Veröffentlicht: 31.08.2025




































3.8.2025
Highlights heute:
Nach dem Frühstück starten wir erneut Richtung "Hinterland". Nachdem der Gatte den Mietwagen ausgeparkt hat, kanns losgehen.
Es geht heute in den Nordosten Portugals, in den ca 100km entferneten Nationalpark Peneda-Gerês.
Das Wetter ist wieder knackig warm heute, bereits am Vormittag, als wir durch Braga kommen, sind es schon 25 Grad, als Höchsttemperatur sagt meine App +38 Grad voraus. Es ist also wieder schwitzen angesagt...
Unser erster Stopp um 11 Uhr ist der Cávado Stausee. Die Idee ist, hier irgendwo ein nettes Plätzchen zu finden und im See schwimmen zu gehen. Die Temperaturen nähern sich ja recht schnell der "ich muss mich abkühlen" Temperatur warum also nicht ein Bad im See? Klingt prima.
Wir halten an einem Cafe mit Seeblick, schauen einigen Posern auf Jetskis zu und versuchen unser Glück, einen Parkplatz an einem der Seezugänge zu ergattern. Allerdings haben wir die Rechnung ohne die Portugiesen gemacht...
Es ist Sonntag und absolut jeder Portugiese, der ein Auto besitzt, scheint heute hier an den See gekommen zu sein. Die Straßen sind zugeparkt, man kommt kaum noch in der Mitte der Straße durch. Verrückt!
Wir finden nicht mal die kleinste Parklücke, um wenigsten einen Blick auf den See, Strand, o.Ä. zu erhaschen - kein Platz!
Schade...
Leicht gefrustet fahren wir weiter. Dann eben Plan B - im Nationalpark soll es Wasserfälle und Badepools geben!
Die Straßen werden immer schmaler und als wir den Nationalpark erreichen, folgen steile Straßen mit unzähigen Spitzkehren und Einheimischen, den ich am liebsten den Führerschen wegnehmen würde - so wie die hier in den schmalen Straßen und Kurven herumrasen!😤😤😤
Zum Picknicken ist es zu früh - wir fahren an echt tollen Picknickplätzen vorbei - aber die Herren haben noch keinen Hunger.
Weiter geht es über schmale Seitenstraßen, geschottert, den Berg hinauf zum Miradouro Novo da Pedra Bela. Von hier oben hat man noch mal einen tollen Blick auf den Stausee!
Auch hier im Wald gibt es echt tolle Picknickplätze. Aber auch jetzt um 12 Uhr mittags haben die Herren noch keinen Hunger und keine Lust, etwas zu essen.
Wir fahren mit dem Auto wieder ein Stück zurück zur Straße und dann weiter. Nächster Stopp soll eigentlich ein Wasserfall sein, aber was soll ich sagen.... Parkchaos. In der Nähe des Wasserfalls ist überhaupt kein Parkplatz zu finden, laufen bei über 30 Grad fällt weg. Der Gatte versucht zwar, all seine Überredenskünst auszupacken, aber Sohnemann und ich haben absolut eine Lust, zu einem überfüllten Wasserfall zu laufen - der wahrscheinlich eh viel zu kalt zum Baden wäre...
Nächstes Problem: es gibt hier nirgendwo Toiletten oder überhaupt sanitäre Anlagen. Badezeug haben wir nicht an - wo denn umziehen?? Hier wimmelt es ja überall von Menschen... Ein WC wäre auch tatsächlich nicht schlecht, aber es gibt keins. Nicht mal ein Dixi Klo o.Ä.
Der Gatte gibt auf - weiter gehts.
Man kann noch einen Steinhügel hinaufklettern und die Aussicht am Miradouro das Rocas genießen. Da ich zum einen keinen Parkplatz finde, zum anderen auch nicht bei der Hitze auf irgendwelche Hügel klettern will, darf der Gatte dies im Alleingang machen, während ich mit Sohnemann im Auto warte.
Wir stoppen am Miradouro da Ermida, wo sich ein kleiner Touristeninformationskiosk befindet. Wir bekommen noch einige Tipps, allerdings muss auch die Dame zugeben, dass es in Sachen Parkplatz heute sehr schwierig wird, da wegen der Hitze und natürlich weil es Sonntag ist, der Nationalpark sehr voll ist.
Wir versuchen unser Glück an einem der Badepools und stoppen oberhalb an der Straße. Weiter unten ist alles zugeparkt und man muss ein Stück zu den Pools hinunterklettern.
Nach wie vor habe ich das Problem des fehlenden WCs und Umkleideoption. Hier gibts jedenfalls keinen Parkplatz, also weiter.
Bei den nächsten Pools an der Ponte da Pigarreira haben wir Glück und finden am Straßenrand noch eine Parkmöglichkeit. Sohnemann hat keine Lust, zu den Pool zu klettern, er möchte nun langsam lieber etwas zu Mittag essen. Der Gatte klettert daher, mit Badehose bewaffnet, alleine über die Felsen und kühlt sich in einem der Pools ab, während wir eine Sitzgelegenheit im Schatten finden und etwas Essen und Trinken. Es hat mittlerweile 40 Grad, es ist echt heiß und es fehlt so etwas die Lust, bei den Temperaturen überhaupt etwas zu machen.
Nach einem kurzen Stopp am Miradouro Lobo de Fafião - Aussicht mit Wolf - entscheiden wir, wieder zurück Richtung Porto zu fahren und unser Glück vielleicht am Meer zu versuchen. Es ist uns hier im Nationalpark zu heiß und zu voll...
Gegen 15:30 erreichen wir die Küste und fahren zur Praia do Cabo do Mundo, wo wir am ersten Tag zu Mittag gegessen haben. Hier gabs es auch eine öffentliche Toilette - die sind am Strand rar gesät!
Die Parksituation ist katastrophal - die Autos stehen wirklich überall - auch auf Wiesen, Hängen, Hügeln - überall wo man mit dem Auto hinkommt, wird es geparkt. Sohnemann und ich springen schnell auf raus auf die Toilette, während der Gatte im Auto wartet. Einen Parkpatz finden wir hier nicht...
Weiter gehts zum nächsten - viel schöneren - Strand Praia do Aterro. Wo am Freitag noch ein riesiger fast leerer Parkplatz vorzufinden war, stehen heute Hunderte von Autos! Wahnsinn!! Sind denn alle Einheimischen heute am Strand???
Wir drehen 2 Runden auf dem riesigen Parkplatz, in jeder Seitenstraße stehen schon mindestens 5 weitere Autos und warten darauf, dass jemand wegfährt. Irre...
Dann haben wir Glück: genau vor uns steigt jemand ins Auto und fährt los - Check! Unser Parkplatz!!!
Wie am ersten Tag, wird das Wetter deutlich angenehmer (für mich zumindest), sobald man vom Parkplatz über die Düne zum Meer geht. Hier ist es nämlich windig und nicht mehr so heiß. Wir suchen uns einen Platz im Schatten des Lifeguard Turms und testen das Wasser.
Mehrere Sandbänke sind gerade zu sehen, es herrscht Ebbe, das Wasser ist relativ flach und an kann an den Sandbänken gut bis zu den Knien im Wasser herumlaufen.
Aber: das ist nur was für Hartgesottene, denn das Wasser hat heute 16 Grad (gestern nur 15,7 °C). Herrlich erfrischend, aber schwimmen muss ich jetzt auch nicht mehr. Der Gatte wagt sich als Einziger ins kühe Nass - auch wegen der Wellen, denn das macht ja besonders viel Spaß, sich in die Wellen zu werden und Bodysurfen auszuprobieren 😂
Wir chillen bis knapp 19 Uhr am Strand - einfach herrlich! So am Ende des Urlaubs darf man auch einfach mal faul am Strand liegen!
Wir packen unsere Sachen zusammen und wollen ein Restaurant am Strand zum Abendessen suchen. Die Suche nach einem Restaurant gestaltet sich dann allerdings viel schwieriger als gedacht:
es gibt keins! Und die, die es gibt, haben entweder geschlossen oder haben nichts zum Abendessen.
Wir fahren mit dem Auto die Straße entlang Richtung Hafen, finden einen Parkplatz und gehen zu Fuß auf die Suche. Erfolglos. Nachdem wir eine Weile am Meer entlang gelaufen sind, landen wir dann - wir machten anfangs noch Witze darüber - im einzigen "Restaurant" in Strandnähe: McDonalds!
Mit Veggieburger und Salal sitzen wir dann draußen und schauen aufs Meer. Naja, immerhin Meerblick und das Abendessen ist jetzt doch deutlich günstiger ausgefallen, als geplant 🤣
Wir laufen danach noch an der Promenade entlang und schauen der untergehenden Sonne zu. Bis zum Sunset warten wir nicht, da wir noch packen müssen.
Letzter Tag in Portugal - schön wars!
Für die Statistik:
Gelaufen: 5,5 km
Gefahren: ca. 240 km
Übernachtung: 3*** Tryp Porto Centro (Ü/Fr)
Wetter: Sonne satt, bis +40 Grad
