Berlin! Berlin!
Tag #9 Samstag, 09.05. Von Beelitz bis Lichtenow Da sind wir doch die frühen Würmer, die noch vor den Vögeln wach sind. Okay ein Autofahrer sieht etwas verdutzt aus, als er

Veröffentlicht: 11.05.2026


















Tag #10
Sonntag, 10.05.
Von Lichtenow bis Stańsk
Tiergeräusche haben uns noch durch die Nacht begleitet, am Morgen wachen wir ausgeruht im Sonnenschein auf.
Erst noch ein bisschen Dösen, doch die Straße ruft und so bahnen wir uns um kurz nach 10:00 einen Weg zur Straße.
Und stellen fest, dass es außerhalb des Waldes in der Sonne super warm ist. Also erstmal wieder anhalten, ne Schicht Klamotten ablegen, neu sortieren und weiter geht's.
Bei den Bäckereien haben wir Pech und kommen eine Viertelstunde zu spät.
Zum Glück sind die Taschen ausreichend mit Zeug gefüllt, dass wir den Tag auch so überstehen werden.
Nur das Wasser neigt sich dem Ende entgegen.
Die Landschaft ist abwechslungsreich und präsentiert sich uns vielfältig.
Die märkische Schweiz bringt uns nochmal ordentlich zum schwitzen.
Abgesehen von den paar Höhenmetern bleibt es flach und wir kommen mit ordentlich Tempo voran.
Die bekannte Mischung aus Landstraßen, Waldwegen, Dörfern begleitet uns. Und immer wieder schön.
Erst bei der Mittagspause im Grünen bemerken wir, mit welcher Kraft die Sonne auf uns herab scheint, weshalb wir die Zeit nutzen uns einzucremen. Zu essen haben wir nur noch die kargen Reste vom Vortag.
Zum Fahren immer so einpacken, dass man beim stehen das Gefühl hat, es ist zu warm.
Zumindest ist das meine Devise, Dave ist bereits seit heute Morgen im Shirt unterwegs.
An einer Tankstelle entlang der Strecke versorgen wir uns mit Wasser und kommen dann im flachen Gelände gut voran.
Entlang der Oder, wir können Polen bereits sehen, passieren wir zufällig eine Stelle, an der ich bei einer früheren Tour schon mal mein Nachtlager aufgebaut habe.
Erinnerungen an eine vergangene Reise kommen hoch ...
Doch die Sonne scheint noch auf uns herab und weiter geht's über den Deich.
Kurz vor der Grenze zu Polen knacken wir noch unsere ganz persönliche Grenze: 1000km
Das wird uns allerdings erst im Lager bewusst.
Zu groß ist die Vorfreude auf das Nachbarland.
Uns begegnet ein ausgedehntes und flaches Land. Und wie dann die Straßen gebaut sind, wissen wir ja bereits.
Ungewohnt ist für uns der Anblick eines Waschbären, der vor uns auf die Straße huscht, uns begutachtet und wieder verschwindet.
Viele Autofahrer nehmen auf der Landstraße Rücksicht, doch manche überholen uns so schnell und knapp, dass wir froh sind nach einigen Kilometern auf eine Nebenstraße abbiegen zu können.
Diese führt durch ein großes Waldgebiet und so finden wir schon bald einen Platz für die Nacht.
Ist das schön, sich nach dem geschafften Tag in die Hängematte zu werfen, leicht zu schaukeln, den Geräuschen des Waldes zu lauschen. Schwer da wach zu bleiben. Dabei will ich wirklich nur kurz Probe liegen.
Beim Abendessen recherchiert Dave, woher das Bellen aus dem Wald kommt, das uns allabendlich begleitet, und wir erfahren, Rehe klingen wie Hunde.
Dann wird's Zeit fürs Bett, wir haben ein ambitioniertes Ziel und sollten ausgeruht sein.
Übermorgen wollen wir in Poznan sein.
Wir werden sehen.
Song des Tages:
Jason Bartsch - Son of Anarchy
