Semana 5
Das ist wohl die längste Woche und der längste Eintrag bisher, viel Spaß beim Lesen!

Veröffentlicht: 14.09.2025
Guten Abend und liebe Grüße nach Griechenlandiii! Ich hoffe, ihr seid gut angekommen und genießt euren ersten Tag. Liebe Grüße auch an Grit und Christiane! Weil es für mich und mein Blogger-Alter-Ego morgen auch in den Urlaub geht, kommt hier schonmal mein Wochenrückblick.
So viel ist auch gar nicht passiert. Denn letzte Woche hab ich mich wohl wirklich bisschen übernommen und diese ganzen Sturmfluten an Regen haben der Gesundheit auch nicht gerade gut getan.
Montag beginnt Semana Cinco (Woche 5) an der Uni. Das bedeutet Prüfungsphase, weil der erste von drei Blöcken in diesem Semester sich gen Ende neigt. Für mich stehen einige Abgaben und drei Präsentationen an, es wird stressig.
Außerdem werde ich diese Woche keinen Zucker essen (Obst ist aber ok), was bedeutet, ich muss viel kochen und Meal preppen, weil sonst der Heißhunger in der Uni einsetzt. Ich brauche einfach mal wieder bisschen Routine in dem, was ich esse.
Statt zu meinem Unikurs darf ich in der ersten Stunde am Montag erstmal zu einem Vortrag des ehemaligen Botschafters Kolumbiens in den USA, Andrés Rugeles, gehen. Er hat auch schon in Harvard, Oxford und Cambridge und in London gelehrt. Ist ganz interessant, ich muss sogar auch reden!
Aber er sagt, junge Menschen seien in einer Regierung fehl am Platz, weil ihnen die Erfahrung fehle. Hmm, dafür, dass du unzufrieden mit dem aktuellen Zustand der Welt bist, hast du aber ganz schön viel gegen Veränderung. Schonmal drüber nachgedacht, dass die „Erfahrung“ alter weißer Männer in ner Regierung vielleicht gar nicht genau das ist, was die Welt gerade braucht?
Egal, danach hab ich noch Volleyball, aber bin ziemlich fertig. So gehts auch später in der Uni weiter. Abends bereite ich einen Vortrag über eine mexikanisch/dominikanische Trans-Aktivistin in Ecofeminismo vor. Ich geh so früh wie möglich ins Bett und schlafe 11 Stunden.
Aber am nächsten Morgen wache ich mit Kopfschmerz, Übelkeit, Halsschmerzen und 37.6° auf. Ich bin den Tag über ziemlich krank, schleppe mich aber immerhin zu zwei Stunden Uni, in denen jeweils was zu Benotendes drankommt. Dazwischen schlafe ich ne Stunde. Heute hat Xaver Geburtstag, aber ich bin zu müde, um mit essen zu kommen, leider. Stattdessen schlafe ich wieder 11 Stunden die Nacht.
Am nächsten Tag ist zum Glück mal Uni online. Ich schlaf wieder den ganzen Tag, und hole sonst ein bisschen Uni nach und male was für meine traurigen Wände. Abends fühl ich mich schon definitiv besser, gehe mir Sushi, und spontan auch Schuhe und nen Rock kaufen. Ich will mir was Gutes tun.
Donnerstag früh ist die nächste Präsentation in Geschichte, wir sprechen über die Unabhängigkeit der USA. Die Lehrerin lobt das Spanisch von uns Internationals (wir sind drei im Kurs), das freut mich. Danach gehe ich statt zu Volleyball direkt nochmal ins Bett. Ich telefoniere auch mal wieder mit Jakob, der mittlerweile in Porto angekommen ist. Ich glaub, ihm gehts ganz gut. Später fährt mich Alan netterweise in die Stadt, wo ich ein Paket von Florian abhole, das falsch geschickt wurde und sonst zurück nach Deutschland ginge. Mein erstes Geburtstagspaket ist da - ich freu mich ein bisschen. Abends ist noch ein Kurs und ich geh mit Mar einen Kaffee/Tee trinken. Die fliegt nämlich leider nicht mit uns in den Urlaub, sondern reist parallel nach Spanien für die Europameisterschaft im Flag-Football. Sie wird aber perfekt am 29. morgens wieder hier sein, yay!
Dann arbeite ich noch ne ganze Weile am letzten Projekt, diesmal für Global Challenges. Wir müssen nämlich eine Social Media Campaign mit Video zum Thema Klimamigration in Afrika gestalten.
Freitag gehts mir schon wieder so gut, dass ich zum Tanzen gehen kann. Heute üben wir Hebefiguren, womit ich mich super unwohl fühle. Ich weiß nicht genau, warum, aber ich bin die einzige im Kurs, die Angst hat, hochgehoben zu werden. Bei einem Versuch gebe ich Alan sogar aus Versehen einen Kinnhaken, oh man. Aber irgendwann klappt es einigermaßen, ich hab nur echt Probleme damit, mich hochheben zu lassen. Daran muss ich wohl arbeiten.
Danach haben wir die Präsentation unseres Videos und der Kampagne, was super läuft. Ich kriege auch in der Stunde noch die Endnote für diesen Blockkurs, der jetzt nach einem Zyklus schon endet, eine 94.75! Ziemlich gut, zählt nur für die deutsche Uni nicht, also auch bisschen egal. Immerhin habe ich diese grausam schlimme Kack-Lehrerin nicht mehr, die ging echt so überhaupt nicht.
Abends ist noch ein Football-Spiel. Ich gehe wieder mit Isaac, Emilio und Paula und dem einen Kumpel vom Wochenende und Lydia. Ganz nett und wir führen, bis das Wetter kippt und die Welt untergeht. Wir werden in 5min so nass, das wir richtig in Wasser stehen.
Wir fahren zu mir nach hause, um alle ein bisschen zu trocknen. Da spielen wir noch ne Weile Cambio (natürlich :) ). Außerdem hab ich mit den Jungs super leckere und intensiv schmeckende Brownies gemacht, wovon ich ein Mini-Stück probiere. Als die anderen gehen, lege ich mich nur auf die Couch und höre Musik. Endlich mal bisschen Ruhe.
Am Samstagmorgen treffe ich mich mit Paula und Mar auf dem Samstagsmarkt. Ich esse am Wochenende wieder Zucker, weshalb ich mir ein selbstgemachtes Eis, Mini-Pancakes und nen Obstsalat hole. Klasse Frühstück!
Dann gehen wir zu mir und ziehen uns um, weil es so warm ist heute und die Sonne scheint. Wir setzen uns auf dem Sportcampus ins Grüne auf ne Bank und malen heute. Später kommt auch Laila dazu, die ich so nochmal sehen kann, bevor ich weg bin und danach leider sie. Mal schauen, ob sie nochmal wieder nach Mexiko-Stadt kommt :(
Und abends gehe ich mit einem Football-Spieler, Gabriel, einen Crêpe essen. Eine Freundin aus dem Unterricht hat uns miteinander vernetzt, ich war bisschen unsicher mit diesem Set-Up. Aber der Abend ist nett und Gabriel auch sehr; ein bisschen zurückhaltend aber das kann ja was Gutes sein. Hoffentlich sehen wir uns nach der Tec-Woche wieder. Die „Tec-Woche“ vor dem neuen Zyklus ist für uns Internationals frei, alle anderen haben da ne Vertiefung und müssen deshalb in die Uni.
Und jetzt packe ich und mache noch Uni-Abgaben fertig. Morgen, Sonntag, 18 Uhr fliegen wir nach Baja California. Da bleiben wir bis nächsten Sonntag zu neunt in unserer Gruppe und machen einen Rundtrip. Ich freu mich sooo sehr auf Sonne und Strand und Schnorcheln, ich hatte ja dieses Jahr gar keinen Sommerurlaub und fühl mich (besonders nach der letzten Woche) ein bisschen ausgebrannt. Immerhin sind alle wieder relativ gesund, denn unsere Krankheit hat echt die Runde durch die gesamte Freundesgruppe gemacht!
Naja, das wars mit der weniger aktiven, dafür Uni-orientierten Woche. Ich wünsche uns allen jetzt erholsame Ferien. Sagapao parapoli!
