our big trip

Der Plan: Ab Mai 2018 für ein Jahr zu verreisen. Von Sri Lanka nach Südostasien und später nach Südamerika. Was daraus wurde? Lest selbst…  
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Von San Pedro de Atacama (Chile) durch den Regen und die Salar nach Uyuni (Bolivien)

El Tatio GeysiereVikunjas im Nebel Geysier-Päärchen-Foto4x4 LastwagenLaguna BlancaSelfie - wenns mal schon nicht regnetVulkangestein - das KamelViscacha-Mama mit JungemVulkangesteinformationen - tolle FotomotiveLamas bei der Laguna NegraAusblick bei der Laguna Negradie Schlucht der AnakondaSonnenaufgang in der Salar de UyuniRomantisch - nicht?Gruppenfoto in der SalarSteck den Kopf nicht in die Flasche :)Titanic out of a bottleSchweizer Lokführer im Zug-FriedhofZug-Friedhof in Uyuni

Chilenische Regentage

Nach den traumhaften Tagen in der Höhe des Argentinischen Nordens sind wir mal wieder Bus gefahren und über Nacht ins regnerische San Pedro de Atacama nach Chile gereist. Eigentlich fände man hier die trockenste Wüste der Welt. Regnerisch möchten wir kurz beschreiben: Es schüttet aus Eimern. Selbst für die Regenzeit ist es viel – zu viel. Einzelne Hostels laufen voll. Verkehrsachsen für Busse sind unterbrochen. Touren zu den Sehenswürdigkeiten in der Nähe, wie das Valle de la Luna oder die El Tatio Geysiere, finden vorläufig nicht statt. Die Lehmstrassen im kleinen Hippie-Dörfchen sind mehr Bäche als Strassen. So. Was nun?

Wir machen das Beste daraus. Warm angezogen und mit Regenjacke geschützt erkunden wir das eigentlich ganz nette und hippe San Pedro de Atacama. Wir finden gar ein kleines Restaurant mit glutenfreien Sandwiches – eigentlich das Highlight des Tages. Da die gewünschten Touren wie befürchtet alle ins Wasser fallen, sitzen wir dann auch quasi den ganzen Tag hier – es hat gutes WiFi…

Am zweiten Tag sieht es dann leicht besser aus und tatsächlich – die für morgens um 5 Uhr angesagte Tour zu den Geysieren findet tatsächlich statt. Nicht wirklich zur Freude von Mathias. Irgendwas hat gestern Abend noch den Magen verdorben und die Nacht fand mehrheitlich vor / auf der Toilette statt – an Schlaf war nicht wirklich zu denken. Trotzdem geht es im völlig überhitzten 4x4 Lastwagen los – hinauf zu den Geysieren auf über 4'000 Metern. Oben angekommen haben wir sogar leicht Glück mit dem Wetter, denn es regnet nicht und der Nebel zieht erst später auf. Man sieht also effektiv die Geysiere, kann ein wenig herumspazieren – wenn man denn ohne Schlaf und mit immer noch komischem Magen spazieren mag – und später gibt es ein recht reichhaltiges Frühstück. Für alle, die Gluten vertragen oder sonst einen Magen dafür haben. Für uns also eher nicht. Jänu.

Auf der Rückfahrt halten wir noch ein paar Mal an und sehen einige tierische Bewohner der Gegend. Lamas, Vikunjas, einige Gänse und Flamingos und die kleinen Viscachas, eine Art Hase mit langem Schwanz, die hier in den Steinen herumhüpfen.

Und das war es dann leider auch schon mit Aktivitäten hier – die Nachmittagstour ins Valle de la Luna wurde wiederum abgesagt und da das Wetter nicht wirklich Besserung versprach, haben wir uns eine Tour nach Uyuni in Bolivien gebucht.

Ab nach Bolivien

Bolivien war eh unser nächstes Ziel und da in San Pedro nicht viel geht, haben wir den Ort also verlassen und uns einer dreitägigen Tour angeschlossen, die in Uyuni (Bolivien) endet. Vollbepackt – zusätzlich zum normalen Gepäck muss man Snacks und Wasser für drei Tage mitbringen – sind wir also losgezogen. Zuerst geht es per Minibus auf den 4000-Meter-Pass hoch, wo die Grenze sich befindet. Die Strasse war am Morgen noch gesperrt wegen Aufräumarbeiten, also mussten wir kurz warten. Mit einem recht anständigen Frühstück konnte die Wartezeit aber gut überbrückt werden und bald schon standen wir vor dem chilenischen Ausreise-Checkpoint, gefolgt vom bolivianischen Einreise-Büro. Hier wurde auf 4x4 Jeeps umgesattelt und wir wurden zusammen mit zwei Italienern, einer Italienerin und Reto aus Basel eingeteilt. Unser Guide und Fahrer Santos erklärte uns kurz das Tagesprogramm und los ging die teilweise doch sehr rucklige Fahrt. Bei den ersten beiden Lagunen (Blanca und Verde), war das Wetter noch in Ordnung. Ebenso bei der Mittagspause in den Thermalquellen – das kurze Bad war enorm geil! Dann kam leider auch hier der Regen – und noch besser: es hagelte und schneite gar. Unser Scheibenwischer gab den Geist auf, innen an den Scheiben lief alles an aufgrund der Wärme im Wagen und so wurde die Fahrt immer langsamer und prekärer. Zwei Stops bei Geysieren und an der Laguna Colorada mit den Flamingos legten wir noch ein – aber extrem viel gesehen haben wir ehrlich gesagt nicht.

Die erste Nacht verbrachten wir im kleinen Dörfchen Villa Mar. Hier wurden wir in einem unerwartet guten Sechserzimmer untergebracht und konnten (gegen Bezahlung einiger Bolivianos) gar eine richtig heisse Dusche geniessen. Das Essen war wie immer auf der Tour eher einfach, aber dafür schmeckte es. Und für Seraina gab es jeweils eine glutenfreie Option, falls nötig.

Tag zwei startete mit deutlich besserem Wetter. Wir besuchten einige Vulkansteinformationen, die Laguna Negra mit einem Haufen Lamas und Viscachas und hielten oberhalb der Schlucht der Anakonda kurz an, bevor es zum Mittagessen ging. Der Nachmittag bestand aus einem Kurzbesuch in San Cristobal, wo es einen kleinen Markt und eine schöne Kirche zu sehen gibt, und der langen Fahrt nach Uyuni.

Eigentlich verbringt man die zweite Nacht im Salzhotel inmitten der Salar de Uyuni – aber in der Regenzeit ist das nicht sicher und somit fährt man in die Stadt, um dort zu übernachten.

Um viertel vor Fünf morgens startet dann der dritte und letzte Tag. Wir fahren in der Dunkelheit in die Salzwüste hinaus, um den Sonnenaufgang zu erleben. Die Wolken und die aufgehende Sonne spiegeln sich perfekt in der total überfluteten Salzwüste. In der Regenzeit findet man kaum einen trockenen Flecken hier – dafür sind die Spiegelungen umso schöner. Und es regnete mal nicht – worüber wir natürlich sehr glücklich waren. Bei Temperaturen um die fünf Grad und leichtem Wind ist es zwar recht kalt, doch die Szenerie überspielt das Kältegefühl. Man weiss kaum, wo der Horizont ist und wo oben aufhört und unten beginnt. Bei Tageslicht geht es dann ins Salzhotel, um zu frühstücken. Es regnet mal wieder… Kurze Zeit später hört es jedoch wieder auf und wir fahren noch etwas in der Salzfläche herum, um einige lustige Fotos zu machen – gehört hier einfach dazu!

Zum Abschluss der Tour besuchen wir den Markt in Colchani und den Zugfriedhof ausserhalb von Uyuni. Und dann ist auch schon fertig – wir lassen uns ins gebuchte Hostel bringen und werden hier zwei Tage aufwärmen, entspannen und weiterplanen. Mal schauen, was wir in der bolivianischen Regenzeit noch alles unternehmen können / werden. 


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