Tag 1 Welcome to South Africa und HAKUNA MATATA

Dass hier die Uhr etwas anders tickt, bemerken wir schon bei der Einreise in Johannesburg. Das Tempo ist sagen wir mal etwas gemütlicher als in Deutschland. Aber wir sind ja auch im Urlaub und nicht auf der Flucht.

Nach 11 Stunden Flug über Istanbul mit Turkish Airlines sind wir endlich da. Super gute Flüge hatten wir mit einem wirklich guten Essen und einer entspannten Nacht. Somit kamen wir auch ganz erholt in Johannesburg an.

Und die Energie brauchten wir auch, denn die meiste Zeit verbrachten wir mit Warten. Egal ob am Mietwagenschalter oder im Supermarkt an der Kasse, hier herrscht seelige Gelassenheit. Und dabei hatten wir noch eine Etappe von knapp 400 km vor uns, denn es ging zuerst Richtung Hazyview in die weltbekannten und wunderschönen Drakensberge

Doch von dieser Kulisse bekamen wir leider nicht viel zu sehen, da wir durch die ganze Warterei erst spät ankamen.

Um knapp 21 Uhr erreichten wir die Bohms Zeederbergs Lodge und wurden mit einem kleinen Abendessen sehr herzlich empfangen. Aber Die Augen wollten nicht mehr und es wurde Zeit für den wohlverdienten Schlaf.

Am Nächsten Morgen wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht geweckt und bemerkten, dass wir uns mitten im Dschungel befanden. Ein leckeres Frühstück wartete auf uns und schon waren wir wieder auf dem Weg zu unserem ersten Highlight der Reise.

Knapp 1 Stunde später erreichten wir den KRÜGER NATIONALPARK. Alleine das Durchfahren des Eingangs zauberte uns allen ein Lächeln ins Gesicht und dabei hatten wir noch nicht ein Tier gesehen.

Doch das ließ nicht lange auf sich warten. Nach knapp 20 min Fahrt durch die unendlichen Weiten sahen wir den ersten Elefanten an einem Wasserloch, der sich gerade um eine Erfrischung kümmerte. Und die war auch bei knapp 38 Grad wirklich nötig.

Auf dem Weg in unser nächstes Camp, das Skukuza Camp mitten im Park, trafen wir auf viele weitere der sogenannten BIG 5 und es ist einfach überwätigend solche Tiere in freiefr Wildbahn ohne Zäune und Gehege zu sehen.

Der Park ist zu dieser Jahreszeit auch nicht extrem überfüllt und somit hat man viele Wege und Strßen ganz für sich alleine und somit auch die wilden Tiere.

Alles ist super gepflegt und alle achten auf das Wohl der Tiere, denn schließlich ist das hier nicht unser Revier, was man auch schnell merkt, denn die Elefanten und Giraffen laufen ganz gemütlich über die Straße und lassen sich auch nicht aus der Ruhe bringen.

Im Skukuza Camp angekommen bezogen wir erstmal unsere Chalets und buchten direkt für den gleichen Abend eine Nachtsafari.

Diese war auch super aufregend, da man ja nicht alle Tage mitten in der Nacht durch die Wildnis fährt und irgendwo im Gebüsch auf einmal einen riesigen Elefanten entdeckt, welcher gerade dabei ist einen der riesigen Bäume umzustoßen.

Doch auch die spannendsten Tage gehen irgendwann mal vorbei und deswegen hieß es Gute Nacht und bis morgen du wunderschönes Südafrika, Wir sind gespannt, womit du uns morgen überrascht.


Tag 2 Safari Experience im Krüger National Park

Unser erster richtiger Tag im Krüger Nationalpark und das bei 38 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit ganz schön anstrengend.

Aber wir sind ja hier, um was zu erleben und froh, dass das Wetter uns keinen Strich durch die Rechnung macht.

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit einer Megaaussicht wurde es Zeit vollzutanken (denn mit einem leeren Tank in die Wildnis zu fahren ist keine gute Idee) und vollbepackt mit Proviant und Kameraausrüstung in Richtung Satara zu fahren.

Insgesamt befanden wir uns heute fast 7 Stunden im Auto und zu keiner Zeit wurde es langweilig. Über die Hauptstraßen im Park ging es auch auf einige OFF Road Pisten. Man wusste nie was einen hinter der nächsten Ecke erwartet. Und wir hatten mehr als Glück, super viele Elefanten, Büffel, Antilopen und Hippos konnten wir entdecken. Gerade mal ein paar Meter von unserem Auto entfernt badete ein Elefantenbulle glücklich in einem Wasserloch, um sich zu erfrischen. Ein absolut beeindruckendes Erlebnis, wenn man bedenkt, dass die Tiere hier wirklich wild leben.

So ruhig diese riesen Tiere aber aussehen, sollte man sich trotzdem nicht zu nah ranwagen, denn im Ernstfall gewinnt immer der riesige Dickhäuter. Manchmal gar nicht so einfach, wenn man auf einer schmalen Schotterstraße unterwegs ist und plötzlich 3-5 Elefanten um das Auto herumlaufen. Auch kleine Babys konnten wir sehen, welche sich aber meist hinter den Muttertieren versteckten.

Ein weiteres Highlight war definitiv der Leopard, welchen wir auf einem Baum sitzend entdeckten. Doch auf den König der BIG 5, den Löwen mussten wir heute vergeblich warten. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag, wer weiß 😉

Nach so vielen Stunden im Auto war es Zeit für das wohlverdiente Abendessen im Camp. Heute hatten wir richtig Lust zu grillen und gemütlich vor unseren Hütten den Abend ausklingen zu lassen.

Also ging es in den campeigenen Supermarkt. Auf dem Weg dorthin wurden wir von einer Horde Affen begleitet. Nicht umsonst steht überall man soll diese zwar süßen aber auch agressiven Tiere am besten in Ruhe lassen. Aber die kleinen Babys machen es einem nicht leicht, nicht doch ein Foto zu machen und kurzerhand wurde Michi eines Besseren belehrt und lautstark von einer Affenmutter, welche sich an sein Bein hing, vertrieben. Puh nochmal Glück gehabt, denn die Zähne sahen ganz schön spitz aus.

Mit Wein und vollem Bauch ging es dann voller Erlebnisse im Kopf ins Bett. Bis morgen und gute Nacht. Unter unserem Mosquitonetz lässt es sich einfach super schlafen, wir hoffen morgen auf der Weiterreise Richtung Swaziland evtl. noch den König der Löwen zu treffen. Alles ist möglich hier

Tag 3 Feng Shui auf dem Weg nach Swaziland

Unser letzter Tag im Krüger hat begonnen und wir reisen heute weiter Richtung Swaziland, ein Königreich circa 4 Stunden Autofahrt entfernt.

Doch bevor es losgeht muss eine ordentliche Stärkung her und das afrikanische Frühstück mitten im Busch ist dafür bestens geeignet. Die Aussicht vom Restaurant ist jedes Mal ein bisschen unreal. Man vergisst, dass man sich mitten in der Wildnis befindet und realisiert die vorbeilaufenden Tiere nicht mehr. Diese Aussicht schrie nach einem Gruppenbild und ehe wir uns versahen hatten alle einen großen Ölfleck vom frisch gestrichenen Holzgeländer auf dem Hintern. FENG SHUI sagen wir nur und uns war klar heute werden wir das letzte Tier der BIG 5, den Löwen auf jeden Fall sehen.

Denn auf dem Weg Richtung Swaziland blieb uns ja noch die Fahrt raus aus dem Kruger und somit mit etwas Glück die Sicht auf die scheuen Wildkatzen.

Und was sollen wir sagen, der Ölfleck hat uns definitiv Glück gebracht. Zuerst konnten wir zwei Rhinos beim Sonnenbad beobachten und nach circa 30 min Fahrt sahen wir einige Autos am Straßenstand parken und alle starrten ganz gespannt in dieselbe Richtung. Doch zuerst konnten wir noch nicht viel erkennen, bis wir schließlich gut versteckt hinter Bäumen und Sträuchern zwei Löwenweibchen sahen.

Etwas schwierig ein vernünftiges Foto zu bekommen aber das Warten hatte sich gelohnt. Wir konnten nun alle der BIG 5 von unserer Liste streichen und das nach nur 2 Tagen.

Auf der Weiterfahrt konnten wir natürlich auch wieder einige Giraffen und Zebras sehen und kaum 20 min nachdem wir die beiden Löwenweibchen gesehen hatten war vor uns erneut eine große Autokolonne auf der Straße und eine Frau sagte uns, dass ein riesiges Löwenmännchen sich gerade dort vorne in der Sonne räkelt.

Auch das noch!!!! Wirklich wunderschön, solche beeindruckenden Tiere direkt vor einem zu sehen. Überglücklich verließen wir den Nationalpark und definitiv wird es nicht das letzte Mal gewesen sein.

Und somit ging unsere Weiterfahrt in Richtung Swaziland weiter. Und was uns sofort auffiel, die Natur veränderte sich schlagartig und die Straßenverhältnisse ebenfalls. Es gleicht einem Mario Kart Rennen den riesigen Schlaglöchern auszuweichen. An der Grenze zu Swaziland ging es durch die Passkontrolle in wunderschöne Kulissen aus Bergen, Flüssen und super schönen Aussichten. Doch das Wetter wurde leider immer schlechter, morgens noch bei Sonnenschein losgefahren und nun bei 21 Grad und Gewitter angekommen. Doch eine kleine Sonnenpause ist manchmal gar nicht so schlecht, denn verbrennen geht hier ganz schnell.

Im Mountain Hill Hotel angekommen erwartete uns eine atemberaubende Aussicht vom Berg in die darunter liegende Stadt Mbanene. Diese wollten wir trotz Regen aber dennoch erkunden und tauchten in eine komplett andere Welt ein. Eine ganz andere Kultur von Menschen und super interessant. Natürlich fielen wir hier aufgrund unserer Hautfarbe sofort auf und wurden von allen Menschen herzlich empfangen und fühlten uns sofort wohl.

Es bleibt aber im Kopf, dass wir uns mit unserem Leben zu Hause mehr als glücklich schätzen können und wir fielen einige Gin Tonic später glücklich und dankbar ins Bett. Nach einer kurzen Nacht befinden wir uns morgen auf dem Weg immer weiter Richtung Meer. Wir können es schon riechen 😉


Tag 4 Swasiland und Glamping im Dschungel

Nach dem obligatorischen Frühstück ging es mal wieder für die nächsten 4 Stunden (laut Navi) ins Auto. Den Zeitangaben darf man hier in Afrika sowieso nicht trauen, denn die Mentalität und Straßenverhältnisse machen es einem nicht immer so leicht. Aber der Weg ist bekanntlich ja das Ziel und deswegen nahmen wir uns heute vor das ein oder andere mal auch mal anzuhalten und zu genießen.

Es ging quer durch das wunderschöne aber auch sehr arme Swaziland bis wir wieder an der Grenze zu Südafrika ankamen. Unterwegs hielten wir an einer kleinen Farm, welche ein ursprüngliches Dorf und einige Tiere bereithielt. Die Mitarbeiterin zeigte uns stolz eines der traditionellen Häuser und alberte mit uns herum. Alle Menschen sind hier wirklich sehr aufgeschlossen und freundlich und es dauert nie lange bis man in ein lustiges Gespräch verwickelt wird. Auch HOP, das hauseigene Zebra besuchten und bestaunten wir, denn wann hat man die Möglichkeit solch ein Tier sogar anfassen zu können?

An der Grenze angekommen hieß es Ausweiskontrolle und wieder rein ins wunderschöne Südafrika. Unsere Tagesetappe endete in Hhululuwe, einem kleinen Dorf mitten im afrikanischen Dschungel. Es wartete Abendteuer pur auf uns, denn heute Nacht werden wir ins Zelten schlafen, mitten in der Natur. Zugegeben, es sind keine normalen Zelte, denn diese erinnerten eher an ein Hotelzimmer, aber es dauerte nicht lang und wir fanden schon den ersten Frosch unter unserem Bett.

Aber mit Mosquitonetz kein Problem. Diese haben wir bisher immer verwendet, da wir uns in den letzten Tagen ständig in Malariagebieten befanden, aber komischerweise nie eine Mücke gesehen haben. Aber Sicherheit geht vor! Nach einer ausgiebigen Poolsession in der Gartenanlage zusammen mit Affen, Büffeln und anderen Wildtieren wurde es Zeit für eine afrikanische Wood Massage im hoteleigenen Spabereich. Die hatten wir uns auch verdient nach der ganzen Fahrerei die letzten Tage. Ein Abendessen am Lagerfeuer durfte natürlich nicht fehlen, denn heute stand für uns die Erholung an erster Stelle. Nun liegen wir im Zelt unter unserem Netz zusammen mit Echsen, Fröschen und wer weiß was noch für Tieren und freuen uns auf den nächsten Tag in Südafrika, während die Affen draußen über unser Dach laufen….


Tag 5 Barfuss durch den indischen Ozean

Wir verlassen den Dschungel und machten uns heute auf den Weg ans Meer. Die Nacht in unserem Glamping Zelt war wirklich spannend, denn wann hat man schonmal die Möglichkeit unter (fast) offenem Sternenhimmel mitten im Dschungel zu schlafen?!

Unsere heutige Etappe ging laut Google Maps etwa vier Stunden. Doch mit unserem eingeplanten Stopp in Santa Lucia sollte es ein wenig länger dauern. Denn heute stand Hippowatching auf dem Programm. Wir brauchten etwa 1 Stunde bis zum Surfing Ort direkt am indischen Ozean, doch bevor wir richtig Seeluft schnuppern konnten, ging es auf ein sagen wir mal eher gemächliches Boot auf einem großen See.

Zu sehen gab es hier vor allem eins: schlafende Hippos, die gähnend vor sich hin badeten. Ganze Familien konnten wir sehen, von klein bis groß. Ein ganz cooles Erlebnis, aber leider konnten wir keine Hippos an Land entdecken.

Nach etwa 2 Stunden Fahrt ging es weiter an den Strand. Endlich Salzgeruch in der Luft, doch leider lud das Wetter heute nicht zum Schwimmen ein, denn wir hatten mittlerweile einen Temperatursturz von fast 20 Grad. Zwar war es nicht kalt aber durch den extremen Wind auch kein Badewetter. Aber für die Füße und einen Spaziergang am Strand hat es auf jeden Fall gereicht.

Die nächsten 3 Stunden verbrachten wir ganz gemütlich auf der Autobahn bis wir endlich Umhlanga erreichten, ein kleines Touristenörtchen knapp 5 km entfernt von Durban. Eine schnelle Dusche und dann wollten wir die Stadt unsicher machen. Denn hier war es zum ersten Mal möglich sich auch nach Einbruch der Dunkelheit auf die Straßen zu wagen. So schön Südafrika auch ist, es bleibt leider auch ein armes Land, in dem es teilweise noch etwas gefährlicher zugeht.

Ein leckeres Abendessen durfte natürlich zusammen mit einer Flasche afrikanischem Rotwein nicht fehlen. Ein kurzer Strandbesuch und schon saßen wir in einer der zahlreichen Bars. Und natürlich wurde unser Nationalgetränk Gin Tonic geordert.

Leider ging es für uns heute etwas früher in Bett, aber da wir morgen früh von Durban nach Port Elizabeth fliegen, müssen wir schon sehr früh raus. Daher mussten unsere viel zu schweren Koffer etwas bearbeitet werden und Gligorija bemerkte, dass sich ein Frosch aus den Zelten im Dschungel in ihrem Koffer sehr wohl zu fühlen schien. Der hatte es sich für die gesamte Zeit richtig gemütlich gemacht in ihrem Gepäck. An der Hoterezeption erzählte man uns, dass auch schon Skorpione in Koffern gefunden wurden, da hatte sie es mit dem Frosch noch glimpflich getroffen.

Einen Frosch leichter geht es dann morgen zum Addo Elephant Park

Departure to Port Elizabeth.

Tag 6 ADDOphanten und andere wilde Tiere

Heute Morgen ging es um 7:45 Uhr mit dem Flieger vom King Shaka Airport nach Port Elizabeth. Nach ungefähr einer Stunde kamen wir etwas holprig im windigeren Teil Südafrikas an. Denn an der Küste weht im wahrsten Sinne des Wortes ein anderer Wind. Mit sonnigen 24 Grad und einem neuen Mietwagen machten wir uns auf den Weg zum ADDO Elephant National Park etwa eine Stunde von Port Elizabeth entfernt.

Bevor wir uns aber das letzte Mal in unserem Urlaub auf Elefanten Safari machen konnten, checkten wir in unserer neuen Unterkunft, der Addo Dung Beetle Farm ein. Eine familienbetriebene Farm inmitten einer riesigen Zitrusplantage. Und unsere Zimmer ließen keinen Wunsch offen. Eine Outdoor Dusche und gemütliche Betten erwarten uns bei der Rückkehr.

Ein schneller Outfitwechsel und schon ging es in den 1,5 km entfernten Park, welcher den größten Elefantenbestand Südafrikas beherbergt. Über 400 der großen Dickhäuter haben hier ihr Zuhause.

Und lange mussten wir auch nicht suchen. Immer noch ein sehr beeindruckendes Erlebnis auch wenn wir in den letzten Tagen sehr viele Elefanten sehen konnten. Diese Tiere wirken so ruhig und doch sind sie mit Vorsicht zu genießen. Aber passiert ist uns bisher noch nichts 😉 weil wir uns auch immer brav an die Regeln halten.

Auch einige andere wilde Tiere waren an diesem heißen Tag im Busch unterwegs und wir fanden eine Zebramami, welche auf ihr schlafendes Baby aufpasste 😊 einfach süß

Den bekannten Käfer, welcher aus Elefanten***** große Kugeln formt und vor sich her rollt haben wir leider nicht gesehen.

Nach einem langen Tag gab es natürlich nur eine Lösung für einen entspannten Abend: GIN TONIC, gute Musik und ein paar Cracker auf dem Tisch. Einige Gläser später grölten wir lautstark kroatische Volkslieder durch den Busch und fielen endlich in den wohlverdienten Schlaf.

Ab morgen geht es Richtung Garden Route und somit auch auf den entspannteren Teil unserer Reise, wir freuen uns auf Wine Tasting, nicht mehr ganz so lange Strecken und wunderschöne Landschaften.

Good Night from South Africa


Tag 7 ADRENALIN

Unsere Reise führt uns weiter an die afrikanische Küste in Richtung Plettenberg Bay. Doch für die nächsten zwei Tage haben wir uns außer Entspannung und Beachlife nichts anderes vorgenommen. Aus dem ADDO Elephant Park ging es circa 3 Stunden nach Plettenberg Bay, ein wunderschöner Ort direkt am Meer.

Doch bevor wir dort ankamen, war es Zeit für einen kleinen Zwischenstopp an der Bluekrans Bridge, welche den höchsten Bungee Sprung der Welt beherbergt. Ganze 216 m geht es von dieser Brücke in die Tiefe und allein der Weg zum Absprungpunkt ist ein reines Abenteuer.

Zum Springen waren wir heute nicht mutig genug aber Adrenalin brauchten wir trotzdem alle ein bisschen und daher nahmen wir uns THE WALK vor. Eine knapp 200 m lange Strecke in einem engen Käfig bis zur Mitte der Brücke und damit auch ihrem höchsten Punkt. Natürlich war dieser Käfig zu allein Seiten offen und man konnte die Höhe unter den Füßen schon ohne hinzuschauen spüren. Dazu bog sich der Fußboden aus Stahl auch immer ein bisschen nach unten, was das Laufen nicht unbedingt angenehmer machte.

Am Bungeepunkt angekommen heizte uns und circa 20 Indern ein DJ ordentlich ein. Diese waren alle in der Stimmung, den höchsten Bungee der Welt zu machen, mehr als bereit. Indische Musik lief und alle tanzten, bis sich der erste in die Tiefe stürzte. Die Stimmung war unfassbar uns absolut ansteckend. Man hatte auf einmal immer weniger Angst vor diesem Sprung aber dennoch blieb es heute bei THE WALK, was auch wirklich ein totales Erlebnis war.

Nach diesem Adrenalinschub ging es weiter an die Küste Plettenbergs, wo wir den Rest des Abends nach kurzem Strandbesuch mit gutem Essen verbrachten. Das Leben in diesem Teil Südafrikas ist leichter und unbeschwert. So Fühlen wir uns auch und fallen voller Vorfreude auf den nächsten Tag ins Bett.

Tag 8 Beachlife, was gibt es Schöneres?!

Über den heutigen Tag gibt es nicht ganz so viel zu berichten außer, dass es sehr entspannt war. Und genau das war unser Wunsch für heute nach dem ganzen (zugegeben positiven) Stress.

Bevor es aber an den Central Beach in Plettenberg ging schauten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück einen südafrikanischen Markt direkt bei uns um die Ecke an.

Überall roch es nach Essen, frischem Kaffee und man hatte die Möglichkeit verschiedene Dinge einzukaufen. Alles war sehr entspannt wie in Afrika eben üblich. Doch dieser Standard, den diese Menschen hier genießen dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit in Südafrika. Keine meterhohen Stromzäune und keine Angst in der Nacht auf die Straße zu gehen. Doch auf irgendeine Art und Weise kommt uns das doch irgendwie künstlich und komisch vor.

Nach unserem Einkaufsbummel mit einigen Souvenieren mehr im Koffer ging es dann an den langersehnten Strand. Das Wetter war perfekt, nicht zu heiß (etwa 26 Grad) ein leichter Wind und Sonne pur. Doch die darf man hier nicht unterschätzen, denn auch wenn es sich angenehm anfühlt, eincremen ist Pflicht!!!

Nach ein paar Stunden wurde es dann Zeit für das erste Bier, welches wir in einem der zahlreichen Beachbars genossen. Auf, auf zum nächsten Strand und somit auch zu unserer nächsten Etappe Knysna.

Etwa 40 min Autofahrt später erreichten wir aber erstmal THE HEADS, einem Aussichtspunkt kurz vor der Stadt und genossen in einem supercoolen Kaffee unseren Lunch mit einer Bombenaussicht.

Gestärkt ging es dann an den wunderschönen BRENTON Beach in Knysna, einem der wohl schönsten Strände Südafrikas. Kilometerlang, keine Menschenseele und das Wasser super klar und angenehm. Hier legten wir auch einen kurzen Badestopp ein, doch fürs entspannte Schwimmen waren die Wellen leider etwas zu hoch. Aber plantschen war kein Problem.

Am Abend erreichten wir unsere Unterkunft am anderen Ende der kleinen Stadt, welche zurecht auch „The Garden of Eden“ genannt wird. Eine kurze Dusche später ging es dann zum Abschluss unseres entspannten Tages an die Waterfront, wo wir in einem sehr bekannten Restaurant mit vielen Einheimischen ein leckeres Abendessen genießen durften.

Mit vollem Bauch und einer entspannten Seele lassen wir uns jetzt ins Bett fallen und freuen uns auf den nächsten Tag in CANGO, einer Wüstenstadt zwischen den Bergen.

Eins kann man von dieser Reise auf jeden Fall behaupten, bisher war sie so bunt wie Südafrika selbst!


Tag 9 Von Höhlen und Erdmännchen

Unser Weg führte uns heute weiter Richtung Oudshoorn im Wüstengebiet Cango. Nach rund 1,5 Stunde Fahrt änderte sich die Landschaft schlagartig. Erst ging es durch riesige Berge bis wir schließlich an zahlreichen Straussenfarmen vorbeifuhren. Es wurde immer sandiger und die Luft immer heißer und trockener.
Bevor wir aber zu unserer heutigen Unterkunft fuhren, stand noch ein Besuch der Cango Caves, einer unterirdischen Tropfsteinhöhle auf dem Programm. Riesige Hallen aus Stein und verrückte Felsformationen ließen sich hier bestaunen. Früher wurden hier sogar Klassikkonzerte aufgrund der guten Akustik gespielt. Diese mussten aber leider eingestellt werden da immer mehr Besucher auf die glorreiche Idee kamen, Steine der Höhle mit nach Hause zu nehmen. Eine Gesangseinlage unserer Gruppenführerin sorgte bei allen sofort für Gänsehaut. Die Höhlen waren wirklich sehr beeindruckend und sind sehr empfehlenswert für jeden Besucher Südafrikas.
Nach Kultur und Action bezogen wir unsere Häuschen auf der Farm „De Zeekoe“, welche ihren Namen von den kleinen Nachbarn, den Erdmännchen erhielt. Diese sind hier überall anzutreffen und leben in kleinem Gruppen rund um die Farm.
Badehose an und Sundowner am Pool mit Gin Tonic. Ein bisschen Musik und schon waren alle happy. Solch ein Tag macht ganz schön hungrig und wir genossen eins der besten Abendessen bisher im farmeigenen Restaurant mit Blick auf die Wüste und die dahinterliegenden Berge.
Als wir in unseren Häuschen ankamen, war schon alles für die Nacht vorbereitet. Mosquitonetz war aufgespannt und Holz für den eigenen Kamin bereitgelegt. Bei knapp 30 Grad war dieser zwar nicht unbedingt notwendig aber für die Optik legten wir etwas Holz rein und entspannten den Rest des Abends draußen unter klarem Sternenhimmel. Eine der bisher schönsten Unterkünfte in der wir wirklich entspannen konnten. Bisher waren zwar alle Hotels, Gasthäuser oder Farmen wunderschön, aber „De Zeekoe“ hat uns irgendwie besonders gut gefallen.
Wie die Erdmännchen verziehen wir uns jetzt in unsere Höhlen und freuen uns auf den nächsten Tag. Eins sei verraten, es wird langsam aber sich Zeit für guten Wein und wir kommen dem Kap der guten Hoffnung immer näher.

Tag 10 Nichts als Straße vor uns

Die letzte lange Fahrt stand uns heute bevor und es ging in 4 Stunden entfernte Hermanus, einer kleinen Farm direkt am Ozean.
Heute Morgen besuchten wir aber noch die Cango Wildlife Ranch, ein Reservat für Tiere aus der Wildnis, welche leider nicht mehr in die Wildnis zurück können aber hier bestens versorgt werden. Krokodile, Löwen, Schildkröten und Geparden. Hier konnte man die Tiere aus nächster Nähe beobachten und bekam viele Infos durch den Guide. Zum krönenden Abschluss der Tour besuchten wir 5 monate alte Gepardenbabys und durften diese sogar streicheln. Ein Erlebnis was man nicht alle Tage hat und dennoch gefallen uns die Tiere in freier Wildbahn natürlich um einiges besser. Dennoch werden diese hier gut versorgt und befinden sich in großen Gehegen.
Raus aus der Wüste ging es wieder durch Berglandschaften und leider somit auch ins schlechte Wetter, denn kaum hatten wir den Berggipfel hinter uns gelassen, fing es wie aus Eimern an zu schütten. Auch die Temperatur fiel von 29 Grad auf knapp 18 Grad und es wurde ganz schön kalt.
Doch vorher besuchten wir auf einer einsamen Wüstenstraße gelegen, den weltbekannten „Ronnys Sex Shop“, eine Biker und Rockerkneipe mitten im Nirgendwo. Mit Sexshop hatte diese Location aber nicht wirklich viel zu tun, eher mit einer Anlaufstelle für alle entspannten Reisenden mit einem Sinn für Humor. Gläser gab es hier nicht, Bier wurde standesgemäß aus der Flasche getrunken und an der Decke wimmelte es von zurückgelassenen BHs der weiblichen Gäste. An den Wänden hingen zahlreiche Visitenkarten aus aller Welt und es war wirklich eine coole Atmosphäre.
Ein kleines Bier später ging es dann wieder auf die Straße, bis wir dann nach langer Fahrt endlich in Hermanus ankamen. Hier erwartete uns Mary im Francolinshof hoch oben in den Bergen. Sie empfahl uns unbedingt am Strand im Dutchies zu Abend zu essen und wir wurden nicht enttäuscht. Zwanglose, lockere Stimmung und gutes Essen. Viel zu diesem Tag zu gibt es heute nicht mehr, da wir wirklich nur auf der Straße waren.
Aber bei diesen Aussichten wird auch ein langer Weg zum Vergnügen und ab morgen sind die Fahrten nur noch knapp 1 Stunde lang. Wir sind selber immer wieder fasziniert, welch eine Strecke wir bisher hinter uns gebracht haben und können einfach nur sagen, ein so entspanntes Land wie Südafrika gibt es nur selten und wir fühlen uns einfach nur gut und erholt. Aber noch ist unsere Reise nicht zu Ende denn das große Highlight kommt noch.

Tag 11 Feuchtfröhlich durch die Berge
Nachdem wir heute Morgen in Hermanus in unseren gemütlichen Betten aufwachten und aufs Meer schauten gab es leider erstmal eine schlechte Nachricht. Die geplante Tour mit Haien im offenen Meer zu schwimmen, musste leider aufgrund der rauen See abgesagt werden. Die Wellen waren leider zu hoch, um mit dem Booten rausfahren zu können.
Also entschieden wir gemeinsam beim Frühstück, direkt zu unserem neuen Ziel Stellenbosch zu reisen und eine der geführten Weinrouten zu machen. Nächster Schock! Alles ausgebucht, sämtliche Anbieter hatten keine freien Plätze mehr. Doch mit ein bisschen Telefonieren und einer netten Art kommt man hier recht gut ans Ziel.
Es fand sich schlussendlich doch noch ein Anbieter, der uns noch unterbekam, 😊 Tag gerettet!!!
Aber sputen mussten wir uns trotzdem, denn die Tour sollte um 10 Uhr starten. Gott sei dank war alles gepackt und schon rasten wir den Weinbergen entgegen. Vorher brachten wir schnell unser Auto und Gepäck ins neue Guesthouse, denn fahren würde von uns später keiner mehr können 😉 Schon stand das georderte UBER bereit und los ging es auf die erste Weinfarm auf der die anderen Weinbegeisterten schon auf uns warteten.
Uns wurde natürlich neben der ganzen Trinkerei auch etwas zu den Weinen, dem dazu passenden Käse oder auch Schokolade erzählt und wir werden ab sofort wohl nie wieder so Wein trinken wie bisher 😉 Schauen, riechen, schmecken, wobei uns letzteres immer noch am besten gefällt.
Die Stimmung wurde immer gelassener und es ging über 3 weitere Farmen mit unserem feuchtfröhlichen Bus, bis schließlich alle auslassen miteinander das Leben feierten. Ein wirklich toller und besonderer Tag, denn man konnte sich mit anderen Reisenden austauschen und über die schönsten Dinge in Südafrika philosophieren. Nach rund 22 Gläsern (pro Kopf!!!!!) ging es dann mit lauter Musik und weiteren Lachern im Bus zurück ins Guesthouse, wo noch eine selbstgekaufte Flasche Wein am Pool genossen wurde.
Dusche, Outfitwechsel und ab in die Stadt. Doch der Tag hatte seine Spuren hinterlassen, die Stimmung war zwar weiterhin super aber die Beine wollten nicht mehr. Nach einem kurzen Abendessen und einem Mini GIN Tasting (wir können es einfach nicht lassen) fielen wir glückselig ins Bett.

Tag 12 Sie haben das Ziel erreicht: Kapstadt
Die wohl schönste Stadt der Welt erreichten wir heute Morgen um 10 Uhr. Die Strecke von Stellenbosch bis nach Cape Town dauerte etwa eine Stunde und wir erreichten entspannt die Hauptattraktion, den weltbekannten Tafelberg. Laut Wetterbericht soll das Wetter die nächsten 2 Tage nicht gut werden und dazu auch noch sehr stürmisch, typisch für Kapstadt. Daher entschieden wir uns, das heutige gute Wetter bestmöglich auszunutzen und den Table Mountain zu besteigen.
Doch die langen Schlangen vor den Ticketcountern ließen nicht gutes erwarten, dennoch ging es für diese Menschenmassen recht schnell. Nach etwa 45 min Wartezeit erreichten wir die Seilbahn, welche uns auf 1087m bringen sollte. Und das ganz schön schnell und vor allem steil ging es hinauf.
Rein in die sich drehende Gondel und hoch gings in schwindelerregende Höhe. Oben angekommen erwartete uns eine spektakuläre Aussicht, welche wir wohl nie wieder vergessen werden. Ein Blick über die gesamte Region. Der Nebel ließ uns aber nicht zu weit sehen, aber auf Kapstadt hatten wir eine super Aussicht. Alle Strände, das Stadion der Fußballweltmeisterschaft sowie die Schönheit der gesamten Region ließen sich bestaunen. Jeder, wirklich jeder sollte diese Erfahrung mal gemacht haben, zwar waren wir schon auf einigen Aussichtplattformen in der ganzen Welt, aber diese gehört definitiv zu den schönsten.
Nach rund 3 Stunden ging es wieder auf gleichem Wege nach unten. Nächster Halt: Kirstenbosch Botanical Gardens. Ein wunderschöner und riesiger botanischer Garten mitten in der Stadt. Alle Pflanzen dieser Erde haben hier ihr zu Hause und man kann viele Einheimische beim Picknick beobachten. Auch ein Open Air Kino findet hier regelmäßig statt. Aber auch nur ein Spaziergang durch die Parkanlage ist ein Highlight. Auch der Canopy Tree Walk ließ keine Wünsche offen. Hier konnte man alle möglichen Bäume von einer besonderen Art bewundern, denn dieser Weg führte durch Baumkronen, über Bäume hinweg oder mitten durch. Auch durch einen Duftgarten ging es, in dem man an allen möglichen Blumen und Pflanzenarten riechen konnte. Auch ein sehr empfehlenswertes Ziel.
Nach so viel Sightseeing knurrte der Magen und wir tankten neue Energie im MOYO, einem Restaurant, welches bekannt für die Gesichtsmalereien ist. Kaum hatten wir bestellt, bekamen wir von einer der Kellnerinnen ein Kunstwerk nach dem anderen ins Gesicht gepinselt. Aber auch das Essen enttäuschte uns keinesfalls.
Ein bisschen überhitzt wurde es Zeit für das letzte Hotel unserer 15 tägigen Reise. Das Townhouse Hotel liegt mitten im Finanzviertel und ist somit ideal für alle möglichen Aktivitäten im Zentrum. Schnell unter die Dusche und frisch gestriegelt ging ins wohl touristischste Gebiet von Kapstadt, der Alfred & Viktoria Waterfront. Eine schöne Promenade mit vielen Restaurants, Bars und einem großen Einkaufszentrum. Ein Teil, der auf unserer Reise bisher zu kurz kam: Shopping. Doch die Geschäfte ähnelten, denen aus Deutschland sehr, aber ein wenig bummeln war trotzdem drin.
Hungrig ging es dann ins Karibu, einem afrikanischen Restaurant, in dem man auch viele Locals antrifft. Ein traditionelles Bobotie (ähnlich Moussaka) wurde bestellt und natürlich eine Flasche Wein. Wir planten unseren letzten Tag in Kapstadt, welcher uns wohl leider mit viel Regen und stürmischem Wind erwarten wird. Das letzte Highlight und auch das offizielle Ende unserer Reise haben wir morgen noch vor uns und egal wie schlecht das Wetter auch werden mag, dieses Ziel lassen wir uns nicht nehmen.


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