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Zuletzt in Indonesien

Kindergarten&College Projekt

Veröffentlicht: 15.05.2025

Taxi
Kindergarten → College
Hanoi, Vietnam
Unterkunft
Unterkunft in Hanoi
Hanoi
Essen
Mittagessen unterwegs
$ · Mittagessen
Essen
Abendessen unterwegs
$ · Abendessen
Tour
Water Puppet Show
Show
Sehenswert
Kindergarten in Hanoi
Hanoi, Vietnam
Sehenswert
College in Hanoi
Hanoi, Vietnam
Hallo Ihr Lieben,
Einige Tage sind vergangen, seitdem ich am Wochenende in Ninh Binh war. Inzwischen habe ich mein Volunteer Projekt schon angefangen und gleichzeitig beendet, denn ich hatte leider nur vier Tage mit den Kids.
Das liegt daran, dass ich bereits nächsten Montag weiter fliege und am Freitag keine freiwilligen Arbeit stattfindet.
D.h., dass ich nur von Montag bis Donnerstag im Projekt war. Letzte Woche habe ich ja schon bereits meine Einführung bekommen und mein typischer Tag sah so aus, dass ich um 8:30 Uhr mit meinen Freunden, die das gleiche Projekt machen, zu dem Kindergarten gefahren bin. Eigentlich nimmt man einen Bus, tatsächlich ist es aber viel schneller und günstiger, einen GRAB, das vietnamesische UBER zu bestellen- ein Taxi sozusagen. 
Am Vormittag war ich immer 2 Stunden in der Vorschulklasse. Dort sind die Kinder 5-6 Jahre alt und unsere Aufgabe war es, Ihnen wichtige Grundbegriffe im englischen beizubringen. Unser Thema diese Woche war essen, am Montag haben wir mit sechs Begriffen gestartet und diese dann in den nächsten Tagen gestaffelt. Es war wirklich toll, denn die Kids hatten total viel Lust zu lernen und wir sind viel schneller vorangekommen, als wir dachten. 

Heute, am letzten Tag, konnten die Kinder schon ganze Sätze im englischen sagen, das konnten sie davor noch nicht. 

„I like chicken and rice” zum Beispiel:)


Der Kindergarten liegt in Mitten von Hanoi und was direkt auffällt, ist der unglaubliche Platzmangel dort.

In einem Raum, der etwa so groß ist wie ein übliches Schlafzimmer, sind die Kinder den ganzen Tag. Von morgens 7:00 Uhr bis typischerweise 16:00 Uhr, hat mir die Koordinatoren erklärt. Vietnam weist eine sehr strenge Arbeitsgesellschaft auf, in der es nicht üblich ist, nur Teilzeit oder sogar gar nicht arbeiten zu gehen. Oft liegt das natürlich auch daran, dass sich die Familien das nicht leisten könnten.


Den Kindern geht es aber soweit gut, sie verbringen den ganzen Tag in diesem kleinen Raum mit einer kleinen Toiletten und dort wird alles gemacht- gespielt, gelernt, geschlafen, gegessen und sehr viel Chaos gemacht.


Ich habe die Kinder als sehr freundlich und höflich empfunden, sie haben sich immer bedankt und uns total lieb begrüßt und verabschiedet. Aber das ist das generelle Umgangsklima hier. Die Menschen sind unglaublich respektvoll und einladend.


Mittags haben wir uns dann immer etwas leckeres zum Essen ausgesucht, es ist wirklich unglaublich, wie günstig das Essen hier ist. Wir hatten pro Tag circa 1,50 € von der Organisation gestellt bekommen, um uns unterwegs etwas zu kaufen. Das klingt jetzt erst mal sehr wenig, man kommt tatsächlich aber gut aus. Ein typisches Ban Mi- ein sehr leckeres belegtes Sandwich oder eine Phô Suppe mit Getränk kann man sich von dem Geld easy kaufen.


Danach bin ich immer zurück zur Unterkunft und dann mit einer anderen Gruppe in ein College gegangen, um auch dirt Englisch zu unterrichten. Diese Schüler waren natürlich schon älter, wir hatten verschiedene Klassen, da ging die Altersklasse von 16 bis teilweise 21. Oft müssen Schüler die Klassen wiederholen und das generelle Englisch Niveau war wirklich schlecht.


Hier haben wir vor allem viele Spiele gespielt, um mit den Schülern ins Gespräch zu kommen. Auch diese Schüler waren sehr höflich und sehr interessiert, das erste, was man meistens gefragt wurde, war, ob man einen Freund hat oder nicht:)


Manchmal war der Nachmittags Unterricht aber auch etwas zäh, da die Sprachbarriere einfach zu groß war. Oft können sich die Schüler nur minimal vorstellen und da ist es natürlich sehr schwierig, Themen, wie Hobbys, Lieblingsessen oder Ähnliches zu bereden.


Danach waren wir alle immer ganz schön platt und haben meistens einen kurzen Nachmittags Schlaf gemacht. Auch das ist sehr gängig hier, fast wie in Spanien mit der mittags siesta. Üblicherweise schläft man einfach auf dem Boden auf einer kleinen Bambusmatte ohne Kissen.

Die Vietnamesen schwören darauf, dass es viel besser für den Rücken und für die allgemeine Gesundheit sei.


Abends waren wir manchmal noch unterwegs und haben uns etwas leckeres zum Abendessen gekauft. (wie gesagt, das Essen ist so günstig, das muss man einfach ausnutzen) oder wir haben den Abend mit Kartenspielen verbracht.

Einmal waren wir auch abends in der Water Puppet Show, die ist sehr bekannt hier in Vietnam.



Ich habe das Gefühl, dass das Bildungssystem in Vietnam noch sehr sehr ausbaufähig ist und wie auch schon in Costa Rica und Ecuador muss ich einfach sagen, Bildung ist der Schlüssel zu allem. Wir können uns so glücklich schätzen, dass wir in Deutschland eine kostenlose und qualitativ hochwertige Bildung bekommen, denn das öffnet uns die Türen für unsere Zukunft. Die Schulen hier in Vietnam und auch der Kindergarten sind im Vergleich zum Einkommen oft so teuer, dass viele Familien die Kinder nur bis zur zehnten Klasse in die Schule schicken, um sie dann im eigenen Betrieb, wie dem eigenen Laden Oder dem kleinen Einzelhandel einzubinden.


Es ist gängig, dass man im Restaurant von achtjährigen kleinen Jungs bedient wird, die schon früh anfangen, mit anzupacken. 

Am Wochenende habe ich einem Jungen heimlich 20.000 Dong in die Hand gedrückt, als Dankeschön, dass er uns bedient hat und er hat einfach angefangen zu weinen. Das war schon echt ein intensiver Moment, schließlich sind für mich 20.000 Dong nicht mal ein Euro und für ihn ist das echt ganz schön viel Geld.


Ich habe mich mal umgehört und der durchschnittliche Stundenlohn hier in Vietnam liegt bei circa 25.000-30.000 dong. Das sind ungefähr 1 bis 1,20 €. Das ist schon echt ein surreales Verhältnis zu uns in Deutschland.



Immer wieder komme ich zu dem Punkt, an dem ich so tiefst dankbar bin, wie privilegiert und wohl behütet ich aufgewachsen bin.

Den Menschen geht es hier nicht schlecht, sie werden nur niemals die gleichen Chancen im Leben bekommen, wie ich sie habe.


So, genug jetzt von den tiefen Gedanken, ich hab mich schweren Herzens von den Kids verabschiedet, weil uns ein aufregendes Wochenende in Ha Long Bay bevorsteht. Davon habe ich vielen von euch schon erzählt, es handelt sich um die Küstenregion, die für ihre schöne Landschaft und den Felsen im Wasser bekannt ist.


Ich melde mich wieder und hoffe, dass ihr alle gut ins Wochenende startet! 


Fühlt euch dolle gedrückt,

Liebe Grüße 



Eure Paula 

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
4 Tage
Budget
2 € pro Tag
Begleitung
Mit Freunden
KulturellKulinarisch
  • Volunteer-Projekt in Hanoi mit Kindergarten und College
  • Unterricht mit Kindern und älteren Schülern
  • günstiges Essen unterwegs
  • Water Puppet Show am Abend
StadtKulturEssenTransit
  • Tagesbudget für Essen unterwegs2 €
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