Koh Samui - Coco Palm Beach Resort

Ich brauche Urlaub vom Reisen. Ich möchte nichts machen, keinen Tempel ansehen, keinen Nachtmarkt, keinen Wasserfall und auch keinen tollen Aussichtspunkt... einfach mal gar nichts machen. Schlafen. Ein Buch lesen. Gammeln. Am Strand liegen. Baden. Wie herrlich! Das ist der Plan. Ich erteile mir selber Sightseeing-Verbot bis ich mich langweile. Mal sehen wie lange das dauert.

Koh Samui hat viele schöne Strände, die recht touristisch sind. Vor allem Familien findet man hier viele. Ich suche mir den am wenigsten bevölkerten Strand Mae Nam aus und erinnere mich, dass Britta mir erzählt hat, dass sie im Coco Palm Beach Resort so eine schöne Zeit hatte. Die will ich auch. Der Standard Bungalow kostet 750 Baht (19,90 Euro) und ist in Null Komma Nichts gebucht. Ich möchte meine eigenen vier Wände und ein eigenes Bad. Es gibt zwar noch etwas billigere Angebote, aber zur Abwechselung hätte ich es auch gerne mal ein kleines bisschen schön. 

Der Abflug in Hong Kong verläuft mit unerwarteten Komplikationen. Ich stehe in aller Herrgottsfrühe auf, packe meine restlichen Sachen zusammen, checke aus und bin planmäßig um 5.45 Uhr an der Metro. Die ist jedoch noch vergittert. Oh je! Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet in einer Megacity wie Hong Kong. Die älteren Herren, die wartend auf den Stufen sitzen, Tee schlürfen und sich sehr offensichtlich von dieser morgendlichen Routine über einen langen Zeitraum kennen, erklären mir, dass die Metro ab 6 Uhr fährt. Also geselle ich mich zu ihnen bis ein Angestellter der Metro die Rollgitter hochfährt. Wir strömen in die Metro. Es ist ungewohnt leise. Keine Durchsagen, keine Musik. Total merkwürdig. Wir müssen wieder warten, denn der elektronische Einlass ist noch nicht aktiviert. Als die Systeme hochfahren, geht auch die Dauerbeschallung los. Ich merke, wie sehr ich mich an die scheppernden Durchsagen gewöhnt habe. Wir checken mit der Octopuscard ein und warten auf die erste Bahn. Und warten und warten und warten. Eine Durchsage erklärt, dass eine Signalstörung vorliegt. Ich frage Einheimische nach ihren Erfahrungswerten, aber alle sind sich einig, dass man keine Voraussage treffen kann, ob die Bahn in einer Minute oder eher in einer Stunde wieder fährt. Inzwischen ist es 6.20 Uhr und ich muss eine Entscheidung treffen. Um 7 Uhr muss ich am Flughafen sein. Der Express braucht eine halbe Stunde, aber innerhalb von 10 Minuten werde ich es nicht schaffen bis zum Pier zu laufen und mit der Fähre überzusetzen. Die Busse fahren zwar planmäßig, brauchen aber eine Stunde bis zum Flughafen und so viel Zeit habe ich nicht mehr. Also muss ein Taxi her. Ich gehe wieder nach oben zur Straße und versuche die bestmögliche Richtung an der Kreuzung auszumachen. Ein Taxi kommt, ich winke, er stoppt. Ich frage den Taxifahrer wie viel eine Fahrt zum Flughafen voraussichtlich kosten wird. Er spricht schlecht Englisch und ist leicht angepisst, weil er denkt, dass ich den Preis runterhandeln möchte und gibt mir immer wieder zu verstehen, dass er das Taxameter anstellen wird. Endlich checkt er, dass das nicht der Fall ist, sondern ich beim nächsten ATM halten möchte, weil mich nicht mehr genug Bargeld in Landeswährung habe. Dann düsen wir los. Er fragt mich zu welchem Terminal ich muss. Keine Ahnung, denn das wollte ich gemütlich in der Bahn nachschlagen. Natürlich habe ich gerade jetzt keine Verbindung. Shit! Er fragt in der Zentrale nach. Während er der Meinung ist, dass Hong Kong Airlines von Terminal 1 fliegt, sagt die Ische in der Zentrale Terminal 2. Als wir dann pünktlich um 7 Uhr am Flughafen aufschlagen, weisen große Leuchttafeln darauf hin, welche Airline wo abfliegt. Hong Kong Airlines checkt am Terminal 1 ein. Prima, dann wäre das ja auch geklärt. Ich gebe dem Taxifahrer noch ein nettes Trinkgeld und mache mich dann auf. Auf den Infotafeln finde ich meinen Flug nicht. Aaaah, ist wohl nicht mein Tag heute. Also gehe ich zu den Check-In Schaltern von Hong Kong Airlines und erkläre dem Officer mit dem Tablet, dass ich meinen Flug nicht finde. Er sieht nach und erläutert mir dann, dass der Flug von einer anderen Gesellschaft geoperated wird und ich am Terminal 2 einchecken muss. Terminal 2 befindet sich in einem anderen Gebäude. Na, da stehe ich drauf!!! Also machen sich Trolley und ich uns auf den Weg zum Terminal 2. Das Einchecken läuft dann endlich mal problemlos. Allerdings muss ich zur Sicherheitskontrolle und Boarding wieder zu Terminal 1. Ich könnte brechen. Die spinnen doch!!! Umso mehr freue ich mich nach dem kurzen Flug von bloß 2,5h in dem kleinen schnuckeligen Airport von Koh Samui zu landen. Was für ein Unterschied, was für eine Wohltat. Ich bin restlos begeistert. Genau das brauche ich jetzt. Mein Pick-up wartet auch schon auf mich und eine Viertelstunde später sind wir dann auch da. An der Rezeption erklärt man mir, dass es derzeit einen Stromengpass auf der Insel gibt und das Resort gezwungen ist in den Nachmittagsstunden von 13 bis 19 Uhr mittels sehr lauter Generatoren eigenen Strom zu erzeugen. Als Entschädigung würde ich zum Superior Bungalow upgegradet. Der Lärm stört mich nicht, da ich sowieso um die Zeit vorhabe, gemütlich am Strand zu dösen. Dagegen stört mich sehr, dass ich den ersten Bungalow neben der Rezeption bekommen soll. Ich erkläre der netten Dame, dass ich wirklich erholungsbedürftig bin und gerne etwas mehr Privatsphäre hätte und es wirklich schön wäre, wenn nicht alle Mitbewohner ständig an meinem Bungalow vorbei müssten. Zum Glück ist das kein Problem und ich werde auf 333 umgebucht. Sehr schön, damit bin ich rundum zufrieden. 

Der Bungalow ist schöner als gedacht, die Matratze herrlich bequem, alle sehr licht und sogar mit Klimaanlage. So viel Platz für mich alleine. Heeeerrlich! Ich bin begeistert. Auf der kleinen Terasse könnte ich auch bei Regen prima lesen oder Blogartikel schreiben. Ich freue mich schon darauf. 


Zum Strand sind es nur ein paar Schritte. 


Außer mir ist noch eine Familie und ein Pärchen da. Wie geil. Herz, was willst du? Meeeeer! 








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