Veröffentlicht: 31.08.2025
So, der Urlaub ist vorbei und ich überlege, was ich im Blog vergessen habe und noch loswerden will 😇
Madeira ist die Insel der Tunnel und Frühaufsteher!
Es ist eigentlich kaum möglich, die Insel zu erkunden, ohne durch einen Tunnel zu fahren. Ich habe noch nie so viele Tunnel auf so engem Raum gesehen! Alleine auf unsere "Hausstrecke" vom Flughafen bis zum Ferienhaus (Funchal - Calheta), die etwa 50 km lang ist, befinden sich wohl locker 20-30 Tunnel - wir haben bei der Anreise tatsächlich kaum etwas von der Insel gesehen, da wir ab hiner Funchal gefühlt nur noch durch Tunnel gefahren sind...
Vor allem in der High Season und Ferienzeit gilt auf Madeira: wer etws sehen und erleben will, MUSS früh aufstehen. Vor allem an den Highlights und HotSpots wird die Suche nach einem Parkplatz ab 8:30/9 Uhr schon zur Geduldspobe.
Vor allem an den berkannten Lavadawanderungen (z.B. 25 Fontes e Risco) und Highlihts wie Pico do Areeio ist die Parkplatzsuche sehr anstrengend, wenn man "später" dran ist. Wir haben Autoschlangen entlang der Straße gesehen, die wirklich kilometerweit vom eigentlichen Ziel entfernt waren.
Ich müsste es schönreden, wenn ich sagen würde, dass Madeira eine ruhige, einsame Insel ist. Madeira ist eine sehr schöne Insel, bedingt durch das Reisen in der absoluten Hochsaison muss ich aber sagen: es war voll!
In meinen Augen gibts auf Madeira viel zu viele Hotels, Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Touristen. Wahrscheinlich trifft das auf so ziemlich alle Inseln im Mittelmeer und Atlantk zu, aber wir fanden die Touristenströme wirklich krass.
Ausweichen kann man, wenn man auf die absoluten Highlights verzichtet oder eben sehhhhhr früh da ist. Es gab tatsächlich Levadawanderungen, auf denen wir fast alleine unterwegs waren - wenn es nicht unbedingt die 25 Fontes sein muss, dann ruhig auf eine eher unbekanntee Levada ausweichen. Uns persönlich haben andere Levadas deutlich besser gefallen als die 25 Fontes.
Man sollte daher schon ein wenig Tagesplanung betreiben und nicht so ganz ins "Blaue" fahren, sonst ist man evtl schnell enttäuscht.
Wir haben es trotzdem geschafft, einen wunderschönen Urlaub zu verbringen und haben fast alles von unserer Bucket List abhaken können. Einzig das "Ausschlafen" war nicht dabei - aber hey - wir sind ja nicht zum Spaß im Urlaub 😜
Davon gibt es auf Madeira eine ganze Menge und sie sind wirklich eins der Highlights auf Madeira! In den 10 Tagen haben wir natürlich nur einen Bruchteil der Levadas kennengelernt. Und alle sind anders!!! Man könnte ja meinen, dass es durchaus langweilig wäre, immer wieder an einem Wasserlauf entlang zu laufen, aber nein: ist es nicht! Und immer ist es anders.
Empfehlenswert sind allerdings: feste Schuhe und eine Stirnlampe ist wirklich empfehlenswert!!! Zwar habe ich mit einer Handylampe auch "gesehen", aber die Stirnlampe meiner Tochter war dagegen wirklich eine "Erleuchtung" (gibts für kleines Geld bei Decathlon).
Viele Levadas sind übrigens für Trekkingstöcke nicht geeignet, da man schlichtweg gar keinen Platz hat, diese zu benutzen. Ich hatte meine Stöcke tatsächlich nur 1 x dabei.
Traditionell gibts (fast überall) "Bolo do Caco", ein leckeres Weizen-/Süßkartoffelbrot, oft einfach nur mit Knoblauchbutter serviert. Mega lecker!
Der wohl bekannteste Fisch auf Madeira ist der Espada, der Degenfisch aus der Tiefsee. Der landete bei uns sehr oft mit Banane und Passionsfrucht auf dem Teller.
Als Vegetarier muss man nicht hungern. Oft war ich mit Bolo do Caco schon glücklich, aber auch vegetarische Gerichte haben wir auf nahzu jeder Karte gefunden. Selbst wenn es keine vegetarischen Gerichte auf der Karte gab, war es nie ein Problem, etwas zu bekommen (Omelette, Salate etc.)
Poncha: der Cocktail aus Orangensaft, Rum und Honig (manchmal auf mit einem Spritzer Zitrone/Limette). Wir haben ihn oft getestet. In den Restaurants und Lokalen sehr lecker, die fertigen Varianten in Fläschchen aus dem Supermarkt fanden wir leider nicht lecker...
Unsere Route:
Frankfurt - (Umstieg Lissabon) - Porto Santo - Madeira - Porto - Frankfurt
Die Flüge waren preislich übrigens deutlich günstiger, als der einzelne Flug, den ich für meine Tochter einige Wochen vor der Reise nachgebucht habe. Sie kam mit der Discover direkt von Frankfurt nach Madeira.
Generell gilt - wie heutzutage überall: wer in der High Season / Ferienzeit fliegen muss, sollte die Flüge frühzeitig buchen! Unsere TAP Flüge hatten sich 3 Monate vor Abflug im Preis verdreifacht!
Insgesamt waren wir mit der TAP total zufrieden. Selbst die knappe Umsteigezeit in Lissabon hat funktioniert - sogar mit Koffer!
Den Inselhüpfer von Porto Santo nach Madeira hätte die TAP auch angeboten, allerdings passte und da der Tag und die Uhrzeit nicht in die Planung. Eine günstige Alterntive zur TAP und Fähre war der Flug mit "BINTER Canaries". Die ATR 2 Flieger sind mit Propellern ausgestattet, klein, schnell und wendig. Der Flug nach Madeira dauert 12-15 Minuten (wird man in die Warteschleife geschickt, kann man auch mal 1,5h unterwegs sein). Für uns die beste Alternative.
Dank StopOver Programm der TAP konnten wir noch die Stadt Porto kennenlernen, die wir gar nicht auf dem Plan hatten. Wer also Lissabon und Porto noch nicht kennt und ein paar Tage mehr Zeit hat, dem empfehle ich auf jeden Fall den Flug mit der TAP und dem entsprechenden Stopover entweder auf dem Weg nach Madeira oder auf dem Rückweg! Lohnt sich!
Ich buche eigentlich immer meine Mietwagen bei www.billiger-mietwagen.de oder, wenn ich ein spezielles Auto oder besondere Abhol-Rückgabestation bentötige, auch bei www.avis.de
Auf kleinen Inseln wir Porto Santo lohnt sich die Suche im Internet oder vor Ort nach einem kleinen Mietwagenanbieter, die oft deutlich günstiger sind und auch Hotellieferung bzw. Stationen außerhalb des Flughafens anbieten.
Auf Porto Santo sind wir mit dem Mietwagenanbieter FIVE Rent a Car gut gefahren.
Auf Madeira ist es durchaus empfehlenswert, ein Auto mit etwas mehr Bodenfreiheit zu fahren und wenn möglich auf sehr große Autos zu verzichten. Die meisten Straßen sind sehr eng und schmal, Parkplätze sind überall rar oder kaum vorhanden. Ein großes Auto ist hier klar ein Nachteil!
Sowohl auf Madeira als auch in Porto haben wir bei GUERIN / ENTERPRISE gemietet und hatten keinerlei Probleme.
Das Wetter war tatsächlich ein ganz großes Mysterium und vorab auch wirklich nicht leicht zu planen.
Unsere Wetterapps sagten z.B. für Porto Santo immer (auch als wir dort waren) eine Höchsttemperatur von 23-24 Grad voraus. Das stimmte tatsächlich aber nie. Die Temperaturen schwankten je nachdem, wo an sich auf der kleinen Insel befand. Wir hatten Tempertauren von schwülheiß bis kühl und feucht. Wenn dann auch noch die Sonne ohen Wolken am Himmel war, waren es schnell über 30 Grad.
Also wir würden sagen, in den 5 Tagen auf Porto Santo hatten wir alles von 20-32,5 Grad!
Auf Madeira war es ähnlich. Unser Ferienhaus stand in Calheta, was sich als äußerst wetterstabile Ecke erwies. Hier war es eigentlich immer sonnig und warm, teils auch echt heiß (34 Grad), während es 2 "Tunnel" / Buchten oder Täler weiter deutlich kühler und sogar regnen konnte. Richtig planen kann man das Wetter hier nicht, vor allem auf der Nordseite kann es sehr schnell umschlagen.
Tipp: es gibt fast überall an den Hotspots Webcams, die man leicht im Internet findet. So kann man schauen, wie das Wetter ist (allerdings hat man keine Garantie, dass das Wetter dann 1 h später immer noch so ist, wie man es auf der Webcam gesehen hat 😂)
Abschließend würde ich aber sagen, dass die Südseite die wetterstabilste Seite ist und besonders die Ecke im Calheta bis Ribeira Brava hatte viele Sonnenstunden, während es weiter im Südosten ab Funchal bis Machico eher bewölkt war und auch häufiger regnete.
Ein weit verbreitetes Phänomen sind auf Madeira die "Crosswinds", Scherwinde, die jeden Tag zahlreiche Flugzeugspotter an den Flughafen locken. Im Internet findet man jede Menge Videos zu spektakulären Landungen - oder eben auch mehrfachen Versuchen zu Landen, die manchmal eben auch gar nicht gelingen und dann zur Folge haben, dass die Maschine nach Porto Santo oder sogar zurück an den Ausgangsflughafen (Bsp Lissabon) umgeleitet werden.
Wir haben vorab und auch nach unserem Urlaub immer mal wieder die Flieger auf Flightradar verfolgt oder Videos im Netz angeschaut.
Im Nachhinein hatten wir wirklich riesiges Glück!!! Weder wir, noch unsere Tochter, hatten Probleme mit Scherwinden bei Start und Landung! Glück gehabt!!!
Also Madeira (Portugal) ist meiner Meinung nach eine Region, wo man komplet ohne Bargeld nicht auskommt. Besonders Kleingeld sollte man immer zur Hand haben!
Parkuhren funktionieren nur mit Kleingeld, die Bezahlapp, die über einige Parkuhren angeboten wird, ist für Portugiesen gemacht.
0,50 Cent Stücke sollte man immer ausreichend dabei haben, denn WCs gibts es viele, aber die meisten kosten Geld und viele lassen sich auch nur durch Münzeinwurf öffnen!
Wir hatten oft das Pech, keine passenden Geldmünzen dabei zu haben. Manchmal hatten wir Glück und es konnte jemand vor Ort Geld wechseln, aber manhmal eben auch nicht...
Wer also Wert darauf legt, immer ein WC benutzen zu können, der sollte die 50 Cent Münzen griffbereit haben.
Auch in Restaurants und Geschäften ist es üblich, für WCs zu bezahlen (in einige auch als Restaurantgast)... das war teilweise "strange"...
Das beste Angebot für unser Hotel auf Porto Santo hatte der Reiseveranstalter Olimar! Kein anderes bekanntes Hotelbuchungsportal war auch nur ansatzweise so gut!
Das Ferienhaus "Casa Cro" auf Madeira habe ich über AirBnB gefunden. Über diese Plattform habe ich tatsächlich noch nicht oft gebucht, da ich andere Seiten besser und günstiger finde, aber das Haus war leider nur über diese Buchungsseite zu haben. Alles hat gut geklappt, das Haus war super, der Vermieter mega hilfsbereit und nett - kann ich nur wärmstens empfehlen!!!
Unser Hotel in Porto habe als Kombiangebot der TAP über Booking.com gebucht. Die TAP hat hier besondere Kontingente angeboten, wenn man einen Stopover über die TAP bucht (Lissabon oder Porto). Coole Sache, ohne zusätzliche Flugkosten noch eine Stadt kennenlernen - sehr empfehlenswert!
Madeira ist keine Badeinsel. Man kann baden, es gibt auch einige Sandstrände (u.A. in Calheta und Machico), diverse Stein-/Kiesstrände und Buchten und natürlich die Lava-Badepools oder angelegte Meeresschimmbäder. Trotzdem komt hier nicht so richtiges Strandfeeling auf. Wer Strand möchte, sollte Porto Santo fest einplanen!
Aber jetzt: viel Spaß auf Porto Santo, Madeira und in Portugal!
