Tag 2 und eine unruhige Nacht
Good Morning Vientiane! Für eine Hauptstadt, in deren Metropolregion über 600.000 Einwohner wohnen, fühlst du dich eigentlich gar nicht so busy an wie andere asiatische...


Veröffentlicht: 16.11.2024
Aber erst mal noch zu gestern. Jetlag-geplagt habe ich den Tag wieder etwas später gestartet, ein fruchtig-gesundes Frühstück zu mir genommen und bin dann Richtung Mekong-Promenade gestartet. So richtig nah ran an den Fluss bin ich irgendwie nicht gekommen, aber von weitem konnte ich erahnen, dass auf der anderen Seite dann schon Thailand ist. In drückender Hitze, aber nun mit Basecap ausgestattet ☝🏻️, habe ich einen Blick auf den Präsidentenpalast geworfen (ah, da ist das Geld!), war in 2 Tempeln und habe mich dann in ein ruhiges, klimatisiertes Café geflüchtet. Und da ist mir dann auch ein- bzw. aufgefallen, was in Vientiane so anders ist als in anderen asiatischen Groß- und Hauptstädten: hier hupt keiner! Weder wird sich untereinander an- oder weggehupt, noch hat man mich angehupt und genötigt, irgendwohin zu fahren. Das macht das ganze doch wesentlich entspannter und stressfreier.
Auch beim Autofahren selbst (also nicht ich selbst - bewahre - sondern im Taxi) fühlt sich das alles viel zurückhaltender an. Man fährt vorausschauend, oftmals elektrisch, drängelt sich nicht durch. Vielleicht die französische, elegante Art?! 🇫🇷 Who knows. Taxifahren habe ich mich im Übrigen nur "getraut", weil ich mir eine App ähnlich wie Uber installiert hatte und die Gefahr, ins Nirgendwo gefahren oder über den Tisch gezogen zu werden, eher gering war. Eine dafür notwendige eSIM ist sowieso der Gamechanger und macht alles so viel einfacher (und sicherer).
Und am Abend ging's dann mit dem Minivan überpünktlich in Richtung Norden nach Vang Vieng. Vorsichtshalber hatte ich meine Seabands gegen Reiseübelkeit an und Reisetabletten griffbereit, aber da habe ich Laos erneut unterschätzt. Die Autobahn hatte deutschen Standard und auch hier ist der junge Fahrer überaus umsichtig und gleichmäßig gefahren. Chapeau - um beim Französischen zu bleiben.
Dass die Straßen durchaus anders aussehen können, beweist aber dieses kleine Städtchen hier, das Ausgangspunkt für verschiedene Aktivitäten in der umliegenden Landschaft ist. Einen Roller mieten und selbst losfahren? Ich will mein Glück nicht herausfordern. Evtl. hole ich mir ein Fahrrad und radele zu 1-2 Höhlen und zu einer der Blauen Lagunen. Die wohl aber durch Chinesen (da sind sie wieder) und, neu, auch Koreaner überfüllt ist... Vang Vieng gelangte übrigens in der Vergangenheit zu einem zweifelhaften Ruf, da hier vor etwas mehr als 10 Jahren das "Tipsy Tubing" das absolute Highlight war. Sich in einem großen Reifen den Fluss runtertreiben lassen und dabei Drinks & Drugs. Nach dem ein oder anderen Todesfall wurde dass dann eingeschränkt, aber ich glaube, Partyhochburg ist es immer noch. Mal schauen, was der Nachtmarkt heute Abend so bringt.
Da das Wetter morgen wohl tagsüber nicht ganz so gut werden soll, habe ich mich im Spa eines Luxus-Resorts eingebucht. 💆🏻♀️ Nach der ersten Nacht im Hotel könnte das morgen auch durchaus notwendig sein, da ich selten auf so einer harten Matratze geschlafen habe. Aber dafür habe ich einen Duschvorhang!!! 🚿 Es sind die kleinen Dinge, über die man sich freut. 90 % aller Unterkünfte haben Bäder ohne abgetrennte Dusche und die Duschbrause hängt einfach z.B. neben der Toilette. Duschbad also...
Dinge, die für uns selbstverständlich sind, sieht man hier nochmal aus einem ganz anderen Blickwinkel. Von der sicheren Stromversorgung oder der TÜV-geprüften Brücke über den Nam Song River nicht zu sprechen. Oder auh die kleinen Annehmlichkeiten, wie Toilettenpapier, dass sich zum einen nicht aufkrümelt und zum anderen einfach in die Toilette geworfen werden darf. Und dass einem auch nicht Dutzende von Ameisen beim Toilettengang beobachten. 🐜🐜🐜 Doch sind es diese Erfahrungen, die so erdend sind und das ein oder andere Problem Zuhause kleiner werden lassen.
Heute bin ich im Relaxing-Mode (ja, auch ich lerne dazu 😉) und ein bisschen am Planen. Wegen besagter Matratze hatte ich nicht viel Schlaf, den ich dann im Schatten am Pool nachgeholt habe. Gerade sitze ich im klimatisierten Café (draußen sitzen nicht gut, weil viel zu heiß), beobachte das staubige Treiben auf der Straßenkreuzung und vielleicht habe ich für morgen früh, sehr früh, etwas gebucht, bei dem ich noch nicht ganz sicher bin, wie ich es finden werde. Aber hey, im schlimmsten Fall wird es eine weitere und neue Erfahrung. 😉 Let's see!
