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Tag 10: Levada das 25 Fontes e Risco & Feenwald

Veröffentlicht: 16.08.2025

Tour
Levada das 25 Fontes e Risco
Wanderung · 5h 20m
Attraktion
25 Fontes Wasserfall
Rabaçal, Portugal
Attraktion
Risco Wasserfall
Rabaçal, Portugal
Sehenswert
Vereda do Túnel do Cavalo
Rabaçal, Portugal
Essen
Jungle Rain Restaurant
$ · Abendessen
Park
Park Florestal do Fanal
Fanal, Portugal
Sehenswert
Miradouro da Barragem do Pico da Urze
Madeira, Portugal
Unterkunft
Villa Cró
Ferienwohnung · Calheta

25.7.25

Highlights heute:

  • PR 6.1 Levada das 25 Fontes e Risco
  • PR 6 - Levada das 25 Fonte
  • Parque Florestal do Fanal (Feenwald)


Heute endet die Nacht wieder zu früh... der frühe Vogel und so...

Wir wollen die Levadawanderung 25 Fontes & Risco machen. Unser Vermieter sagte uns bereits: seid früh da!

Ok, wir verlassen um 7:45 das Haus und fahren knapp 15 Miuten hoch in die Berge Richtung Rabacal zum Startpunkt des Trails.

Als wir das Haus verlassen, hat es bereits morgens vor 8 Uhr über 20 Grad, weshalb wir alle sehr "luftig" bekleidet sind. Ich habe lediglich eine dünne Regenjacke dabei, der Rest der Familie entweder einen Pulli oder eine zusätzliche Jacke.

Mit fast jeder Minute Fahrt können wir auf der Temperaturanzeige unseres Autos die fallenden Gradzahlen verfolgen.

Als wir auf dem Parkplatz am Miradouro do Rabacal ankommen, zeigt das Autothermometer +13 Grad....ups.

Aber: die Sonne scheint!!! Und das ist hier oben wohl nicht jeden Tag der Fall.

Einen Parkplatz bekoommen wir jetzt um 8 Uhr morgens problemlos. Es stehen vielleicht 10 Autos auf dem Parkplatz.

Der Shuttlebus, der den Parkplatz mit dem Startpunkt der Levada 25 Fontes  & Risco verbindet, fährt erst gegen 10 Uhr, daher laufen wir nun zuerst den knapp 2km langen "Bus-Shuttle Weg" nach unten (ca 250 Höhenmeter) zum Rabaçal Nature Spot Cottage, wo man auch übernachten kann und wo sich gleichzeitig öffentliche Toiletten und ein Café befinden (morgens um 8:45 allerdings noch geschlossen). Dort starten dann auch die 25 Fontes & Risco Levada Wanderungen.

Die heutige Levada Tour
2km bergab

Wir laufen erst zum Risco Wasserfall, den wir beeindruckend finden. Noch ist nicht viel los, uns kommen noch nicht viele Wanderer entgegen.

Risco Wasserfall
Risco Wasserfall

Der Weg zum Wasserfall ist ein Abstecher, wir laufen die selbe Stecke wieder zurück bis zum Cottage, wo der Weg zur Levada 25 Fontes über steile Treppenstufen über 150 Höhenmeter abwärts.

Ich bekomme jetzt schon die Krise, wenn ich daran denke, dass ich die 400 Höhenmeter später wieder nach oben laufen soll bzw. die 150 Hhenmeter samt Treppen... den Rest übernimmt ja später ein Shuttlebus.

Ich versuche es zu verdrängen und mich zuerst auf die Levadastrecke bis zum 25 Finte Wasserfall zu konzentrieren.

Hier wirds ziemlich schnell sehr spannend und sehr eng! Wir hatten bei der letzten Levadawanderung schon immer mal Etappen, wo die Levada so eng war, dass man nur schwierig ausweichen konnte, aber hier wird es irgednwann so dermaßen eng, dass es eine "Einbahnstraße" gibt. Trotzdem kommen uns immer wieder einige Wanderer entgegen.

25 Fontes

Manchmal muss man rauf auf die Levada, weil kaum Platz daneben ist
Levadawasserfall

Am Wasserfall angekommen, sind wir nicht mehr alleine. Es ist voll hier! Krass, wir waren doch relativ früh unterwegs.

Der Wasserfall ist total belagert, überall wedern Fotos geschossen (jede Menge INSTA Sternchen sind hier unterwegs), überall sitzen Leute auf den Steinen und Felsen, was es kaum möglich macht, überhaupt ein Foto vom Wasserfall machen zu können. Während der Gatte auf den Steinen herumklettert und des besten Fotospot sucht, warte ich einfach seitlich, bis ich freies Sichtfeld habe.

25 Fontes Wasserfall

Das Hightlight hier ist sowieso nicht der Wasserfall, sondern die Vögel, die auf die Hand und Arm geflogen kommen und Futter haben wollen. Sohnemann hat ein paar Nüsse in der Hand und promt gesellen sich mehrere Vögel zu ihm und kommen auch auf unsere Hände. Sehr süß. Besser als jeder Wasserfall 😅

Da kommt sofort einer angeflogen
Hey, wo ist das Futter??

(Das Hinweisschild, dass man die Vögel nicht füttern soll, sehen wir erst beim Verlassen der Fonte... ups. Ok, die sind angefüttert - dann ist klar, warum sie so zutraulich sind.)

Wir verbringen ca 15 Minuten am Wasserfall und treten dann den Rückweg an.

Eigentlich führt der Weg (Erinnerung: entlang der Levada gab es eine Einbahnstraße!) nun über steile Treppen den Berg hinauf. Ich schleppe mich ca 30 Stufen bis zur Kurve nach oben, aber es ist kein Ende der Stufen in Sicht. Für mich als untrainierter Sportmuffel mit krankem Bein eine nicht überwindbare Aufgabe - evtl bei kühleren Temperaturen ( es hat mittlerweile 26 Grad) und ohne die vielen Menschen, die ich nun auf der Treppe permanent aufhalten würde...

Da es einige Wanderer vorgemacht haben, laufen wir nun gegn den Strom die extrem schmale Levada gegen die Einbahnstraße zurück und müssen uns die ein oder andere spitze Bemerkung und Belehrung anhren - besonders von einer deutschen Reiseleitung, die ihre 30 Personengruppe nun irgendwie an uns vorbeiführen muss... 

Wir ignorieren das Gemecker und erreichen noch vor den ganz großen Touristengruppen das Ende der "Einbahnstraße". Hier kommt der andere Weg übrigens wieder vom Berg hinunter (wir sehen nur steile Stufen, aber kein Ende der Stufen....).

Hinter uns hangeln sich weitere Wanderer engegen der Einbahnstraße die Levada entlang. Wir sind also nicht die Einzigen, die das Schild "Einbahnstraße" nicht verstanden haben 😅😂

An der Brücke vor dem kleinen Wasserfall fliegen wieder die sehr zutraulichen Vgel herum und schauen, ob es etwas Essbares gibt.

Auf der Brücke

Wir laufen danach die Levada weiter bis zum großen Tunneleingang, den der Gatte sich anschauen wollte. Ab hier haben wir nun 2 Möglichkeiten:

Alle zusammen den gleichen Weg zurück, die Treppen (150 Höhenmeter) rauf zum Shuttlebus und zum Parkplatz oder wir teilen uns auf und der Gatte läuft alleine oder in Begleitung zurück zum Auto und ich laufe alleine oder mit Begleitung (?) durch den 600m langen Tunnel und danach weiter in Richtung Straße, wo mich der Gatte wieder einsammeln würde.

Eingang zum 600m langen Tunnel

Uff....ich muss die 400 Höhenmeter nicht mehr rauf - hossassa!!!

Sohnemann sieht den Tunnel und streikt. Da würden ihn keine 10 Pferde hinein bekommen, während die Tocher voller Tatendrang am liebsten sofort in den Tunnel gehen würde. Ok, also gehen Sohnemann und Gatte zurück zum Auto und ich wage mich mit der Tochter in den Tunnel und dann weiter bis wir die Straße erreichen. Läuft! Keine Höhenmeter...

Wir rasten ein Weile und geben den Männern einen Vorsprung, dann wagen wir uns in den 600m langen Tunnel  Vereda do Túnel do CavaloDieser ist deutlich höher & breiter als der Letzte, aber man sieht wirklich nichts! Kein Ende, nichts! Wieder bin ich extrem neidisch auf die helle Stirnlampe, die die Tochter auf dem Kopf hat. 

In diesem Levadatunnel verläuft die Levada direkt an der Wand, nicht in der  Mitte des Tunnels. Darüber verläuft außerdem ein dickes Rohr. 

Wir laufen dicht hintereinander durch den Tunnel... so ein wenig gruselig ist das schon. Erst auf den letzten 100, kommen und Wanderer entgegen, man hat aber relativ viel Platz, um auszuweichen. 

Blick zurück...
Kein Ende in Sicht!
Ohne Lampe ist es rabenschwarz
Ende in Sicht!!!

Der Tunnel endet mitten im Grünen. 

Blick auf den Tunnelausgang
Blick zurück Richtung Tunnel
Weg zurück zur Straße

Wir folgen dem Weg noch ca 1 km und erreichen dann - nach 5 Stunden und 20.000 Schritten - die Straße mit Parkplatz und WC / Rasthaus, welches wir morgens noch gesehen haben. Alle Parkplätze sind zugeparkt, entlang der Straße stehen überall Autos. Wahnsinn.

Wandbilder am Parkplatz


Wenn ich die 25 Fonte Wanderung noch mal machen müsste, würde ich von hier aus starten. Man hat minimale Steigung, einen spannenden Tunnel und kann relativ unkompliziert bis zum Wasserfall laufen.

Man verpasst zwar den Risco Wasserfall, der uns im Nachhinein tatsächlich besser gefallen hat, als der 25 Fonte Wasserfall, aber das wäre zu verschmerzen.

Es dauert nicht lange, da erreichen uns Gatte und Sohnemann mit dem Auto. Wow, sie sind ohne Shuttlebus (den verpassten sie bei Anunft am Cottage und wollten keine 20 Minuten warten) die gesamten 400 Höhenmeter über Treppen und Straße nach oben zum Parkplatz gelaufen. Respekt! Hätte ich heute nicht mehr gepackt...

Jetzt haben wir Hunger!

Wir fahrne die Straße zum oberen Parkptz zurück und können nur mit den Ohren schlackern, wo hier überall die Autos parken! Überall neben der STraße, teilweise km vom Levada-Startparkplatz entfernt. Der totale Wahnsinn! Wir wollen nicht wissen, was JETZT da unten am Wasserfall und entlang der Levada los ist....😱

Parkchaos überall...

Ein paar Kilometer weiter stoppen wir beim Jungle Rain Restaurant. Hat was von Rainforest Café - Dschungeldesign mit Papptieren und entspechenden Geräuschen. Schon irgendwie lustig. Die Veggie Burger sind jedenfalls sehr lecker und werden sogar von einem Roboter serviert 😃

Veggieburger
Roboterservice

Nach dem Essen fahren wir über die Hochebene Paul da Serra, vorbei an einigen Kühen, die hier oben weiden, weiter zum Park Florestal do Fanal, dem "Feenwald", der ist berühmt für seinen hundertjährigen Madeira-Lorbeerwald (Ocotea foetens), von dem einige Exemplare noch aus der Zeit vor der Entdeckung der Insel stammen. 

Paul da Serra Hochebene

Und dieser macht seinem Beinamen "Feenwald" heute alle Ehre. Schon auf dem Weg dorthin fahren wir aus dem strahlenden Sonnenschein in plötzliche Nebelschwaden hinein, Sichtweite unter 20m. Extrem krass! Wir fahren Schrittgeschwindigkeit, um den Abzweig zum Parkplatz nicht zu verpassen.

Im Nachhinein haben wir festgestellt, dass wir es gar nicht bis zum offiziellen Parkplatz geschafft haben, sondern beim Campingplatz standen. Auch nicht schlimm - den "Feenwald" erreicht man von beiden Seiten.

Im dichten Nebel bei gefühlten 10 Grad weniger, erkunden wir die alten Lorbeerbäume. Durch den dichten Nebel herrscht hier eine ganz besondere Stimmung - kann ich nur schwer beschreiben. Auf vielen Fotos habe ich Bilder von Bäumen in der Sonne mit ein paar vorbeiziehenden Nebelschwaden gesehen, aber heute ist von der Sonne nichts zu sehen.

Der Jugend wird es zu kalt und während sie im Auto warten, erkunden der Gatte und ich die Umgebung.  Wir finden es - vielleicht gerade wegen des Nebels - mega schön hier!

ls wir wieder zurück Richtung Hochebene fahren, ist es, als würden wir plötzlich eine Wand durchbrechen: von ein auf die andere Sekunde befinden wir uns wieder im strahlenden Sonnenschein mit einem sowas von blauem Himmel!!! Krass....

Wir stoppen noch am Miradouro da Barragem d. Pico da Urze, von wo as man einen Blick auf den Stausee und die tief hängenden Wolken im Hintergrund hat, wo sich Fanal befindet. Wie eine Decke liegen die Wolken hier über den Bergen und ziehen nur ganz langsam darüber hinweg. 

Den Nachmittag verbringen wir am Pool auf der Terrasse unseres Ferienhauses. Das war heute auf jeden Fall wieder ein ereignisreicher Tag hier auf Madeira!


Für die Statistik:

Gelaufen: 17 km

Gefahren: 40 km

Übernachtung: Villa Cró in Calheta

Wetter: Sonne satt bis +27 Grad, im Feenwald Nebel und mind. 10 Grad weniger

  • PR 6.1 Levada das 25 Fontes e Risco

Distanz: 1,5 km (3 km Hin- und Rückweg)
Schwierigkeit: leicht
Dauer: 2:00 h
Start/Ende: Rabaçal (ER105) / Risco
Höchster/Tiefster Punkt: 1.288 m / 1000 m

  • PR 6 - Levada das 25 Fonte

Distanz: 4,3 km (8,6 km Hin- und Rückweg)
Schwierigkeit: mittel
Dauer: 3:00 h
Start/Ende: Rabaçal (ER105) / 25 Fontes
Höchster/Tiefster Punkt: 1.288 m / 964 m






Auf einen Blick

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Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer · 27°C
Begleitung
Mit Familie (4)
AbenteuerlichFamilienfreundlich
  • Levada das 25 Fontes e Risco
  • 25 Fontes Wasserfall
  • Vereda do Túnel do Cavalo
  • Jungle Rain Restaurant
  • Fanal im Nebel
Stirnlampe
NaturAbenteuerEssen
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