Nächster Abschnitt: Südafrika
Am 13.03.18 haben wir uns nachmittags mit Laurin, Linnea und Karl getroffen. Wir haben lecker gegessen und jeder hatte einiges zu berichten. Die 3 hatten vorher Neuseelnad und...
Veröffentlicht: 09.04.2018





































































































Nach vielen Tagen Pause melde ich mich jetzt mit einem langen Eintrag zurück. Wir haben bisher in Südafrika so viel erlebt und unsere Tage waren so voll, dass ich kaum Zeit hatte zu schreiben. Manchmal hatten wir nicht mal mehr Strom, geschweige denn Internet. Aber jetzt klappt es. Mittlerweile sind wir in Brasilien und erleben weiterhin so viele tolle Sachen…
Am 16.03 ging es sehr früh in Johannesburg los. Wir waren alle im Hotel versammelt, es gab Frühstück und die ersten kleinen Kontakte waren bereits geknüpft. Dann kam er. Unser Truck. Unser Gefährt für die nächsten 3 Wochen. Der Truck bietet Platz für 24 Personen und 24 Rucksäcke. Am Ende des Trucks sind Schließfächer für unsere Rucksäcke. Es gibt Kühlboxen, Steckdosen, große Fenster und viel Stauraum. Und mit viel Stauraum meine ich sehr viel Stauraum!! Im Truck sind Zelte, Matratzen, Stühle, Tische und jegliches Geschirr, Essen und Küchengeräte verstaut. Oft kommt es vor, dass wir einfach an der Straße anhalten und dort essen. Naja nachdem dann die erste Aufregung weg war stellten sich uns Tank, Frank und Nici vor. Tank war unser Guide, er musste uns aber direkt am ersten Tag verlassen, da er bei einer anderen Gruppe einspringen musste. Jetzt haben wir George. Er ist der Knaller! Er kommt aus Kapstadt und ist sehr hilfsbereit, freundlich und er versucht alles möglich zu machen, was wir wollen. Frank ist unser Pilot und eigentlich der wichtigste Mann. Er kommt aus Johannesburg und hat 3 Kinder und sogar schon 2 Enkelkinder. Er fährt uns überall pünktlich und sicher hin und ist dazu noch immer am Grinsen. Herrlich! Niki kommt aus Mosambik, spricht aber sehr gut deutsch. Sie hat es in der Schule gelernt und übersetzt immer dann, wenn es Probleme gibt für die, die nicht so gut Englisch sprechen oder verstehen. Am ersten Tag haben wir dann Johannesburg verlassen und sind Richtung Krüger Nationalpark gefahren. Wir haben unseren Truck schon mal richtig kennenglernt. Je weiter man hinten sitzt, desto mehr wird man durch geschüttelt. :D Das Wetter hat uns leider nicht sehr freundlich begrüßt. Es hat total geregnet und das war für uns als Zelter natürlich ein toller Start. Die Tour machen alle gemeinsam, nur abends gehen die einen dann in ihre schöne Lodge und wir in unser Zelt. Aber wir haben tatsächlich ein Upgrade erhalten und dürfen jetzt umsonst für insgesamt 7 Nächte auch in einer Lodge schlafen. Wir geil ist das denn!! :D Wir kamen dann gegen Nachmittag im Krüger Park an und haben gezeigt bekommen, wie wir unsere Zelte aufbauen und das natürlich im Regen und im Matsch, aber es ging ganz einfach. Nach einer Dusche ging es dann zum Abendessen. Wir waren im Restaurant, allerdings war das draußen und nur unter Stoffdächern. Überall standen Öllampen und es war total gemütlich und das Essen war göttlich. Nach 2 Monaten Reis und Curry war ich im 7. Himmel. Es war ein großes Buffet mit Fleisch, Gemüse, Nudeln, Salate und Nachttisch. Wir tranken dazu ein südafrikanisches Cider. Das war sehr lecker und dann verkrümmelten Tim und ich uns in unser Zelt. Es war äußerst komisch die erste Nacht. Man hat kein Licht, keinen Platz, keinen Strom und alles ist feucht und unbequem :D Wir dachten uns, was wir uns da wohl eingebrockt haben. Aber mittlerweile haben wir uns echt dran gewöhnt und finden uns zurecht! Es war abenteuerlich und die anderen bemitleideten uns auch sehr. Alle sind super nett! Saskia lässt mich immer bei ihr duschen, Claudia hat uns ihre Taschenlampe gegeben und Jo hilft immer beim Auf- und Abbau der Zelte. Wir sind alles in allem eine super Gruppe, bunt gemischt und ich verstehe mich mit allen. Leider mussten uns heute einige verlassen, die die Tour nur bis Durban gebucht hatten. Natalie, Patrick und Ilona fehlen uns besonders. Aber eine Wiedersehen wurde bereits ausgemacht!
Am Samstag den 17.03 ging es früh los in den Krüger Park auf Safari… Es gab vorher einen Kaffee und ein paar Kekse und dann sind wir in den Jeep gehüpft und los. Wir waren auf der Spur der Big 5: Nashorn, Löwe, Leopard, Elefant und Büffel. Sie werden Big 5 genannt, wegen ihrer Aggressivität beim Jagen. Ein Nilpferd tötet zum Beispiel in Afrika jährlich die meisten Menschen und trotzdem gehört es nicht dazu. Das liegt daran, dass wenn man auf ein Nilpferd schießt rennt es sofort weg und zurück ins Wasser, während ein Löwe oder ein Tier der Big 5 auf dich zu rennt und angreift. Es war total spannend und im Nachhinein haben wir alle der Big 5 gesehen außer einen Leopard. Der hat sich gut versteckt! Zudem haben wir Giraffen, Zebras, Antilopen, Gazellen, Adler, Schildkröten, Nilpferde, Krokodile und die Ugly 5 gesehen. Dazu gehören Warzenschweine, Geier, Marabustörche, Gnus und Hyänen. Hyänen sind direkt an unserem Auto vorbei gelaufen, die sehen wirklich sehr fies aus!:D Wir waren dann 10 h unterwegs und dementsprechend auch sehr kaputt! Abends hat George für uns gegrillt. Er ist ein klasse Koch, er hat es bei seiner Mama gelernt und die hatte es dann aber auch wirklich drauf! :D
Am Sonntag den 18.03. haben wir die Panorama Route gemacht. Es war eine wunderschöne Strecke. So eine Landschaft habe ich noch nie gesehen und sie gehört definitiv unter die Top 3 der schönsten Landschaften, die ich bisher gesehen hab!! Alles ist so unglaublich weit und grün und riesig. Riesige Canyons und Berge, die alle mit einem schönen Flaum überzogen sind. Wir haben dann zuerst die 3 Sisters besucht, Das sind 3 riesig geformte Felsbrocken, die sich von einem zum anderen in diese typischen afrikanischen Zelthäuser verwandeln. Die Aussicht dort war atemberaubend. Am besten sieht man es auf den Bildern! Danach waren wir bei einem Canyon. Dort treffen sich 2 Flüsse. Einmal der River of Hapiness und einmal der River of Sadness. Sie haben diese Namen, weil damals holländische Kolonien weitergezogen sind, um neues Land zu erobern. Sie ließen die Frauen und Kinder zurück und sagten, da der Weg noch ungewiss war. Sie sagten, wenn wir nach 10 Tagen nicht wieder da sind, dann müsst ihr ohne uns weiter. Die Männer kamen am 10. Tag nicht zurück, weshalb sie den Fluss an dem sie gerade waren River of Sadness nannten. Sie zogen dann alleine los und fanden dann die Männer aber zufällig am nächsten Fluss wieder und diesen nannten sie dann River of Happiness. Es war super cool dort. Dort waren riesige Wasserfälle und vom Wasser abgetragenes und geformtes Gestein. Danach fuhren wir noch zu Gods Window. Das sind 3 Stufen, die man innerhalb von 1 km zurücklegen kann. Man hat dort eine wunderschöne Aussicht bis nach Mosambik. Innerhalb des kurzen Wanderwegs musste man auch durch ein kurzes Stück Dschungel, was sehr abenteuerlich war und große Affen waren dort. Seit sie mir in Thailand meinen Rucksack geklaut haben, bin ich sehr vorsichtig mit ihnen :D Abends gab es Spaghetti Bolognese. Lecker!!
Am Montag den 19.03 verließen wir den Krüger Park früh. Wir frühstückten vorher noch wie immer an der Feuerstelle draußen. Auf einmal hörten wir laute Geräusche und ich hörte noch, wie jemand lacht und sagt: ,,das hört sich an wie ein Elefant‘‘. Und da drehen wir uns um und da läuft ein großer ausgewachsener Elefant 5 m von uns entfernt durch Camp. Gott sei Dank hinter einem kleinen Zaun, denn ich glaube der Eli war nicht ganz happy und deshalb hat er auch so töröt :D Abenteuer direkt am Morgen :D Wir sind dann durch die Krüger Park mit unserem Truck gefahren und haben noch einmal eine Safari gemacht. Natalie und ich durften uns vor ins Fahrerhaus zu Frank setzen, da hatten wir die perfekte Sicht und einen Profi neben uns. Er sah während er fuhr mehr Dinge, als wir hochkonzentriert und angestrengt ohne zu fahren :D Wir fuhren dann ins Swaziland. Nachdem wir über der Grenze waren brauchten wir nicht mehr lange und dann waren wir im Camp. Dort ging es auch direkt weiter, die Night Safari wartete bereits auf uns. Das Gepäck ließen wir im Truck und George, Niki und Frank waren so lieb und bauten derweil schon mal unsere Zelte auf. Wir trafen dann auf Ma No( gleichzeitig während man No sagt wird geschnalzt 😊) Ba. Er war unser Guide. Im Preis waren noch 2 Getränke pro Person drin. Was für ein Luxus. Wir fuhren dann also bei Sonnenuntergang durch den wunderschönen tag beobachteten Elefanten und Büffel im Gras und tranken eine kühle Cola. Was will man mehr. Diese Safari war bisher einer meiner Highlight auf der ganzen Reise. Man kann gar nicht beschreiben, wie es ist wenn 3 m von einem entfernt 2 Nashörner stehen und grasen und dich anschauen. Ein wenig Adrenalin bekommt man da schon. Der Park ist ein bisschen anders als der Krüger Park. Er ist ein Stück weit von Menschen angelegt. Er ist nämlich in 3 Bereiche eingeteilt. In einem sind nur Impalas, Gazellen und Antilopen und Giraffen (also die freundlichen Tier :D). Im 2. Bereich sind Nashörner und Elefanten und im 3. sind die Löwen. Dann war es auch endlich soweit wir fuhren in den Löwen Bereich. Die Bereiche sind alle mit großen Zäunen abgegrenzt. Der Guide muss also aufstehen, um das Tor zu öffnen und zu schließen. Das Gras dort ist sehr hoch, weshalb man die Tier auch manchmal schwer oder gar nicht sieht. Er hat also genau hingehört, ob etwas raschelt und dann hat er seine Beine in die Hand genommen. Im Auto bist du nämlich mehr oder weniger sicher, aber zu Fuß gar nicht! Dann sahen wir sie im Gras liegen: zwei junge Löwinnen. Wir waren nur 2m entfernt. Auf einmal kam Nummer 3 zum Vorschein und plötzlich raschelte es und es kamen noch 2 junge männliche Löwen zum Vorschein. Der eine Löwe schmuste erst einmal eine Runde mit seiner Dame bevor sich alle 5 auf den Weg machten. Es war kurz bevor die Sonne unterging, wahrscheinlich machten sie sich langsam bereit für die Jagd. Wir fuhren noch 5 min hinter ihnen her und sie ließen sich überhaupt nicht beirren. Es war richtig majestätisch. Obwohl sie noch nicht ausgewachsen waren, war alles schon so groß. Am liebsten hätte ich mich zu Ihnen ins Gras geschmissen :D Es ist sehr schade, dass man keine Videos hochladen kann, da kommt es nämlich viel besser zur Geltung, aber das zeige ich euch dann alles zuhause!:D Als wir dann zurück im Camp waren, war es bereits dunkel und das Essen war fertig. In diesem Camp gab es keine Elektrizität, sondern nur Öllampen und es war total gemütlich. Man konnte die Milchstraße sehen und hörte die Löwenschreie. Ich war selten so begeistert und fasziniert von so einer Kulisse. Nachts im Zelt war es ein wenig gewöhnungsbedürftig, da man die Tiere so nah hörte und man dachte sie liegen gleich neben dir im Zelt :D
Am Dienstag den 20.03. mussten wir morgens um 05.00 Uhr los zu einem Bushwalk durch den Park. Wir folgten Fußspuren, Exkrementen, lernten etwas über Bäume, Pflanzen, Früchte und Vögel. Zum Beispiel gibt es einen Baum dessen Blätter sehr durstig machen, wenn man sie isst. Die Ureinwohner haben sie genutzt, um Wasser zu finden. Sie haben Früchte mit den Blättern eingerieben und diese den Affen gegeben. Diese wurden nach kurzer Zeit sehr durstig und sind zum Wasser marschiert und die Menschen sind ihnen dann einfach gefolgt. Nach dem Bushwalk gab es Frühstück mit Maisbrei, wir haben unsere Zelt abgebaut und dann ging es weiter nach St. Lucia. Wir kamen gegen Nachmittag an und hatten einen kulturellen Abend im Zululand. Wir bekamen ein bisschen Zulu- Sprache beigebracht und uns wurde der kulturelle Tanz vorgeführt. Wir sollten dann auch mittanzen, das sah vielleicht aus :D Aber es hat richtig Spaß gemacht!
Am Mittwoch den 21.03 mussten wir sehr früh raus für die nächste Safari. Geweckt wurden wir aber sowieso von den Affen, die am frühen morgen mal das Campinggeschirr untersucht und verräumt haben :D Der Jeep fuhr dann mit uns ca. 1h in den Park. Der Park an sich war sehr sehr schön. Es war eine tolle Landschaft und super schöne Berge und Wiesen. Allerdings haben wir sehr wenige Tiere gesehen und unser Guide ist sehr schnell gefahren. Also hat diese Safari mir alles in allem nicht so gut gefallen. Aber egal wir hatten ja trotzdem genug. Der Nachmittag war zur freien Verfügung und wir sind lecker Essen gegangen. Abends ging es dann auf den Lake Lucia mit dem Boot und wir haben eine Menge Nilpferde, Krokodile und Adler gesehen. Danach gab es Essen und wir sind noch in den Pub gegangen und haben dort ein wenig der Live Musik zu gehört. Es war super schön und wir hatten richtig Spaß!!
