Meilensteine
Tag #10 Sonntag, 10.05. Von Lichtenow bis Stańsk Tiergeräusche haben uns noch durch die Nacht begleitet, am Morgen wachen wir ausgeruht im Sonnenschein auf. Erst noch ein bi

Veröffentlicht: 12.05.2026















Tag #11
Montag, 11.05.2026
Von Stańsk bis Dormowo
Am Morgen liegt über allem ein Grüner Film.
Als würden wir im Walde stehen. Hallo Pollenflug.
Mit Allergien haben wir glücklicherweise keine Probleme, ansonsten könnte es schwierig werden, sich unauffällig zu verhalten.
Die Aussicht auf Regen treibt uns ein wenig an.
Kurz nach der Abfahrt entscheiden wir doch noch, in die Regenklamotten zu wechseln.
Erste Station: Supermarkt.
Bei der gebotenen Auswahl bekommen wir zumindest schon mal Wasser.
Also Zweite Station: Supermarkt.
Vorräte auffüllen.
Einkaufen dauert. Und dauert. Und dauert.
Jedes mal umfüllen, umpacken, einpacken und noch was essen, um die Speicher zu füllen.
Der eigentliche Einkauf kommt da erst noch. Dave meistert die Herausforderungen der fremden Sprache.
Irgendwann ist alles erledigt. 2 Stunden und ganze 10 km gemacht. Das kann ja was geben.
Es hat kurzzeitig geregnet, wir wagen es Kleidung abzulegen.
In den Dörfern, die uns noch sehr an die Orte in Deutschland erinnern, bleibt uns das Kopfsteinpflaster erhalten.
Mindestens Kategorie 4!!!
Aufgrund mangelnder Radwege fahren wir ansonsten bei mäßigem Verkehr auf der Straße, die uns durch viele Wälder führt.
Schön geschwungen schmiegen sich die Wege in die Landschaft und das fahren macht Spaß.
Und hatten wir schon in der Heimat Schwierigkeiten die Namen der zu durchfahrenden Ort zu behalten, müssen wir es nun komplett aufgeben. Zu viele czcsw's ... damit sind wir völlig überfordert.
Während wir durch wunderschöne Felder radeln, den Wind überwiegend im Rücken, kommt die Erkenntnis richtig richtig auf Reise zu sein.
Das neue Land, die fremde Sprache, so weit im Osten, wie nie zuvor.
Fern von Frau, Familie und Freunden.
Da kommen zwiespältige Gefühle auf.
Gemischte Gefühle beschert uns auch das Wetter.
Nachdem am Nachmittag nochmal so viel Sonne aufkam, dass wir sogar noch das Solarpanel auf die Gepäckrolle geschnallt haben, zieht sich der Himmel immer bedrohlicher zu und der Wind wird stärker.
Schnell beenden wir unsere Pause.
Noch im Zwiespalt, ob wir die Regenklamotten anziehen sollen.
Nein, wir sind hoffnungsvoll.
Und stehen zehn Minuten später unter Eichen im Platzregen und korrigieren unsere Naivität.
Im nächsten Ort wird nochmal Wasser getankt.
Der Himmel klärt auf, Regenklamotten aus.
Während Dave einkaufen ist ... fängt es wieder an zu regnen.
One of those days. Wie man sich auch entscheidet, es kommt immer anders und war die falsche Entscheidung.
Zum Glück war es der letzte Regen des Tages und nach einer fiesen und nassen Sandstraße, die uns noch einiges abverlangt (wir müssen schieben!!!) und vor allem nach kilometerlanger Baustelle aussieht, auch wenn überraschend rege befahren, finden wir unseren Spot für die Nacht.
Abendessen, Lager aufbauen und ab in die Kojen, der Wind rauscht in den Bäumen. Da ist einem der Glampingplatz "um die Ecke" herzlich egal.
Song des Tages:
Raised by Owls - Break Stuff
