Auf der Silberstrasse
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Die Stadt der Kirchen

Veröffentlicht: 08.04.2025

Fahrt
Salamanca → Zamora
70 km · N630
Unterkunft
städtischer Stellplatz in Zamora
Wohnmobil · Zamora
Attraktion
Stadtmauer von Zamora
Zamora, Spain
Park
Park an der Stadtmauer von Zamora
Zamora, Spain
Sehenswert
Zentrum von Zamora
Zamora, Spain
Sehenswert
Festungsbauten von Zamora
Zamora, Spain

Zamora. Wir sind jetzt in Zamora, einer Provinzhauptstadt in Kastilien-León – nach Andalusien und der Extremadura unserer dritten Region. Für die knapp 70 Kilometer von Salamanca hierher hatten wir wieder die Wahl zwischen der Autobahn und der Landstraße N630. Wir haben uns bisher immer für die Landstraße entschieden, die Gründe dafür habe ich in einem der vergangenen Blog-Beiträge schon genannt. Wir wollten einfach näher dran sein an Land und Leuten. Ab jetzt werden wir die Autobahn nehmen. Sie verläuft über weite Strecken parallel zur Landstraße, die allerdings oft sehr kurvig verläuft. Das hat den Nachteil, dass ich oft schalten muss, und das will ich unserer Kupplung in ihrer momentanen Verfassung nicht zumuten.

So konnte ich heute feststellen, dass die Autobahn nicht nur für unsere Kupplung, sondern auch für den Fahrer Vorteile bringt. Ich habe mich mit einigem Abstand hinter einen Lastwagen geklemmt, der konstante 95 km/h fuhr. Das war total entspannend, und so konnte ich die Umgebung viel mehr genießen als bei der Fahrt über die N630. Die Landschaft hat sich mittlerweile total verändert. Flache Felder, oft mit Getreide oder Raps bebaut, haben die Olivenbäume und Weinberge abgelöst. Hier gibt es auch keine Orangenbäume mehr. Die Gegend erinnert uns ein wenig an unsere Heimat, Icke an die Uckermark und mich an Niederbayern, zwei Landstriche, die sich ebenfalls sehr ähnlich sind.

In Zamora gibt es einen städtischen Stellplatz, der die notwendigen Versorgungseinrichtungen bietet – und der voll belegt ist. Wir haben Glück und haben einen der letzten Plätze ergattert, noch dazu einen der schönsten, direkt an einem kleinen Bach. Nach der Ankunft und einer kleinen Siesta haben wir uns ins Zentrum aufgemacht. Wir haben uns mittlerweile an den spanischen Lebensrhythmus gewöhnt. Ok, wir stehen nicht ganz so früh auf, aber wir schaffen es trotzdem, bis 14 Uhr zu unserer nächsten Station zu kommen. Gegen 17 Uhr starten wir unsere Erkundungstour. Für die Siesta der Spanier gibt es klimatische Gründe. Hier sind die frühen Nachmittagsstunden im Sommer einfach zu heiß. Für unsere Siesta gibt es andere Gründe: Die Geschäfte öffnen erst gegen 17 Uhr, und vorher bringen Icke keine zehn Pferde in die Stadt …

Zamora ist eine nette Stadt mit fast 60.000 Einwohnern. Die Atmosphäre dieser Stadt ist geprägt von den vielen, gut erhaltenen Festungsbauten, die im 9. und 10. Jahrhundert von den Königen Alfons II. und Alfons III. In Auftrag gegeben wurden. Obwohl die Stadt von Muslimen, Mauren und Christen mehrmals erobert wurde, ist die mächtige Festungsmauer erstaunlich gut erhalten. Sie ist ein Blickfang, zu dem auch der Park beiträgt, der in Teilen vorgelagert ist. Und natürlich sind die Kirchen sehenswert. Ganze 22 verteilen sich im Stadtgebiet Zamora, die alle zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert gebaut wurden. Damit ist die Stadt Spitzenreiter in Spanien, was die Anzahl an romanischen Kirchen angeht.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Frühling
Begleitung
Zu zweit (2)
KulturellEntspannend
  • Ankunft in Zamora nach rund 70 Kilometern von Salamanca
  • Fahrt über die N630 statt Autobahn
  • Städtischer Stellplatz direkt an einem kleinen Bach
  • Gut erhaltene Festungsanlagen und Stadtmauer
  • Zamora als Stadt der romanischen Kirchen
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