Hoch oben in den Bergen: der Nebelwald von Monteverde
Obwohl La Fortuna ein touristischer Hotspot ist, war es überraschend schwierig, von dort aus gute Verbindungen für die Weiterreise zu finden. Es schien, als führten alle häufig...


Veröffentlicht: 11.11.2025
Für alle, die dieses Erlebnis ebenso lieben wie ich
Mit mühsamer Langsamkeit quält sich der alte, rostige Bus die Serpentinen hinauf. Aus dem Radio scheppert Latino Pop, doch immer wieder reißt der Empfang ab, und übrig bleibt nur das Aufheulen des Motors vor der nächsten Steigung. Das Interieur klappert bei jedem Meter, die Straße ist längst nicht durchgehend asphaltiert. Teilweise holpern wir mit 15 km/h über Schotterpisten, die eher aus Schlaglöchern als aus ebener Fläche bestehen.
Draußen regnet es, seit dem frühen Morgen schon. Alles meine Sachen sind klamm. Zum Glück sind es angenehme zwanzig Grad, auch wenn die Einheimischen immer wieder kopfschüttelnd sagen: „Es mucho frío hoy.“ Der linke der beiden Scheibenwischer verrichtet seinen Dienst nur widerwillig, bewegt sich träge und bleibt gelegentlich ganz stehen.
Die vordere Tür hingegen steht die ganze Fahrt über halb offen, als würde sie die nächsten Fahrgäste schon erwarten. Den Fahrer bringt das alles nicht aus der Ruhe – und mich auch nicht. Ich sitze im Trockenen, der Bus rollt, und draußen zieht das satte Grün der Berge an mir vorbei.
Die meisten Mitreisenden sind Frauen und Kinder aus den umliegenden Dörfern. Für die 37 Kilometer von Santa Elena nach Tilarán braucht der Bus zwei Stunden. Die Fahrt kostet umgerechnet 2,80 Euro. Und als ich schließlich in Tilarán ankomme, bricht die Sonne durch die Wolken.
