Endlose Strände in Koh Rong ...
Vorgestern war dann nachmittags und abends noch weitgehend geprägt durch Strand, schwimmen, meine Bäckerblässe etwas beseitigen - immer achtsam, dass ich mir nicht den üblichen...


Veröffentlicht: 19.02.2025






















Die übrige Zeit in Kong Rong verbrachte ich dann mit sehr viel Beachflair, Sonnenanbeten und Wasservergnügen sowie dem abendlich dekadenten Genuss der Speisen und Getränke rund um den Strand. Fast erwartend habe ich mir dann auch noch einen schönen Sonnenbrand geholt, trotz sonnenschützenden Vorkehrungen und eigentlichem Schattendasein, aber die schutzlosen Beobachtungen Unterwasser und der leichte Wind am Strand haben Bruder Leichtfuß wieder diesbzgl. letztendlich siegen lassen ...
9.00 Uhr hatte ich für meinen heutigen Abfahrtstag meine Fähre gebucht nach Sihanoukville und 11.30 Uhr sollte dann der Bus nach Kampot von dort starten... Nachdem in meiner Unterkunft in Koh Rong pünktlich 8.40 Uhr wieder Stromausfall war, war das für mich das endgültige Zeichen jetzt auszuchecken, sodass ich pünktlich 8.45 Uhr am Hafen war ... Naja, hier nun das übliche Prozedere ... die Abfahrtszeiten sind eher Empfehlungen und so stand ich - allerdings nicht allein - noch 9.45 Uhr mit meinem Reiserucksack auf den sonnenbrennenden Schultern - mehr oder weniger - geduldig wartend auf die Schnellbootfähre, die dann aber 9.50 Uhr doch noch eintraf. Da merkte ich dann, dass - trotz urlaublicher Grundentspannung - bei mir die deutschen Wurzeln irgendwie durchkommen und ich unerwartete ungeplante Wartezeiten, doch nicht so prickelnd finde ... aber es war ja alles noch in meinem Zeitlimit ... Die 45-minütige Überfahrt mit dem Schnellboot war für Leute, die leicht Magenprobleme bekommen bei springen und schaukeln des Bootes, eher nix, aber das ist ja bei mir eher entspannt und so guckte ich mir neben der verbeirauschenden Wasserlandschaft die blasser werdenden Gesichter einiger Mitreisender an... In Sihanoukville angekommen fand ich schnell meine Van-Haltestelle, hatte noch Zeit etwas zum Brunch zu essen, und dann musste ich schauen, dass ich überhaupt noch einen Sitzplatz in dem gebuchten Bus bekomme. Die Einweiserin, bei der ich zunächst dachte, dass sie die maximal 10-jährige Tochter des Reisunternehmers ist, war etwas mit der Situation überfordert und wohl auch überbucht ... So drängelte ich mich dann aber doch noch irgendwie in das Gefährt und nahm auf dem Sitzplatz über dem Radkasten Platz. Dies hieß also Beine einziehen für die nächsten gut 3,5 Stunden Fahrt... Dann ging das Geruckel los ... Eigentlich hatte ich geschaut, die Fahrt sollte im Wesentlichen über zwei große Highway-Verbindungsstraßen gehen. Das war auch so. Allerdings war der erste Streckenabschnitt - über ca. 2 Stunden Fahrt - eigentlich nur bestehend aus ruckelndem Staub- und Splitt-Gemisch mit unglaublich vielen Schlaglöchern und Spurrillen ... Alles ruckelte und sprang also; mehrfach hüpfte ich mit dem Kopf an die Decke des Busses und war immer wieder erstaunt wie die Federn des Busses dies mitmachten und auch wie der Fahrer auf dem Geläuf überhaupt etwas in den Staubwolken erkannte ... Irgendwann erreichten wir aber dann doch eine gewisse Asphaltdecke des Highways, was den Reisecomfort für die letzten 1,5 Stunden dann doch steigerte ... dann kamen wir aber - mit einem erträglichen Zeitfenster der Verspätung in Kampot an. 20 Minuten Fußweg zu meiner Unterkunft zeigte mir Google-Maps an. Das nutze ich ja dann gern für das erste Kennenlernen der neuen Umgebung ... Ich schlenderte also wieder´mal los ... und stellte fest, dass Kampot echt eine schöne Kleinstadt mit großartigem Flair ist ... Überall kam ich schon einmal an tollen Gebäuden im französischen Kolonialstil vorbei und an freundlich grüßenden Einheimischen ... Beim Checkin stellte ich dann fest, dass der Inhaber der Location, Andi, ein ursprünglicher Düsseldorfer ist, der schon seit knapp 28 Jahren in Thailand und Kambodscha sein neues zu Hause gefunden hatte ... Aus dem Willkommensdrink an der Bar wurden dann mehrere und wir kamen ins Quatschen; zu uns gesellte sich Gerhard, ein Bayer aus Leipzig, und so vergingen 1,5 Stunden bis mein Reisrucksack auf dem Zimmer landete und ich unter der Dusche stand ... Dann ging es noch einmal meine neue Gegend etwas zu Fuß zu inspizieren und ich spazierte noch etwas durch Kampot und fand weitere schöne Ecken, insbesondere beim Flanieren über die Promenade des Preak Tuek Chhu oder auch auf dem Night Market ... Irgendwann kam dann auch der abendliche Hunger und ich ließ mich in einem leckeren Innenstadtlokal nieder ... Vollgefuttert nahm ich dann wieder den 20-minütigen Verdauungsspaziergang zurück zu meiner Herberge auf mich und entschied mich gegen das Tuk-Tuk, gesäumt wurde die Runde von gelegentlicher Gesellschaft der Straßenhunde ... Als ich zurückkam, saß Gerhard wieder an der Bar mit Andi, meinem Herbergsvater. Ich gesellte mich dazu ... und gewann dann viele neue Erkenntnisse und Weltsichten über die unterschiedlichsten Dinge des Mikro- und Makrokosmos ... Als sich dann einige Geschichten gegen Mitternacht langsam - mindestens - zu wiederholen begannen, zog ich mich in meine Gemächer zurück ... denn morgen sollte es ja auf die 8-stündige Tour rund um Kampot und Kep gehen ...
