O wie schön ist Panama
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La Selva Negra - eine ökologisch geführte Kaffeefarm

Veröffentlicht: 28.11.2025

Gestern habe ich mich mit den vier Reisenden zusammengeschlossen, die ich auf der Canyon-Tour kennengelernt hatte, um eine Kaffeefinca zu besuchen. Solche Plantagen sind ohne gebuchte Tour und Shuttle nur schwer erreichbar, da sie in der Regel nicht an das öffentliche Busnetz angebunden sind. Was zunächst als reine Zweckgemeinschaft zur Kostenersparnis begann, entwickelte sich zu einem wunderschönen Tag, den wir gemeinsam verbrachten.

Wir mieteten zu fünft ein Auto für einen Tag (Kosten pro Person: 11 US$) und machten uns auf den Weg zur Kaffeefarm Selva Negra. Die Farm wird von einer deutschen Auswandererfamilie in zweiter Generation betrieben und hat sich ganz der Nachhaltigkeit und dem Ökotourismus verschrieben. Zwar bildet der Anbau und Export von Kaffeebohnen weiterhin den wirtschaftlichen Schwerpunkt, doch inzwischen gibt es auch ein Tourismusresort mit Privatzimmern, einem Restaurant, Farmführungen und mehreren Wanderwegen.

Rund 250 Arbeitskräfte leben dauerhaft auf der Farm; während der Kaffeeernte sind es deutlich mehr. Für die fest angestellten Landarbeiter gibt es kleine Unterkünfte mit Gärten, einen kleinen Laden sowie eine Schule mit Nachmittagsbetreuung für die Kinder.

Auf der Farm werden keine Pestizide eingesetzt, stattdessen kommen ausschließlich ökologische Düngungs- und Pflanzenschutzmethoden zum Einsatz. Das im Restaurant angebotene Fleisch stammt aus eigener Haltung und Schlachtung, und es gibt einen umfangreichen Gemüseanbau. Der Kaffeeanbau sowie die Ernte und Weiterverarbeitung unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Wir erhielten Einblicke in nahezu alle Produktionsschritte, ein spannendes und zudem lehrreiches Erlebnis.

Antworten (3)

Günter
Schmeckt der Kaffee dort anders?

Susanne
Superspannend, liebe Esther. Und ich freu mich, dass du da nette Menschen im Ressort getroffen hast. An und zu ist es ja auch schön, solche außergewöhnlichen Eindrücke zu teilen. Weiterhin eine gute Zeit für dich!

Ja, der Kaffee schmeckt schon anders. Das liegt an der Röstung. Der Kaffee, der nach Deutschland exportiert wird, wird vorm Rösten exportiert, denn die Röstaromen verflüchtigen sich mit der Zeit und das würde einen Qualitätsverlust bedeuten.

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