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Arequipas Meerjungfrauen-Flashback und ein "very special day" auf dem Weg nach Bolivien

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25.11.2018

Arequipa, die allzeit warme und sehr trockene Stadt, begrüßt uns früh am Morgen im Bus. Wieder einmal war es uns möglich, uns im Bus aufzuteilen, sodass jeder 2 Sitze hat. Annika kann darauf zusammengeknotet schlummern. Carsten sucht noch nach einer geeigneten Position zum Schlafen.

Mit Uber (einer TaxiApp) geht es direkt und billig zum Hostel. Dort wird erstmal gefrühstückt. Auf unserer Dachterrasse scheint die Sonne. Es ist warm und wir sind glücklich. Nach den regnerischen und bedeckten Tagen in Cusco eine Wohltat.

Arequipa liegt umringt von den Vulkanen Chachani (der Tapfere), Misti (der Herr) und Picchu Picchu (der Berg Berg ^^) auf 2300 m Höhe. Auf unser Dachterrasse haben wir die beste Sicht auf zwei davon. 


Nach dem Frühstück sind wir mit 3 Parteien zum Skypen verabredet. Das Tantchen aus der Schweiz, die Eltern aus Thüringen sowie Richard und Jana aus Leipzig nehmen unser Angebot und das gute Internet hier in Anspruch.

Gegen 14.00 Uhr verabreden wir uns mit unserem Kumpanen Massimo am Plaza de Armas. Der Hauptplatz (der übrigens fast in jeder südamerikanischen Stadt so heißt) protzt mit einer dicken Basilika, einer grünen Parkanlage mit Springbrunnen und mehrerern Repräsentationsgebäuden mit Terrassengang.



Gemeinsam erkunden wir die Umgebung auf der Suche nach einem Markt, um uns mit Lebensmitteln einzudecken. Leider ist der Sonntag hier doch noch heilig und alle größeren Lebensmittelmärkte geschlossen. Auf dem Weg zurück nehmen wir kurz an der Messe teil. Hier wird die Jungfrau Maria durch die Kante getragen.


Die sehr kolonial geprägte Stadt ist alt und modern zugleich. Niedrige verschnörkelte Mauern reihen sich aneinander. Moderne Häuser gibt es nur wenige. Trotzdem verstecken sich in den bunten Prunkbauten moderne Cafes, Boutiquen und Restaurants. Tagsüber bekommt man von der Schönheit der unzähligen Hinterhöfe nur wenig mit - man bestaunt eher Fassaden. Sobald die Sonne untergeht öffnen sich die Pforten, alle kommen aus ihren Häuser gekrochen und socialisen in den romantisch beleuchteten Patios.    



26.11.2018

Ausschlafen, Frühsport und Kaffee.

Naja... nicht ganz Ausschlafen... denn um 6 Uhr am Morgen bekommen wir beide einen Flashback. Der Müllwagen fährt vor und lässt dabei die Stahltrommel-Version des Hits "Unter dem Meer" aus dem Film Arielle, die Meerjungfrau durch die Häuserschluchten schallen. Ein Ohrwurm, der uns die ganze Zeit verfolgen wird.

Wir versuchen einen neuen Anlauf auf dem gestern geschlossenen Mercado San Camillo. Prall gefüllt drängen sich die Leute an voll gestopften Ständen. Die Unterteilung dabei scheint sich auf Obst und Gemüse, Fleisch, Haushaltswaren und ... Hüten zu belaufen. Wir genehmigen uns einen Jogurt und ein Stück Kuchen. Sombreros brauchen wir heute nicht. Übrigens wurde das Dach vom Herrn Gustave Eiffel konstruiert.



Der Nachmittag ist mit einer Free Walking Tour durch die Innenstadt gefüllt. Interessante Details zur Inka Geschichte (die wir aber schon kennen) werden weitergegeben. In einer Kirche ist beispielsweise das Letzte Abendmahl zu sehen. Hier etwas anders. Ein runder Tisch mit Meerschweinchen und Mais als Hauptgericht.



Am Ende gibt es eine Fragerunde. 3 Preise. Wer eine Antwort weiß gewinnt einen Preis. Von 20 Mann gewinnen wir davon 2. Eine heiße Schokolade und ein Craft Beer.


Massimo müssen wir leider an diesem Tag, wieder einmal, verabschieden. Er zieht weiter zu den Canyons der Umgebung, die wir bewusst ausgelassen haben. Hoffentlich ist der Abschied nicht für immer. 


27.11.2018

Ausschlafen, Frühsport und Kaffee, sowie ein weiterer Besuch auf dem Markt, um uns mit einem Stück Kuchen zu belohnen. Danach verbringen wir die Zeit auf der Dachterasse und genießen die knallige Sonne bei 26°C.

28.11.2018

Um 0.30 Uhr sitzen wir endlich im Bus. Eigentlich sollte unser Bus nach Fahrplan 23.30 Uhr starten. Schon am Schalter sagte man uns allerdings, dass wir nicht vor halb 1 abfahren werden. Damit stand unsere Planung schon auf wackligen Beinen, da wir für 7 Uhr morgens einen Anschlussbus von Puno nach Bolivien gebucht hatten. Bis dato verbrachten wir die Zeit im Busbahnhof, aus welchem uns die Putzfrauen rausschmissen. Darüber sind wir aber eigentlich ganz froh. So müssen wir uns nicht weiter von dem Singsang der Verkäufer an den Fahrkartenständen beschallen lassen, die mitten in der Nacht noch lautstark um nicht vorhandene Kunden buhlen.

Eine weitere halbe Stunde vergeht. Uns reicht es. Wir steigen aus und schnautzen erst den Busfahrer und dann die Tourismusagentur voll, die den Bus immer noch nicht zur Abfahrt freigibt, in der Hoffnung, dass sich jemand mitten in der Nacht zum Bahnhof verirrt und zufällig nach Puno möchte. Annikas lautstarkes Organ zeigt irgendwann Wirkung. Es ist 1.20 Uhr und unsere rechtzeitige Ankunft in Puno fast ausgeschlossen.

Der Bus ist alt. Bei jedem Schalten rührt der Fahrer fröhlich im Getriebe, Fenster können nicht geschlossen werden, was den Bus stark abkühlen lässt. Am Morgen hat sich auf den Pfützen in der "Toilette" eine Eisdecke gebildet. 

Um 6.30 Uhr stoppt unser Bus. Vor uns werden brennende Barrikaden aus Reifen und Müll abgefackelt. Die Region Puno ist im Streik gegen Korruption im Land und verhindert jedes Vorankommen mit jeglichen Verkehrsmitteln.


Unser Fahrer tritt den Rückzug an. 200m vom Geschehen entfernt stehen wir ungläubig und hilflos da. Was nun? Eine Stunde vergeht. Der Versuch mit einem Collectivo aus der Stadt Julianca und nach Puno zu kommen, scheitert an missglückten Verhandlungsversuchen. Uns bleibt keine Wahl. Wir schnappen die Rucksäcke und müssen zu Fuß durch das "Kriesengebiet". Eine halbe Stunde laufen wir an feiernden, Volleyball spielenden und teils vermummten Passanten vorbei. Ein mulmiges Gefühl überkommt uns. 

Am Checkpoint (einem Platz, an dem sich Polizisten versammeln) fragen wir einen Motofahrer, ob er uns weiterbringen kann. Er sagt, bis zur Stadtgrenze sei es vielleicht möglich. Wir steigen ein und sofort stellen sich die Menschen zu Blockaden auf den Straßen zusammen. Wir umfahren diese größtmöglich. Am Plaza de Armas versammeln sich die Offensivtruppen der Polizei mit gepanzerten Fahrzeugen. Ein mal kommen wir der Demo zu nahe und es fliegt ein Stein in Richtung unseres mit Planen behangenen Fahrzeuges. Sichtlich nervös brettern wir und der Fahrer weiter. 200 m später schmeißt er uns raus. Er will nicht weiter. Also wieder laufen.


Hier ist die Situation schon etwas entspannter. Wir nehmen unsere Habseligkeiten und wandern auf der Hauptstraße entlang. Zwar weigern sich die Leute an den Ständen, uns Wasser zu verkaufen, sonst scheint jedoch keine Böswilligkeit gegenüber Touristen zu herrschen. Gegen 10.30 Uhr lösen sich die meisten Blockaden auf. Die ersten Autos sammeln Menschen ein, die weiter wollen. Weitere harte Verhandlungen später sitzen wir im Auto nach Puno. "Today is a very special day" sagte einer der Einheimischen mit verschmitztem Lächeln, um seine horrende Preise für die Weiterfahrt zu rechtfertigen. Uns ist es mittlerweile egal. Wir wollen nur noch weg.

11 Uhr. Wir kommen endlich in Puno an - mit knapp 6 Stunden Verspätung. Unser Bus nach Copacabana ist natürlich schon lange weg. Wir verbringen wir den Tag also unfreiwillig hier, da uns eine spätere Weiterfahrt an diesem "very special day" zu riskant erscheint. Wir schauen uns den an dieser Stelle verdreckten und nach Kloake riechenden Titicaca an. Mittags sind wegen der Proteste noch immer viele Geschäfte und der Markt geschlossen. Puno spricht uns wenig an. Bestimmt aber wegen der Umstände. Wir gehen einfach früh ins Bett.



29.11.2018

Unser Bus fährt entlang des nun malerischen Titicacasees. Unglaublich weit ersteckt sich das spiegelglatte Wasser bis zum Horizont. Unser Weg führt uns Richtung Grenze nach Bolivien. Am Übergang Copacabana steigen wir aus, tauschen Geld und bekommen ohne Probleme den Aufenthalt genehmigt. Eine Stunde Aufenthalt im Erholungsgebiet nutzen wir, um am Pier auszuspannen, zu essen und die gestrigen Erlebnisse zu verarbeiten. Die Weiterfahrt im Klapperbus dauert weitere 3 Stunden und wird von einer Fährfahrt unterbrochen, die als willkommene Abwechslung gilt.




Nach einiger Zeit sehen wir die Stadtgrenzen von El Alto, dem hoch gelegenen und für Touristen eher weniger zu empfehlenden Stadtteil von La Paz. Die Stadt ist verstopft und eine Weiterfahrt kaum möglich. Im Schneckentempo geht es durch die engen Gassen, die mit Taxis und Bussen komplett ausgefüllt sind. Das ganze begleitet von stetigen Hupkonzerten. Am Terminal angekommen schaffen wir es ein halbwegs günstiges Taxi zur Unterkunft zu bekommen. Wir kaufen ein und kochen ein schönes Abendessen. Unser Brokkoli-Nudel-Gratin lassen wir uns heute besonders schmecken.


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