karibikflittern
Reisebericht unserer Flitterwochen in der Karibik

Joy's Adventure Tour - Ein fantastischer Tag!

Gestern Abend beendeten wir den Tag mit dem Weihnachtsmenü von Thor, dem Sohn unseres Vermieters Keith. In Keiths ehemaligem Wohnzimmer hat er sich erst kürzlich zusammen mit einem Freund ein Restaurant eingerichtet, nachdem er von Deutschland und der Schweiz, wo er gelernt und gearbeitet hat, zurückgekommen ist. Man kann direkt vom offenen Raum ohne Fenster in die Bucht hinab schauen. Da alles schön klein ist, sieht man sogar wunderbar in die Küche, die nur durch einen Tresen vom Gastraum abgetrennt ist. Das 5-Gänge-Menü war ein echtes Träumchen. Bevor wir alles aufzählen zeigen wir euch lieber die Speisekarte. Wir hatten auf jeden Fall ein Weihnachtsessen vom allerfeinsten und sind danach erst einmal müde ins Bett gefallen.

Heute war dann unser erster großer Ausflug - Joy's Adventure Tour. Praktischerweise waren pick up and drop off inbegriffen, sodass pünktlich um 8 Uhr ein Taxi vor der Tür hupte und uns nach Rodney Bay zum Hafen fuhr. Da die meisten Tourteilnehmer Kreuzfahrtgäste waren, ging es für uns zunächst ganz privat alleine los, indem uns Captain Phil mit dem Speedboot an der Küste entlang richtung Castries cruiste. Er trat so richtig auf's Gas, was unheimlich Spaß machte. Als wir in Castries alle aufgegabelt hatten, auch unseren Tourguide Vaughn, ging es los, immer entlang der Westküste in den Süden, vorbei an rauhen Felsen, überwuchert von Urwald. Zwischen den Bergen lagen kleinere und größere, touristische und einsame Strände mit Palmen und allem, was dazu gehört.

In Soufrière, der zweitgrößten Stadt der Insel am Fuß des Petit Piton, stiegen wir in Taxibusse um, mit denen wir zu einigen Insel-Highlights fuhren. Zunächst ging es zum "Drive-In-Volcano", einem noch aktiven Vulkan, zu dessen Krater man mit dem Auto fahren kann. Er spuckt die ganze Zeit stinkende Schwefeldämpfe aus. Das Wasser, das aus dem Vulkan fließt, ist gesättigt mit schwarzen Eisen-Schwefel-Verbindungen, sodass sich überall Schlamm absetzt. Etwas unterhalb des Vulkans haben wir ein Bad in der schlammigen Brühe genommen. Das war erstens sehr schön warm (vom heißen Vulkan) und soll zweitens eine schöne Haut machen. Der Schlamm war wie ein Superpeeling und die Haut danach tatsächlich so zart wie ein Babypopo! Ein cooles Erlebnis!

Nur ein Stückchen weiter hielten wir an dem (zugegebenermaßen von Touristen recht überlaufenen) Toraille-Wasserfall, der sich im Urwald in die Tiefe stürzt und in dessen Wasserfallpool wir nochmal ein Bad genommen haben. Nach so viel Speed und Wasser ging es dann mit großem Hunger zum Lunch, wo es allerlei landestypische Speisen gab: (Natürlich) Fisch in einer leicht scharfen Sauce, Hühnchen, asiatische Nudeln, Curryreis, Backbananen, deftiger Bananenbrei (hier sehr beliebt, da St. Lucia ein großer Bananenanbauer ist), Süßkartoffelbrei und vieles mehr. Dazu gab es frisch gepresste Fruchtsäfte von der eigenen Plantage und zum Nachtisch Mango und Golden Apple (keine Ahnung, was das auf Deutsch heißt, aber es ist kein Apfel!) und ein Kokos-Ingwer-Crush, das ganz toll geschmeckt hat. Mit gut gefüllten Mägen haben wir dann eine kurze Führung über die Plantage bekommen, wo uns allerlei einheimische Pflanzen (Bananen, Kakao, Zimt, Muskatnuss,...) vorgestellt wurden.

Ein unerwartetes Highlight für uns beide war die anschließende Schnorcheltour in der Bucht, die direkt zwischen den beiden Pitons liegt. Das sind die beiden steilen Bergen, die Wahrzeichen St. Lucias sind. Da wir beide noch nie richtig geschnorchelt hatten, wussten wir nicht so recht, ob es klappen würd. Aber es funktionierte auf Anhieb perfekt, sodass wir fast eine Stunde geschnorchelt und die vielen bunten Fische, Muscheln und Korallen bewundert haben. Vor allem dass sich die Fische so gar nicht von den Schnorchlern stören lassen und einfach direkt an einem vorbeischwimmen, ist wirklich fantastisch. Leider haben wir keine Unterwasserkamera, um das festzuhalten.

Zurück am Strand hat uns (nicht zum ersten Mal heute) ein kleiner Regenschauer geduscht. Das geniale aber ist, obwohl es momentan wirklich mehrmals am Tag immer etwa 5 min lang regnet, ist man hinterher wieder blitzschnell von Sonne und Wind getrocknet und kalt wird einem nicht wirklich, da es selbst bei Regen noch über 20 Grad hat. Wenn die Sonne rauskommt, sind es ca. 28 Grad, einfach wunderbar angenehm!

Die Rückfahrt starteten wir erst einmal mit einer Runde richtig leckerem Rumpunch und Piton-Bier. Das Speedboot cruiste wieder richtung Norden und dann mitten auf dem Meer im offenen Boot - ein richtiger Schleusen-auf-Schauer! Schließlich hatten wir eine Adventure Tour gebucht :-D Wir waren absolut klitschnass, bis der Regen vorüber war! Aber wie immer - sun came out again! Unterwegs haben wir noch einen Abstecher in die Marigot Bay gemacht. Das ist eine wunderschöne Bucht, die vor allem dadurch berühmt wurde, dass hier Dr. Doolittle 1 gedreht wurde. Ein weiterer Stop wurde bei dem Felsloch im Meer eingelegt, das jeder aus Fluch der Karibik bestückt mit drei aufgehängten Pirate kennt.

Nachdem wir unsere Mitfahrer dann wieder am Kreuzfahrtschiff abgeliefert hatten, legte Phil wieder einen Zahn zu und brachte uns zur Ausflugszentrale, wo uns Joy, der Boss, ein Taxi zurück zum Appartment organisierte. Nun sind wir voller fantastischer Eindrücke, die wir erst einmal sortieren müssen und genießen den Abend bei Vogelgezwitscher und Zikadengezirpe wieder in Thors Restaurant (es war wieder super lecker. Heute hat ihm ein Gast einen Baracuda gefangen und den gab es jetzt zu essen, fein mit Ingwer und Lorbeer gewürzt und dazu Süßkartoffelpürree und Gemüse).

Kommentare

Reiseberichte, die Dich auch interessieren könnten:

Phuket Patong

Die letzten sechs Nächte haben wir in Patong Phuket verbracht. Unsere Unterkunft mit einem Pool war ...

Da waren aber auch ...

... die vielen Demonstrationen, die ich in Santiago, La Serena und Antofagasta - aus sicherer Entfer...

Hallo Fuji-san!

09. und 10.11.2019 – Wochenendausflug an den Fuß des Mt. Fuji 富士山Bei wunderschönstem Herbstwetter gi...