Sayulita und Puerto Vallarta… Vorweihnachtszeit
Zur Feier des überstandenen Semesters geht’s für uns in einen kurzen Urlaub. Und so verbringe ich außerdem meine letzten Tage in Mexiko-Stadt vor dem Weihnachtsurlaub:

Veröffentlicht: 03.01.2026



























































Soo, unser wunderbarer, gemeinsamer, abwechslungsreicher Weihnachtsurlaub! Das hast du ja alles miterlebt, trotzdem mache ich der Vollständigkeit halber und der Dokumentation wegen einen kurzen Blogeintrag, in dem ich unsere Eindrücke vor allem in schönen Fotos festhalte.
Wir machen eine Rundreise vom 14. bis 28.12. Ich freu mich so sehr, als ich aus dem Flughafen in Cancún komme, und ihr draußen schon auf euren Koffern auf mich wartet! Wie lange haben wir keinen Urlaub mehr zusammen gemacht! Jetzt haben wir uns wieder und ich kann euch mein tolles Mexiko ein bisschen zeigen.
Erster Stopp: Valladolid, wo Papa uns noch am selben Abend hinfährt, beeindruckend. Du Mama hast leider Kopfschmerzen und musst ins Bett, weshalb wir uns zu zweit das hübsche Hotel anschauen und noch was Kleines essen, bevor den nächsten Morgen ausgeschlafen werden kann.
Leider habe ich dann am nächsten Tag auch Migräne, weshalb ihr zu zweit die Stadt erkundet. Aber nachmittags sind dann endlich alle fit, wir fahren zur Cenote Zahamal.
Cenotes sind Höhlen in der Erde, die durch saures Wasser gebildet wurden und dann irgendwann eingestürzt sind. Infolge des Anstiegs des Wasserspiegels nach dem Meteoriten vor Yucatán füllten die sich dann noch mit Wasser. Indigene Stämme betrachteten sie als Heilige Stätten, die Trinkwasser spendeten. Mama und ich sind so mutig, wir trauen uns zwar nicht reinzuspringen, dafür steigen wir aber trotzdem hinab in die dunklen Tiefen des Lochs - und gehen baden. Alles mit einem verbundenen Finger über Wasser natürlich!
Abends gehen wir noch auf unsere hübsche Dachterrasse, um einen Cocktail zu trinken und den unglaublichen Scharen an Vögeln auf dem Hauptplatz zu lauschen.
Dann spazieren wir in die Stadt, probieren vieeeele Klamotten an und verweilen auf den auf Anstand bedachten Stadtbänken. Toller erster Tag!
Tag zwei ist auch etwas besonderes, denn wir besuchen Chichen Itzá, die berühmteste Maya-Stadt in der Region. Heiß, riesig und sehr beeindruckend!
Dann noch kurz nach Izamal weiter. Denn: hier ist Tatsache der zweitgrößte Versammlungsplatz vor einer katholischen Kirche!(?) Oder so ähnlich.
Finden wir natürlich krass, aber noch krasser ist am Abend die Weihnachtsdeko im Zentrum Méridas. Während Papa schonmal schlafen geht, drehen wir Mädels noch ne kleine Runde durchs Viertel. Wir stellen fest: Jesus fehlt!! Aber wie wir im Laufe der Tage merken, kommt der hier in jede Krippe erst an Heiligabend. Dann ist ja gut. Dafür sind der Elefant und der Truthahn schon da.
Noch einen Tag verbringen wir in Mérida. Mein Highlight: der Schokoladenladen!!! Hab mir vielleicht bisschen viel vorgenommen, aber in Mexiko-Stadt gibt es einfach keine Schokolade und hier schmeckt alles so toll!
Wir besuchen auch eine Art Stadtpalast mit gruseligen Gemälden, die die traurige Geschichte der Indigenen und den Bau der Städte hier erzählen.
Abends gehen wir dann noch toll essen bei einem überraschend leckeren Italiener auf der Prachtstraße Méridas. Hier gibt es einige großartige Villen, ich möchte diese hier haben (die rote Katze gehört dazu!):
Dann die nächste Etappe: ab in den Westen! In Celestún können wir auf einem Fluss Flamingos sehen, wie cool!
Außerdem beobachten wir viele Vögel, ein Krokodil, ein „Wasserauge“ und … meine Haut hehe.
Dann kommt Mama endlich mal an den Strand und ist glücklich! Davon gibt’s aber später auch noch mehr.
Am Abend erreichen wir Uxmal, einen winzigen Ort. Unsere Lodge in der Natur ist ziemlich toll und wir sind ganz allein. Naja ich nicht, weil mich eine Cucaracha heimsucht!!!!
Am nächsten Morgen gehen wir baden und besuchen dann die Stätte, weshalb wir eigentlich hier sind. Die ist noch viel beeindruckender als die letzte: eine praktisch intakte Maya-Stadt mitten im Dschungel!
Und ihre Bewohner? Leguane.
Weiter geht’s auf dem Weg nach Campeche durch einen sehr ausgestorbenen Ort: Bécal, von hier kommen die auf den falschen Namen getauften Panamahüte. Also eigentlich stammen sie aus Ecuador, aber hier wurden sie auch in großer Zahl aus einer besonderen Palme hergestellt. Wir dürfen die Werkstatt einer Frau besuchen, in deren Familie seit Generationen diese Kunst weitergegeben wird. Damit die Fasern der Palme biegsam bleiben, müssen sie in feuchten Löchern und der Erde oder Höhlen verarbeitet werden. Das Ergebnis sind weiche aber unzerstörbare Sonnenhüte. Das erklärt dann den Preis.
In Campeche geht’s weiter Shoppen und alte Kolonialhäuser anschauen. Wir entdecken besondere Schmuckstücke.
So kaufen wir zB Handwerkskunst in Form (keines Jaguars..) eines tollen handgemachten Läufers. Ich hab leider kein Bild, aber der passt bestimmt toll nach Griechenlandi. Dafür ein Foto von den Alebrijes (Fabelwesen, die die Toten auf ihrem Weg begleiten). Aber damit kennst du dich ja jetzt aus dank dem süßen Film Coco.
Hier ist der Abend eines Konzerts besonders, an dem Lila Downs, eine Sängerin aus Oaxaca in die Stadt kommt. Der Platz ist voll von Menschen und auch wenn sie nicht wirklich tanzen, herrscht gute Stimmung und die Musik reißt mit.
Morgens gehen wir gern in einem Café frühstücken, das uns mit seinem Bananenbrot begeistert.
Ein wirklich hübscher Ort!
Und dann folgt das nächste Highlight, eine Lagune der sieben Farben: Bacalar. Hier begeistert mich besonders unser Hotel.
Mein Raum fühlt sich an wie ein großes, weißes Kissen.
Das Essen ist auch gut, einen Abend bekommen wir sogar ein tolles Menü von einem privaten Koch serviert. Wie sich herausstellt, hat das Hotel vor einem Monat den Besitzer gewechselt und jetzt wird alles aufgepäppelt und das Personal kümmert sich sehr lieb. Und dann ist da natürlich noch der Steg mit den Schaukeln und Liegestühlen, der praktisch nur für uns ist!
Papa und ich gehen auch mal über das Wasser paddeln.
Und wir spielen sogar mal was!!
Der Ort ist so toll, dass wir auch Weihnachtsfotos hier machen und an die Verwandtschaft im kalten Deutschland verschicken.
Beim Einkaufen im Dollarshop Waldo‘s entdecken wir noch was spannendes: ganz in der Nähe muss ein Dorf existieren, Salamanca, dass von Mennoniten mit deutscher Abstammung geführt wird! Wir sehen völlig aus der Zeit gefallene, recht verdrießlich dreinschauende Menschen, die wahrscheinlich genau wie wir gerade ihre Rentiergeweihe und leuchtenden Mützen fürs Weihnachtsfoto kaufen. Das geht jetzt raus an die Verwandtschaft im kalten Deutschland. Dann zischen sie ab in ihrer Kutsche.
Übrigens war Bacalar ein Piratennest und hat eine richtige Festungsanlage. Wir erfahren von Piratinnen und Mestizaje, spannende kleine Ausstellung.
Der Weihnachtstag beginnt noch einmal mit Migräne, aber, obwohl wir Tulum skippen müssen, bleibt es nicht bei einem langweiligen Fahrtag. Wir kommen wieder an der Ostküste an und sind jetzt wieder am Meer, wuhu! Abends gehen wir in Playa del Carmen Italienisch essen und machen dann eine kleine Bescherung und telefonieren ein bisschen mit Jone. Fühlt sich zwar nur entfernt wie Weihnachten an, aber richtig nett ist es trotzdem.
Beim Resort, in dem wir jetzt gelandet sind, spalten sich glaube ich unsere Meinungen. Denn es ist All Inclusive, weshalb wir essen und trinken könnn, was wir wollen, aber die Leute sind schon ein wenig seltsam. Die kommen für zwei Wochen her und bleiben im Hotel. Naja. Dafür gibt’s lauter Bespaßungen, wobei ich mich über Volleyball freue. Es laufen auch witzige Tiere rum, Leguane und sogenannte Agoutis.
Alleine mit Papa entdecke ich Billiard und Tischkicker und gehe nochmal Japanisch essen. Denn Mama wird leider krank und muss die nächsten Tage im Bett verbringen, das tut uns allen total leid. Am letzten Tag gehen wir nochmal zum Arzt. Das scheint auch zu helfen, aber für einen so langen Flug, wie er am nächsten Tag ansteht, ist das Immunsystem doch nicht bereit. Hoffentlich wirst du ganz schnell wieder gesund, Mami!
Und so müssen wir uns viel zu schnell wieder voneinander verabschieden. Wenigstens ist es jetzt nicht mehr so lang hin, bis wir uns Wiedersehen. Ich hatte einen wunderschönen Urlaub und tolle Weihnachten mit euch, danke! Kuss Kuss und bis bald, ich vermisse euch!