ANDALUSIEN (2/15) - Von Cádiz über Arcos de la Frontera nach Ronda
Wie ein Haufen an den schroffen Felsen hingeworfener Würfelzucker wirkt Arcos de la Frontera.


Veröffentlicht: 15.10.2025



















Donnerstag, der 14.April:
Paradiesisch wirkte das Aufwachen in diesem kleinen und von freundlich familiärer Atmosphäre erfüllten Hotel, das unterhalb der Altstadt von Ronda, etwas abseits in einer ruhigen und sehr lieblich anmutenden Umgebung gelegen, nur über einen Feldweg mit dem Auto zu erreichen gewesen ist. Dass unser Doppelbett in diesem von morgendlichem Sonnenlicht durchfluteten Zimmer bloß einen Meter vierzig breit nun war, konnte angesichts der wunderbaren und wohltuenden Gegenwart meiner lieben Gefährtin allerdings auch überhaupt kein Problem bedeuten . . . – in diesem kleinen und von freundlich familiärer Atmosphäre erfüllten Hotel, wo wir wie in einem Wohnzimmer, auf Sofas oder im Fauteuil sitzend, frühstückten.
Wundervoll ist es an diesem strahlend schönen Frühlingstag damit gewesen, die spektakulär auf einem Felsplateau gelegene und von einer gewaltigen Schlucht dabei noch durchschnittene Altstadt von Ronda mit meiner Canon Eos 80d fotographisch ein wenig abzutasten und ausgiebig dann auch zu erkunden. Fotomotivische Hauptattraktion bildete die imposant wirkende Steinbrücke Puente Nuevo mit ihren großen Bögen dabei allemal. Dass die Bezeichnung „neu“ damit aber wieder relativ rüberkommen kann, zeigt sich im Datum ihrer Fertigstellung, das mit 1793 in meinem Reiseführer angegeben ist.
Angenehm und entspannend wirkt an Reisetagen wie diesen zudem der Umstand, an einem Ort zu verweilen und nicht immer weiter und weiter zu müssen. Ausgiebig Zeit und Muße zu finden, das Hier und das Jetzt voller Glück zu genießen. In Ronda nun einfach zugegen nur sein und nichts auf dem Plan für den Tag mehr zu haben. Im Zimmer nun nachmittags im Bett nur zu liegen und endlich genüsslich mal ausruhen zu können. Um später gemächlich zur Plaza del Socorro hinauf zu spazieren, Kaffee dort zu trinken und Torte zu essen, um ausgeruht und gestärkt zuletzt den steilen Weg an wild wuchernden Opuntia-Kakteen vorbei den Hang hinunter von der Puente Nuevo in die Schlucht zu begehen und auf dem Rückweg an der Puerta de Almocabar dann vorbei eine kleine und auf den ersten Blick nicht sehr einladend wirkende Taberna zu entdecken, in der wir abends im Freien noch sitzend die köstlichsten Tapas uns auftischen und bei herrlich süffigem Rotwein den angenehm und entspannend wirkenden Reisetag in der Dämmerung ausklingen ließen.
