05.06.-10.06. - Bogotá, Kolumbien
Am 04.06. sind wir frühs mit dem Bus von Medellín nach Bogotá gefahren. Die Busfahrt war mit 8 Stunden angegeben, wir fuhren jedoch etwa 11 Stunden. Immerhin waren die Sitze im...

Veröffentlicht: 15.06.2023
































Am 10.06. ist Hans von Bogotá nach Medellín geflogen. Da wir Medellín schon kannten, haben wir uns kurzerhand in einen Bus (10 h für 360 km) gesetzt und sind nach Manizales gefahren. Die Fahrt war... naja. Es ging von 2600 m (Höhe von Bogotá) auf etwa 200 m Höhe, wieder hoch auf 1600 m, runter auf wieder fast 0 m, anschließend hoch auf einen Pass von 3400 m Höhe und dann nach Manizales, was auf 2100 m liegt. Macht in Summe gut 10.000 Hm. Unser Busfahrer war anscheinend in seinem früheren Leben Rennfahrer und ist gefahren wie eine Sau, wenngleich fast dauerhaft neben uns ein mehrere 100 m tiefer Abgrund war.
Manizales hat nur gut 400.000 Einwohner und liegt in einer der Hauptkaffeeregionen Kolumbiens. Die Stadt und insbesondere die Umgebung der Stadt sind wunderschön. Am Tag nach unserer Ankunft besichtigten wir die Stadt. Obwohl es Sonntag war gab es einen großen Markt - es wurde Obst, Gemüse, Fleisch und tonnenweise Hehlerware ("gebrauchte" Handys, Handys schon in der Hülle und mit allen wichtigen Apps installiert, Werkzeuge, Klamotten usw.) verkauft. Wir kauften uns etwa 2 kg Bananen und 5 große Mandarinen für etwas mehr als einen Euro. Für den Nachmittag hatten wir uns eine Kaffeetour vorgenommen. Die Plantage liegt ein paar Kilometer außerhalb der Stadt - da muss man erstmal hinkommen, wenn man nicht weiß wo die Busse lang bzw. hinfahren und wenn es keine Busfahrpläne gibt. Aber wir sind ja geübt und kamen pünktlich am Treffpunkt an. Nach gut 1/2h warten kam dann auch unser Abholer an und wir fuhren zur Plantage. Ungeplant erhielten wir eine gut zwei Stunden lange Privatführung und lernten viel über die Herstellung von gutem (und weniger gutem) kolumbianischen Kaffee. Das war unglaublich interessant und hat sich sehr gelohnt.
Tags darauf fuhren wir wieder in die Stadt und gingen auf die 106 m hohe höchste Kathedrale von Kolumbien. Hier hat man schon einen ganz netten Ausblick auf die Stadt. Nach einer weiteren Stadtbesichtigung ging es nachmittags zu den "Termales Tierra Viva", das sind heiße und sehr schwefelhaltige Termalquellen.
Am 13. Juni fuhren wir dann leider schon wieder zurück nach Medellín. Die Fahrt war mit 4 h 40 m angegeben, aber wie das eben so ist brauchten wir gute 6 Stunden. Am nächsten morgen besuchten wir vormittags den Parque Arví, da wollten Caro & ich eigentlich schon mal hin und Hans hatte es auch auf seiner Liste. Der Ausflug hat sich unglaublich sehr gelohnt. Es kostete nur 25.000 COP (5,50 €) Eintritt (inkl. Seilbahnfahrt) und oben gibt es außer einem - zugegebenermaßen sehr schönen) Wald bzw. sehr schöner Natur nichts zu sehen. Also wirklicht nichts. Wir sind wieder runter gefahren, haben noch etwas gegessen und sind dann ins Flugzeug nach Cartagena de Indias gestiegen. Der Flug ging 45 Minuten und wir waren sehr froh, nicht Bus gefahren zu sein (das hätte um die 20 h gedauert). Cartagena liegt an der Küste, hier sind es meistens über 30 °C (gefühlt sogar über 40 °C) und die Luftfeuchtigkeit liegt bei über 90 %. Genau unser Wetter...
Es könnte übrigens sein, dass sich unser Aufenthalt in Kolumbien noch über den 23. Juni hinaus verlängert. Wir haben eine Anfrage bekommen und sollen Englischlehrer an einer Schule werden ... Mal schauen, was sich ergibt.
