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Sand im Getriebe

Veröffentlicht: 13.05.2026

Radtour
Dormowo → Poznań
Polen
Unterkunft
Appartement in der Innenstadt von Poznań
Ferienwohnung · Poznań
Essen
unbekanntes Restaurant in der Innenstadt von Poznań
$ · Abendessen

Tag #12

Dienstag, 12.05.

Von Dormowo bis Poznań

Ui, die Nacht war kalt. Der Schlafsack hat das glücklicherweise souverän gemeistert.

Wir starten ausgeruht, doch auch der Morgen sorgt dafür, dass wir uns warm anziehen.

Um unser ambitioniertes Ziel zu erreichen heute Abend in Poznań zu sein, starten wir einigermaßen zügig.

Es ist immer noch Urlaub, sagten sie. Und fuhren los. Oder so.

Der Tag beginnt, wie der gestrige endete, wir versinken im Sand und werden zu Fußgängern.

Doch auch das ist bald geschafft und über Nebenstraßen mit vielen Schlaglöchern und gut ausgebaute Landstraßen, auf denen es als Ausgleich viele Autos gibt, radeln wir uns warm. Oder versuchen es zumindest.

Die Hoffnung am Supermarkt eine Schicht Kleidung ablegen zu können, wird trotz Sonnenscheins verworfen.

Stattdessen geht es gestärkt und beladen weiter Richtung Osten.

Der Wind ist mit uns und gibt zusätzlichen Schub für Tag 12.

Die Mittagspause verbringen wir an einem wunderschönen See unter Bäumen und der Blick gleitet über ein altes Ruderboot hinweg, durch das Schilf auf die Weite des Wassers und die dahinterliegenden Wälder. Das ist Glück.

Gleiten würden wir auch gern, stattdessen ist noch eine extreme Steigung mit bis zu 15% angesagt.

Schön, wenn es schon bergauf geht, dann doch bitte auch weiter über Sandwege.

Dann ist es nach tausenden Kilometern soweit, ich habe meinen ersten Umfall.

Nach Kilometern durchwühlen des Weges bin ich unachtsam, mache einen blöden Schlenker, bin dummerweise noch in den Pedalen eingeklickt ... und lande bei geringer Geschwindigkeit wenigstens noch recht weich im Sand.

Kurzer Check up, Sattel richten und mit der Zahnbürste den Antrieb säubern.

Ja, wir haben mehrere dabei.

Wird dringend Zeit für einen Pausentag.

Abwechslungsreich bleibt's auf allen Ebenen. Wunderschöne Landschaft bei Wegen zum drin versinken, Grüße an die Couch, und Landstraßen von gemischter Qualität mit Autos und LKWs, die einem das Herz höher schlagen lassen. Teilweise sind wir versucht sie zu streicheln, so zutraulich sind manche Exemplare.

Dank unserer Spiegel können wir uns auf die meisten Situationen einstellen und es gibt keine Überraschungen.

Und trotz aller Strapazen bleibt es dabei, die Aussicht auf das Land und die Schönheit der Seen ist es allemal wert und wir sind glücklich bei den gebotenen Ausblicken.

Unerwartet ist, wie schweigsam und introvertiert wir die Menschen erleben. Manche würden es vielleicht als abweisend beschreiben.

Sehr spärlich gibt es mal eine Reaktion, wenn man grüßt.

Immerhin die Hunde reagieren lautstark auf uns.

Ob es an der ländlichen Gegend liegt?

Vielleicht werden wir es noch herausfinden.

Auch überraschend für uns ist der Anblick eines SUVs mit Anhänger, dessen Größe sich noch eignen würde Gartenabfälle zu entsorgen.

In dem Fall ist er vollgestopft mit Schafen.

Es ist eben alles was anders.

Wir radeln immer weiter und weiter. Und weiter.

Ist der Blick auf den Tacho mit den verbleibenden Kilometern bis Poznań zunächst noch deprimierend, ändert sich das zunehmend.

Die Kilometer - und Höhenmeter! - schwinden langsam und stetig.

Gegen Nachmittag sind wir zuversichtlich die gesamte Strecke zu schaffen und buchen uns ein Appartement in der Innenstadt.

Nachdem wir die Herausforderung des Türsystems gemeistert haben sind bald darauf alle Sachen nach oben getragen.

Als neue Menschen, also frisch geduscht, machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um noch ein Abendessen zu ergattern. Es ist inzwischen immerhin nach 22:00, doch wir haben Glück.

Also, davon sind wir ausgegangen, das Internet hat uns entsprechende Versprechungen gemacht.

Nach einer ordentlichen Portion Piroggen geht's gemütlich zurück in die Unterkunft und es bleibt nur noch in's Bett zu fallen.

Song des Tages:

Terror - One more enemy

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Frühling
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Sandwege und Schlaglöcher
  • Mittagspause an einem wunderschönen See unter Bäumen
  • erster Sturz im Sand
  • Ankunft in Poznań und Abendessen mit Piroggen
SchlafsackZahnbürste für den AntriebSpiegel
NaturEssenRoadtripAbenteuer
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