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AnkorWat und die schwierigste Woche bis jetzt

Veröffentlicht: 31.05.2025

Bus
Siem Reap → Phnom Penh
Kambodscha
Unterkunft
richtig tolles Hostel
Hostel · Siem Reap
Attraktion
Angkor Wat
Siem Reap, Kambodscha
Attraktion
Tempelstätten in Siem Reap
Siem Reap, Kambodscha
Sehenswert
Night Market
Siem Reap, Kambodscha
Unterkunft
nettes Hotel mit Pool
Hotel · Phnom Penh
Essen
Pizza
$ · Abendessen
Essen
Schokokuchen
$ · Abendessen

Endlich melde ich mich wieder aus Kambodscha, ich war am Wochenende in Siem Reap, der Stadt neben dem Ankor Wat und habe mir die schönen Tempelstätten angeguckt. Dafür mussten wir mit dem Sleeper Bus 8 Stunden in den Norden von Kambodscha fahren und sind dann in ein richtig tolles Hostel eingecheckt.


Dort konnte ich das erste Mal seit einer Woche ein bisschen durchatmen, denn die Zeit hier macht mir gerade echt zu schaffen.

Ich weiß, dass es dazugehört, auf Reisen auch unschöne Erfahrung zu machen, aber gerade bin ich sehr am hadern. Die existenzielle Armut, in der die Menschen hier leben, ist kein Einzelfall, sondern überall hier so. Alle Menschen hier sind so arm, dass es kaum zum Leben reicht und jeden Tag bekommt man mehr davon mit. Wir bekommen Geschichten erzählt, dass die Kinder auf die Felder geschickt werden, um Frösche zu fangen, um überhaupt etwas zu essen zu haben. Oft spielen Krankheiten eine Riesen Rolle und dabei könnte man ihnen mit einen paar Medikamenten helfen. Eine Erkältung ist hier lebensgefährlich. 

Diese Ängste der Menschen bekommt man zu spüren und ganz ehrlich, sie färbt total auf mich ab. Ich glaube, das liegt daran, dass ich ein sehr empathischer Mensch bin, aber jede kleine Geschichte, geht mir hier sehr nah und dadurch, dass wir so wenig Ablenkung durch andere Aktivitäten haben, fühle ich mich fast so, als wäre ich auch gefangen in dem ganzen Leid. 


Als ich am Wochenende das erste Mal wieder unter anderen jungen Leuten war und einen Kaffee getrunken hab und mal wieder richtig geduscht habe, habe ich gemerkt, wie sehr mich die ganze letzte Woche belastet hat.


Und es geht hier allen so. Jeder drückt es unterschiedlich aus, aber insgesamt ist die Stimmung echt gedrückt.

Eigentlich wollte ich ja noch vom Wochenende erzählen, denn das war richtig klasse. Wir haben uns einige der fast 200 Tempelstätten in Siem Reap angeguckt und waren abends auf dem Night Market schlendern.


Das Ankor Wat selbst ist echt beeindruckend. Es ist eine hinduistische Glaubensstätte, die Türme wurden von Hand aufgebaut und stehen bis heute. Überall laufen Mönche herum und es riecht nach Räucherstäbchen.

Bei der weltweiten Abstimmung 2017 hat es das Ankor Wat leider nicht unter die sieben neuen Weltwunder geschafft, aber inoffiziell wird es als das achte Weltwunder beschrieben.

Leider hatten wir nur einen vollen Tag und sind am nächsten Abend schon wieder über Nacht mit dem Bus zurückgefahren.


Sobald ich zurück in das kleine Dorf gefahren bin, hab ich ein mulmiges Gefühl gehabt. Es ist, als würde man nach einem ausgelassenen Wochenende in ein Stückchen Realität zurückkommen.


Ich kann erzählen, dass die zweite Woche einfacher war, dass vor allem dadurch, dass sechs neue Mädchen, die ich schon aus Vietnam kannte, dazu gekommen sind. Darunter auch meine neue lieb gewonnene Freundin linda, mit der ich echt tolle Gespräche führen kann.


Ihr ging es ganz ähnlich, für sie war es ja schließlich die erste Woche und ich habe ihr angemerkt, dass es hart war für sie, in Kambodscha anzukommen.


Auch letzte Woche haben wir Food Bank Familien besucht, die um einiges krasser waren als die Woche davor. Wir waren bei insgesamt vier Familien, jede von Ihnen ist auf das Essen der Organisation angewiesen und ihre Geschichten sind tragisch. Wer möchte, kann auf dem Instagram Account von @thehopeagency nachgucken, dort sieht man einige der Familien, die versorgt werden. Aber natürlich ist es noch mal krasser, dort zu sein und in ihrem kleinen kaputten Haus zu stehen und den Menschen in die Augen zu gucken.


Eine Frau hat uns unter Tränen erzählt, dass sie am Morgen nichts auf dem Markt verkaufen konnte und den ganzen Sack von selbst gepflückten Gemüse nun loswerden muss. Ich habe ihr beim Abschied fünf Dollar zugesteckt und sie sie hat mich in den Arm genommen. Solche Momente sind schon etwas echt Besonderes. 


Aber ich habe mich auch ein bisschen mehr daran gewöhnt, an die Umstände, an die Themen.

Vielleicht braucht es ein bisschen Zeit, bis ich das alles verarbeitet habe, ich kann nur sagen, dass ich sehr stolz auf mich bin, dass ich es durchgezogen habe und nicht schon früher nach Hause gefahren bin.

Das habe ich nämlich mehrmals in den letzten zwei Wochen überlegt. Durch das ganze Gefühl Chaos habe ich total starkes Heimweh bekommen und mich nur noch nach Ruhe und meinem warmen und sicheren Bett in Deutschland gesehnt.

Am Ende ist es hart, so eine Armut zu sehen, aber ich werde mich auch immer wieder daran erinnern und zu Hause meine eigenen Probleme etwas relativieren können.


Die letzten Tage waren dann noch richtig schön, wir haben mit den Kindern am letzten Tag eine Riesen Wasserschlacht gemacht und lustige Spiele gespielt. Dann haben wir uns vom Koordinator Jason verabschieden müssen und sind nach Phom Penh gefahren.


Gerade sitze ich in einem netten Hotel mit Pool und bereite mich auf meinen Flug morgen vor.


So, das was jetzt mit meinem Blog Beitrag zu Kambodscha, ich lasse den letzten Abend noch mal schön ausklingen, gestern gab es soooo leckere Pizza und Schokokuchen als Nachtisch als Belohnung für die Woche.


Morgen geht es nach Bali, ich freue mich riesig, 

Ich lasse wieder von mir hören,


Wer meinen letzten Beitrag gelesen hat, kann sich vielleicht noch erinnern, dass wir einen Spenden Aufruf starten wollen, das steht noch, wir sind gerade dabei, den Link zu erstellen…


Vielleicht mache ich dazu noch einen Extra Beitrag, es wäre toll, wenn jeder ein bisschen dazu beisteuern kann.



Damit ganz liebe Grüße,

Eure Paula 

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Begleitung
Mit Freunden
KulturellEntspannend
  • Angkor Wat und die Tempelstätten in Siem Reap
  • Nachtfahrt im Sleeper Bus durch Kambodscha
  • Night Market in Siem Reap
  • Hotel mit Pool in Phnom Penh
  • Besuch von vier Food-Bank-Familien
KulturGeschichteTransitEssen
  • 5 Dollar für die Frau auf dem Markt5 $
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