Streetart der Extraklasse
La Bañeza. Die Kunst stand heute wieder mal im Mittelpunkt. Aber diesmal waren es keine römischen oder muslimischen Prachtwerke, diesmal war es zeitgenössische Kunst: Graffiti....


Veröffentlicht: 10.04.2025











Leon. Wir sind heute zu Gast in der letzten großen Stadt bevor wir nächste Woche in Gijon ankommen und damit am Ende unserer Reise auf der Ruta Via de la Plata, der Silberstraße. Es waren nur 50 Kilometer von Beñaza bis Leon. Die Sonne gab noch einmal alles. Ab morgen soll sich das Wetter verschlechtern.
Dazu passte der Ausblick über Leon hinaus auf das Kantabrische Gebirge, dessen Gipfel schneebedeckt waren. Da müssen wir drüber. Wir können auch nicht mehr zwischen Autobahn und Landstraße wählen. Die gute alte N630 ist die einzige Verbindung nach La Pola de Gordon, unserer nächsten Station. Es geht in die Berge. Es wird kälter. Wir haben alle unsere Tanks – Gas und Diesel – voll gemacht und auch den Kühlschrank aufgefüllt. Wir sind gespannt, was uns die nächsten Tage erwartet …
Doch wir wollen Euch vorher noch kurz von unser Stippvisite in Leon berichten, das um die erste Jahrtausendwende sogar Zentrum eines Königreiches war und für 200 Jahre zur wichtigsten christlichen Stadt auf der Iberischen Halbinsel wurde. Von seiner wechselvollen Geschichte mit gotischen, maurischen und christlichen Einflüssen zeugen im Stadtkern viele meist erstklassige Relikte. Unsere erste Anlaufstelle war die Kathedrale, mit deren Bau um die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts begonnen wurde und die vor allem durch ihre wundervollen Glasfenster bekannt ist, 125 an der Zahl und bis zu zwölf Meter hoch.
Eine andere Kirche, die Real Basilica de San Isidoro, gilt in Spanien als Nationalheiligtum. Sie enthält einmalige Deckenmalereien, aber auch den Kelch der Doña Uracca, dessen oberer Teil, die Schale, nach Meinung verschiedener Kunsthistoriker als der Heilige Gral anzusehen ist, das Gefäß, aus dem Jesus bei seinem letzten Abendmahl getrunken hat.
Wir haben wie so oft auch beim Pantheon Real, ein anderer Name für die Basilika, entschieden, uns mit der Außenansicht zu begnügen. Hunde haben selbstverständlich keinen Zutritt, uns so müssten Icke und ich getrennt in die Gebäude. Mittlerweile kosten die Eintrittskarten in Kirchen eine ganze Menge, und da will man sich dann in Ruhe umsehen, das Ganze auf sich wirken lassen. Doch diese Ruhe können wir nicht finden, wenn der andere draußen warten muss. Wir begegnen auf unserer Reise so vielen Attraktionen – wenn die jeder für sich besichtigen würde, könnten wir auch getrennt Urlaub machen.
Leon ist eine hübsche Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, vielen Cafés und Bars und anderen Attraktionen. Icke will unbedingt wiederkommen. Aber dann ins Parador ...
