Tag 18 - Cliffs of Moher

Hallihallo,

Heute war ich wieder etwas weniger Schlafmütze und stand mit Wecker pünktlich um 7 auf, um dann auch um 8 den ersten Bus zu den Cliffs of Moher zu nehmen. Da ich keine Lust hatte, meinen ersten Blick auf die Klippen zusammen mit gefühlten Siebentausend anderen Touristen beim Visitor Center zu bekommen, stieg ich schon eine Station vorher aus, in einem Ort namens Doolin, von dem aus der sogenannte Doolin Cliff Walk startet.

Nach zwei Stunden Busfahrt ging ich also gemütlich los, am Meer entlang noch fast auf selber Höhe. Dann mit der Zeit stieg der Pfad an, und man sah die ersten Klippen. Zu dem Zeitpunkt gefiel mir der Blick zurück auf die sanften grünen Hügel noch fast besser als die Klippen. Und natürlich das Meer, das mit einem ganz zarten Regenbogen noch einmal toller aussah. Nach einem weiteren Stück ‚ehrliche Höhenmeter‘ kam ich über eine Kuppe und auf einmal sah ich die volle Länge der Klippen vor mir, und da blieb mir dann doch die Spucke weg. Dieser Blick in diesen halbrunden Kessel, der durch die senkrechte Felswand auf einmal düster und bedrohlich, aber auch wahnsinnig ruhig und beständig aussieht, gab mir ein ganz eigenes Gefühl, das ich hier nicht beschreiben kann und war für mich das Highlight des ganzen Ausflugs wenn nicht sogar dieser Reise.

Danach wanderte ich noch nach vor zum Visitor Center, wo sich natürlich die Menschenmassen tummelten. Die Dummheit der Menschen ist hier wie immer schockierend, vor allem wenn es um Fotos geht. Trotz Schildern an jeder Ecke die davor warnen dass die Klippen weiterhin abbrechen, empfindet anscheinend ein Großteil der Besucher das Bedürfnis sich an der alleräußersten Kante im Liegestütz fotografieren zu lassen oder sein Wurstbrot mit baumelnden Beinen auf dem letzten Felsen der noch nicht abgebrochen ist, genießen zu müssen. Nun ja, ich blieb also nicht allzulang in der Nähe des Visitor Centers.

Mein ursprünglicher Plan wäre gewesen den Küstenweg noch ein wenig weiter entlang zu gehen, allerdings sah der Blick in diese Richtung recht unspektakulär aus. Und so beschloss ich einfach nach Doolin zurückzugehen, wo mir am Hinweg der Blick zurück ohnehin sehr gut gefallen hatte, und unterwegs noch eine gemütliche Pause mit Saft und Keksen ein meinem oben beschriebenen Lieblingsplatz zu machen.

Gesagt getan und der Ausblick war wirklich auch auf den zweiten Blick nicht weniger beeindruckend. Auch wenn das Wetter bis dahin trotz angekündigtem Regen gut durchgehalten hatte, erwischte es mich dann doch. Mit Regenschutz und meinem tollen neuen Rucksack war das aber auch kein Problem und die Landschaft bekam damit noch einmal einen eigenen Touch.

Mit einem flotten Schritt, schaffte ich es dann sogar noch rechtzeitig zum vorletzten Bus in den Ort zurück, und war damit um halb sechs für eine heiße Dusche und ein Abendessen wieder in Galway.

Ich hoffe die Landschaft kommt in den Fotos zumindest ein bisschen rüber (ja ich weiß, viel zu viele aber ich konnte nicht anders) auch wenn sie natürlich nie so toll sein kann wie in echt.

Bis morgen,

Veronika 

Kommentare

Susanne
Ich glaub ich weiß wohin ich unbedingt bald auf Urlaub fahren möchte! Das mit den "vernünftigen" Touristen ist eine eigene Sache aber wenn mann seinen eigenen Weg geht und nicht faul ist ..... wird das fast immer belohnt! Ich freu mich für dich! Und zuviele Fotos sind es nie! Ich liebe übrigens Regenbogen!

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