abgehtdiewutz
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Gestern wieder Strecke gemacht. Für 250 km haben wir ca.8 Stunden gebraucht. Die Straßen sind kurvig, immer rauf und runter und öfters defekt. Aber der Straßenbau in Kolumbien ist bestimmt auch eine Herausforderung. Auf jeden Fall ist es außerhalb der Städte sehr grün. In unserer Wohnung in Medellin angekommen, war ich ziemlich fertig. Das Gefühl, das einfach alles zuviel ist. Die lange Busfahrt, die laute Stadt und unsere Unterkunft mitten im Party und Sexmillieu. Farina tut sich leichter damit, sind doch eben ein paar Jahre zwischen uns.😅 Nach etwas Essen und einkaufen, heute sind wir in einer Wohnung untergebracht, hat sich mein Zustand wieder normalisiert. 

Heute morgen Regen. Wir wollten eigentlich eine Free Walking Tour machen in der Communa 13. Da waren wir lieber erstmal Shopping Queens, dort wurden wir wenigstens nicht nass. 

Gegen Mittag besserte sich das Wetter,so das wir um 14:00 an der Tour teilnahmen. Der Guide sprach Englisch,so das auch ich ein bisschen verstehen konnte,den Rest hat mir Farina übersetzt. Kurze Erläuterung zur Comuna 13: Über Jahre hinweg war die Comuna 13 Kriegsgebiet, in dem wechselnde Parteien um die Oberhand kämpften. Mit dem Terrorregime von Drogenkönig  Pablo Escobar tobte in Medellin und ganz Kolumbien ein Bürgerkrieg zwischen Sicherheitskräften, rechten Paramilitärs und der linken Farc Guerilla.Auf einer Fläche von rund 7qkm , die sich überwiegend an steilen Hängen befindet, lebten 2017 ,zum größten Teil in ärmlichen Verhältnissen 160.000 Menschen. Noch in den 80er Jahren litt der Stadtteil unter dem sogenannten Medellinkartell und war bekannt geworden für blutige und tötliche Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Drogenbanden. Bis 2010 war dieses Gebiet,das zweitgefährlichste Gebiet der Welt. Platz 1 belegte der Gaza Streifen. Noch heute gibt es dort 2 Kartelle, mit denen zusammen gearbeitet werden muss. Es gibt dort unter anderem auch eine Riesenfreiluftrolltreppe, die im Dezember 2011 eröffnet wurde. Mit einer Länge von 348m, überwindet sie insgesamt 28 Stockwerke. Die Baumaßnahmen wurden eher den Touristen gewidmet, als den Einwohnern selbst. Die Häuser und Wände sind viel mit Graffiti bemalt. Mit dem Hintergrund, dass für diese Gebäude keine Steuern gezahlt werden müssen. 

Insgesamt hat mir diese Tour sehr gut gefallen. Besonders auch die Streetdance Vorführung,die wir mittendrin bekamen. Für mich irgendwie eine eigene interessante Welt. 

Auf der Heimfahrt hatten wir einen sehr unterhaltsamen Taxifahrer. Dank Google Übersetzer fragte und erzählte er viel. Er hieß uns herzlich Willkommen, erklärte ein bisschen was vom Weg. Zum Schluß meinte er noch : Frauen seien das beste der Schöpfung. Da konnten wir ihm absolut nicht widersprechen.😅 


Kolumbien

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Kommentare

Melanie
Sieht sehr cool aus dort! :-)