ANDALUSIEN (3/15) - Ronda
Wundervoll ist es an diesem strahlend schönen Frühlingstag damit gewesen, die spektakulär auf einem Felsplateau gelegene und von einer gewaltigen Schlucht dabei noch...


Veröffentlicht: 19.10.2025



















Anstrengend und aufwendig mögen Touren wie diese hier sein. Intensiv und sehr fordernd dazu. Mit Mühen oft noch beladen. Und dennoch lieb ich Touren wie diese hier immer . . . – Paradiesisch ist es am Morgen nach dem Aufwachen hier in diesem kleinen und von freundlich familiärer Atmosphäre erfüllten Hotel in Ronda nun genauso wieder gewesen. An diesem von Sonnenlicht durchfluteten und von Vogelgezwitscher auf sehr feininnige Weise verzierten Morgen, der mit gutem Kaffee und schmackhaftem Frühstück in Gegenwart meiner lieben Gefährtin nicht besser hätte ausfallen können.
Mit einigen aus heutiger Sicht unermesslich wirkenden Höhen ist die folgende Tour an diesem Tag dann gesegnet gewesen. Von wenigen, aus heutiger Sicht gegenstandslos erscheinenden Tiefen aber auch durchfurcht. Die an diesem Tag nun folgende Tour, die uns von Ronda über die auf 1000 Meter Seehöhe hinauf führende Passstraße des Puerto de Enchinas Borrachas an weißen Dörfern vorbei an der Ruta de los Almoravides entlang bis Gaucin hinunter führte, um nach etlichen Fotostopps dann sehr langsam über Haarnadelkurven entsprechend steil bergab ins Tal des Rio Guadiaro zu fahren, wo eine prozessionsbedingte Umleitung und eine daraus resultierende Unstimmigkeit zwischen mir und meiner lieben Gefährtin ein nunmehr halbstündiges und alles andere als erbaulich wirkendes Stillschweigen während der Fahrt damit bewirkte. Belanglose Ursachen, wie die Frage über die nun zu wählende Ausweichroute, in Kombination mit der Übelkeit verursachenden Autofahrt über enge und sehr kurvenreich angelegte Straßen können die Stimmung vorübergehend wenigstens drücken.
In Grazalema sind wir in der Zwischenzeit aber angekommen, wo ergiebige Fotomotive und zwei riesige Stück Torten während der obligatorischen Kaffeepause nun am Nachmitttag die Stimmung wieder viel weiter nach oben trieben. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes: Denn die Fahrt über die nun noch viel enger und sehr kurvenreich angelegte Bergstraße hinauf zum Taubenpass, dem Puerto de las Palomas auf 1157 Meter mitsamt grandioser Aussicht, konnte alle bisherigen Mühen und Strapazen des Tages mit nur einem Schlag hier wettmachen.
Erledigt schien das Tagwerk damit zu sein und 17:00 Uhr war es mittlerweile geworden. Auf einen Sprung allerdings wollten wir, bevor wir die Rückfahrt nach Ronda nun antraten, nach Zahara noch schauen. Ein weiteres weißes Dorf in Augenschein damit nehmen. Um uns kurz nur in diesem sehr exponiert an einem Felsen gelegen Ort ein wenig umzuschauen. Hartnäckig allerdings und mit viel mehr Ausdauer hatte meine liebe Gefährtin mich im Schlepptau dann durch die wirklich sehenswerte Ortschaft geführt. Ein Foto für die Ewigkeit von mir dort gemacht. Und mit ihrer Gegenwart allein einen weiteren Tag dieser Reise bekrönt . . . – Anstrengend und aufwendig mögen Touren wie diese hier sein. Intensiv und sehr fordernd dazu. Mit Mühen oft noch beladen. Und dennoch lieb ich Touren wie diese hier immer.
