicht so warm wie von Sansibar aus gewohnt :-)

Die nächsten Tage fuhren wir gemütlich weiter immer Richtung Port Elisabeth unserem geplantem Ziel entgegen. Wir durchquerten Mossel Bay und Wilderness um in Knysna eine Nacht mitten im Nirgendwo zu verbringen. Wir hatten ein kleines Häuschen für uns alleine und mussten nach Monaten wiedereinmal selber kochen denn es gab weit und breit kein Restaurant. Sehr idyllisch. Forest Edge war der Name falls sich jemand mal nach Natur und Ruhe sehnen soll. Vor der Weiterfahrt am nächsten Morgen machten wir noch eine kleine Wanderung im nahe gelegenen Nationalpark. Die vielen Spinnennetze die sich über den schmalen Weg spannten zeugten vermutlich davon, dass schon länger niemand mehr diesen Weg passiert hat. Es ging weiter wieder Richtung Meer. Jeffrey's Bay war für ein paar Nächte unser Stopp. Wir wollten endlich wiedermal einen Strandtag einlegen und mieteten uns ein Bodyboard um uns in die Wellen zu werfen. Zum Glück mit einem Neoprenanzug. Das Wasser war nämlich ziemlich kalt.

Eigentlich wollten wir ja anfänglich bis nach Port Elisabeth fahren. Da uns aber mehrere Reisende die wir getroffen hatten gesagt haben, dass Port Elisabeth nicht sehenswert sei entschieden wir uns nach Jeffreys Bay wieder umzudrehen. Nächster Stopp war also Plettenberg Bay. Ein Ort der uns sehr gut gefallen hat. Besonders wegen seinem Naturschutzgebiet Robberg Nature Reserve. Das Naturschutzgebiet ist eine felsige Halbinsel mit Wanderwegen. Immerwieder konnten wir unter uns im Wasser tausende von Robben sehen. Zu Zeiten der Walwanderungen sollen sogar Wale in die Nähe der Küste kommen. Gut vorstellbar, dass man von dem Naturschutzgebiet aus mit seinen hohen Klippen die beste Aussicht haben muss. Uns hat die Wanderung sehr gut gefallen. Es gibt verschiedene Pfade. Wir haben "The Gap" und "Witsand" gemacht und können diesen Rundweg nur weiterempfehlen. Nach Plettenberg Bay ging es weiter Richtung Knysna. Schon vor ein paar Tagen hatten wir Knysna durchquert aber das Wetter war so schlecht, dass wir schnell weitergezogen sind. Nun bei schönem Wetter zeigte sich Knysna in seiner vollen Pracht und wir sind froh haben wir den Weg nach Knysna Heads nochmal befahren. Eine sehr schöne Aussicht über die Bucht! Danke Jasmin für den Tipp! Erneut haben wir für die Nacht eine Wohnung über Airbnb reserviert. (Wir sind begeisterst von Airbnb in Südafrika!) Dieses Mal sogar eines mit Waschmaschine. Es klingt unverständlich aber wir haben uns schon seit Tagen auf diese Unterkunft gefreut. Ganz besonders auf die Waschmaschine. Seit unserer Abreise haben wir unsere Wäsche nur von Hand gewaschen. Es war schon längstens überfällig, dass unsere Kleider endlich wiedermal eine Waschmaschine von innen sahen. Es wurden also einmal beide Rucksackinhalte gewaschen. Mit frischgewaschener Wäsche die schön zusammengelegt im Rucksack verstaut war verliessen wir die Küstenregion und fuhren Richtung Landesinnere. Oudtshoorn war unser nächster Stopp. Noch vor dem Einchecken in unser Bed and Breakfast fuhren wir auf den Swartberg. Die Passstrecke ist nicht asphaltiert, schmal und oft sehr steil. Perfekt für Cedi um seine Fahrkünste unter Beweis zu stellen. Von unserem Bed and Breakfast hatten wir beste Sicht auf das riesige Feld voller Erdmännchen. Dafür ist Oudtshoorn nämlich bekannt. Erstaundlich wie oft sich das Landschaftsbild nur schon hier in Südafrika ändert. Nach Oudtshoorn ging es weiter Richtung Kapstad. Wir durchquerten Franschhoek und verbrachten einige Stunden in dem kleinen Städtchen und dem Samstagsmarkt um dann nach Stellenboesch aufzubrechen wo wir weitere zwei Nächte blieben. Der Plan war goldrichtig. Mussten wir nämlich in diesen Tagen unsere "Wurm-Tabletten" nehmen. Regelmässige Leser wissen, dass wir in Afrika im Malawisee gebadet haben. Es wird empfohlen aufgrund der Parasiten im See nach einigen Wochen Tabletten zu nehmen um diese Parasiten abzutöten. Die Nebenwirkungen liessen nicht lange auf sich warten. Einzelheiten ersparen wir euch. Bekanntermassen soll ja auch Alkohol unliebsame Keime und Viren abtönten und so machten wir uns am nächsten Tag auf zu zwei Wein-Degustationen. Nach Stellenbosch ging es zurück Richtung Kapstadt. Da wir den Plan hatten unser Auto am Tag unserer Abreise direkt am Flughafen wieder zurück zu geben musste eine Unterkunft mit Parkplatz her. Bei Camps Bay fanden wir eine perfekte Wohnung sogar mit Sicht auf das Meer. Von dort aus besuchten wir an unserem zweitletzten Tag in Afrika auch noch den berühmten Tafelberg. Erneut bei schönstem Wetter und mit fantastischer Aussicht.

Südafrika hat uns gefallen. Unglaublich feines Essen und Trinken. Einfach zu bereisen und landschaftllich viel Unterschiedliches zu sehen. Aber es kommt uns auch vor als ob wir auf einem anderen Kontinent waren. Mich hat es ein paar mal nachdenklich gemacht. Vermutlich habe ich zu viele Wochen im nördlicheren Teil Afrikas verbracht.  

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