Auf der Silberstrasse
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Bar-Chefin unsere Heldin

Veröffentlicht: 06.04.2025

Fahrt
Bejar → … → Salamanca
16 km · N630
Unterkunft
Campingplatz am Rande von Salamanca
Zelt · Salamanca
Sehenswert
Guijuelo
Guijuelo, Spain
Sehenswert
Bejar
Bejar, Spain

Salamanca. Für heute war ein entspannter Reisetag geplant. Allerdings standen zu Beginn mit Bejar und Guijuelo zwei eher kleine Städte auf unserer Stempel-Liste, bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass die Touristenbüros geschlossen sind, eher groß war.

Nach Bejar waren es nur 16 Kilometer, aber die hatten es in sich. Serpentinen rauf und runter. Wir hatten uns wieder gegen die Autobahn und für die N630 entschieden, weil wir dachten, so mehr von Land und Leuten zu erleben. Aber in diesem Fall lagen wir klar daneben. Ich musste mich zu 100 Prozent auf das Fahren konzentrieren. Zum Glück war Sonntag, und es waren keine Lkws unterwegs. Dafür aber eine Menge Radfahrer, die es gerade auf den Strecken bergab laufen ließen und so oft schneller waren als wir. Wir hielten uns strikt an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h. Schneller hätten wir auch nicht sein dürfen, sonst hätte es uns schon aus der ersten der vielen Nadelkurven getragen.

Wir waren froh, als wir in Bejar ankamen, das auf den ersten Blick gar nicht so klein war, wie vermutet. Die Wikipedia-Zahl von 12.000 Einwohner überraschte uns dann doch. Die Adresse von der Stempelstelle war einfach zu finden, allerdings war dort nur noch eine Hausruine zu finden. Doch das kann uns mittlerweile nicht mehr erschüttern. Nach 16 Stempeln gehören wir auf der Via de la Plata schon zu den alten Hasen. Ja, ja … Wir zählen so oder so zu den alten Hasen, ist schon klar.

In Guijuelo war es dann so weit: Das Touristen-Büro hatte geschlossen. Wir mussten in diesem Städtchen mit dem unaussprechlichen Namen also übernachten und am Montag unser Glück versuchen. Das war gar nicht schön, denn schon bei der Fahrt durch Guijuelo mussten wir feststellen, dass es hier außer Industrie nicht viel gab. Wir wollten uns mit Kaffee und Tapas in einer der Bars trösten, als uns die Bar-Chefin, der wir von unserem Unglück erzählt hatten, anbot, unseren Pass mit ihrem Stempel abzuzeichnen. Auch auf dem war der Ort zu lesen und so stimmten wir zu – und spendierten im Lokal eine Runde Bier. Nein – das taten wir nicht. War nur ein Joke. Für Oma Elfie: das ist englisch und heißt übersetzt Spaß. 

So stehen wir jetzt auf einem Campingplatz am Rande von Salamanca. Dorthin werden wir morgen zu einer Stadtbesichtigung aufbrechen. Uns soll eine der attraktivsten Städte dieses Landes erwarten, mit einer der ältesten Universitäten Europas, dem Plaza Mayor, der als der schönste Platz Spaniens gilt, und einer riesigen Kathedrale, die aus zwei Kathedralen besteht. Und das bei strahlendem Sonnenschein und 22 Grad.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Frühling · 22–22°C
Abenteuerlich
  • Bejar und Guijuelo auf der Stempel-Liste
  • kurvige Fahrt über die N630
  • geschlossene Touristeninformation in Guijuelo
  • Campingplatz am Rand von Salamanca
  • Sonnenschein und 22 Grad
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