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Tag 310: Nusa Penida

7:30 Uhr. Wir sitzen mit gepackten Rucksäcken am Strand. Mit einem leichten Kopfschütteln wimmle ich die penetranten Einheimischen ab, die versuchen auf jede erdenkliche Art und Weise mit uns Geld zu verdienen. "Boat? Taxi? Scooter? Weed?" Wir brauchen nichts, denn wir sind zur Abreise hier und warten auf den jungen Mann, der uns vor ein paar Tagen auf dieser wunderschönen Insel abgesetzt hat. 

Wir haben die Zeit hier genossen. Im Gegensatz zu ihrer kleineren Schwesterinsel Nusa Lembongan ist Nusa Penida deutlich weniger touristisch und das, obwohl es deutlich mehr zu sehen und zu tun gibt. Unser Homestay war perfekt. Ein junges Päarchen, dass gut und gerne englisch spricht, zwei kleine aufgeweckte Kinder und zwei symphatische lustige Großeltern. Alle zusammen sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Mit einem Roller ausgestattet haben wir in den letzten Tagen die knapp 200 km² große Insel bis in die letzten Ecken erkundet. Es gibt unglaublich viel zu sehen und atemberaubend schöne Orte. Traumhafte Strände, gigantische Klippen, Höhlen, Wälder, Dschungel, Tempel, Lagunen, Korallenriffe und und und. Der viele Regen und die unbefahrbarsten Straßen, die ich je erlebt habe, haben unsere Zeit zu einem richtigen Abenteuer gemacht. Neben Natur und Abenteuer, haben wir allerdings auch einen sehr interessanten Einblick in die Welt des Hinduismus bekommen. Unsere Gastgeber haben uns zu einem sehr großem und wichtigen Fest ihrer hinduistischen Gemeinde eingeladen. Allein aus Respekt, aber auch aus Neugier und Interesse, haben wir selbstverständlich zugesagt. Unwissend was uns erwarten wird. Wir wurden traditionell eingekleidet, sind zum Tempel gelaufen und fanden uns als einzige Ausländer in der Mitte einer ganzen Dorfgemeinschaft wieder. Es wurde verschieden auf uns reagiert. Einige waren sehr freundlich und einladend, andere warfen uns seltsame Blicke zu, tuschelten, und andere waren einfach nur verwirrt. Wir verfolgten mit großem Interesse das Spektakel aus Tanz, Gebet, Gesang, Opfergaben und Segnungen. Bunte Farben, der Geruch von Räucherstäbchen, Blüten. Mit der Zeit wurde das Sitzen auf dem gepflasterten Boden immer unbequemer und wir waren froh als alle nach eineinhalb Stunden aufstanden und den Tempel verließen. Wir erfreuten uns unserer frischen Erfahrung und darauf endlich etwas essen gehen zu können. Allerdings gingen die Leute nicht nach Hause, sondern sie nahmen die Opfergaben und liefen zum nächsten Tempel. Von der Masse mitgezogen verbrachten wir weitere eineinhalb Stunden mit schmerzendem Rücken und leerem Magen auf dem harten Boden sitzend ohne die geringste Ahnung was gerade eigentlich um uns herum passiert. So anstrengend und verwirrend diese drei Stunden auch waren, so dankbar waren wir auch unseren Gastgebern für die Möglichkeit einen Einblick in ihre Kultur zu bekommen. 

Auf Nusa Penida haben wir all das gefunden, weshalb wir nach Bali gekommen sind. Natur, Kultur, Abenteuer und Spaß. Jetzt geht es weiter. Nächster Halt: Gili Trawangan

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