Tag 19 - 20 / Nazca
18./19.März.2018

Veröffentlicht: 24.03.2018
Nach der ewig langen Busfahrt haben wir in Cusco erstmal nach einem Hostel gesucht. Eher zufällig sind wir über eine unscheinbare Tür gestolpert, die sich als sehr nettes Backpacker Hotel entpuppte. Wir haben je ein Bett in einem Schlafsaal für 8 Leute bekommen, außer uns ist aber auch niemand drin, sehr praktisch. Es gibt Frühstück, eine Küche und einen Kicker. Bisher eigentlich das beste Hotel.
Mit ca 3400 Meter Höhe liegt Cusco sehr, nunja, hoch. Das merkt man vor allem daran, dass eigentlich nicht gerade anstrengende Sachen, wie zum Beispiel Treppen steigen, einen total außer Atem bringen und man schnell Kopfschmerzen bekommt. Deshalb haben wir uns am Ankunftstag erstmal nur ein bisschen Rund ums Hotel umgeguckt, bevor wir dann am Mittwoch einen Stadtrundgang gemacht haben. Es gibt unzählige kleine Lädchen, die alle mehr oder weniger das gleiche verkaufen, kleine Stoff-Lamas, Pullis, Armbänder, Taschen.... Überall trifft man auf Indigenas die mit Lamas durch die Gassen laufen. Auf einem riesigen Markt gab es von Kleidung bis Kuhköpfen alles was man so brauchen kann.
Donnerstag haben wir uns mal etwas weiter weggewagt. Nach einem ziemlich anstrengenden Aufstieg kamen wir an der Inkastätte Sacsayhuamán an, einer Ruine die, obwohl nur noch 20% vom ursprünglichen Zustand erhalten war, echt groß war. Von hier hatten wir eine tolle Aussicht über die ganze Stadt, die als Gesamtbild mal wie ein Puma aussehen sollte. Davon haben wir jetzt nicht viel gesehen, aber warum nicht. Die Mauern der Ruinen bestanden aus riesigen passgenau übereinander gestapelten Felssteinen von denen in einem Reiseführer stand, dass die teilweise an die 300 Tonnen wiegen sollen, was wir uns aber beim besten Willen nicht vorstellen konnten. Dennoch, einfach ließen die sich bestimmt nicht hin und her bewegen. Wie ein Stein auf den anderen gekommen ist, weiß man nicht. Vor der Ruine war eine weite mit Gras bedeckte Fläche, die erste Wiese die ich hier gesehen habe. Wir haben eine kleine Pause in der Nähe einer Lamaherde gemacht, bevor wir uns noch zwei weitere Ruinen angesehen haben.
Heute, am Freitag, sind wir mit einem Collectivo nach Ollantaytambo gefahren. Vorher meinte man zu uns, die Fahrt würde 3 Stunden dauern und als wir nach 1,5 Stunden schon ankamen, waren wir etwas verwundert, da man auf die Zeitangaben hier grundsätzlich 1-3 Stunden draufrechnen kann. Hier gab es, Überraschung, die Ruine einer ehemaligen Inkastätte. Die sind tendenziell immer ähnlich, groß, auf einem Berg, größtenteils kaputt aber auch viel erhalten, sehr gerade und gut gearbeitet. Auch der Reiseführer beschrieb diese Ruine, genau wie die von gestern und viele andere, als "einen der wichtigsten Orte" und als "kirchliches und administratives Zentrum".
Auf dem gegenüberliegenden Berghang hatten die Inka ihre Vorratsspeicher, wo wir auch noch hingelaufen sind.
Danach wollten wir einen von einem Blogger beschrieben kleinen, versteckten Pool irgendwo im Wald suchen, den man nach einer 40 minütigen Wanderung erreichen sollte. Nach ca 1,5 Stunden hatten wir das Gefühl eventuell etwas zu weit gelaufen zu sein. Die Landschaft war wunderschön, aber nachdem wir diverse kleine Abzweigungen erkundet haben und einmal von Hunden weggescheucht wurden, sind wir umgedreht. Wir waren tatsächlich über eine halbe Stunde zu weit gelaufen, letztendlich haben wir den Pool dann noch gefunden, auch wenn er nicht mehr ganz so hübsch aussah, wie beschrieben. Das Wasser war weg, bis auf einen kleinen Rest und im Becken sah es sehr schlammig und modrig aus, zum baden eher ungeeignet. Der Artikel vom dem Mensch, der hier gewesen ist, war dann, wie wir nochmal nachgeschaut haben, von 2015. In den 3 Jahren hat es sich wohl sehr verändert. Sehr kaputt wurden wir an der Straße von einem Van aufgesammelt um zurück nach Cusco zu fahren.
~Lenja
