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Jour férié

Veröffentlicht: 16.08.2026

Bus
Campingplatz → La Rochelle
Frankreich
Sehenswert
Canal de Marans à la Rochelle
La Rochelle, Frankreich
Sehenswert
Saint-Léonard-Tunnel
La Rochelle, Frankreich
Sehenswert
Pont de Belle-Croix
La Rochelle, Frankreich

Kilometerstand: unverändert

Am Morgen stellten wir fest, dass es mit dem angekündigten Regen mal wieder nichts geworden war, das Land blieb trocken.

Wir machten uns ein ordentliches Frühstück und bereiteten uns auf unseren Ausflug nach La Rochelle vor. Die Stadt war seit dem frühen Mittelalter einer der drei wichtigsten Atlantikhäfen Frankreichs und bisweilen Hochburg der Hugenotten gewesen.

An der Rezeption bekamen wir die Busfahrpläne für die halbstündige Fahrt mit der Linie 17. 12.30 Uhr sollte der Bus nahe des Campingplatzes halten, wir waren 12.20 Uhr da. Kurz vor der Abfahrtszeit setzte sich noch eine junge Frau zu uns ins Wartehäuschen, wir warteten, sie wartete, es wurde 12.30, es wurde 12.35, es wurde 12.45 Uhr. Die Frau begann unruhig auf ihrem Handy zu tippen, sie las, sie tippte weiter, sie las wieder … dann fragte sie uns, ob wir auch auf den Bus warteten, was wir bejahten. Darauf erklärte sie uns, dass sie ihre Verabredung in La Rochelle verpassen würde, denn es war ,Jour férié‘ - Feiertag - . Es würde also heute kein einziger Bus fahren, nicht jetzt und nicht in zwei Stunden, gar nicht. Wir bedankten uns für die Info und sahen uns an. Feiertag? So lernten wir, dass in ganz Frankreich ,Mariä Himmelfahrt‘ gesetzlicher Feiertag ist. Selbst wenn wir in die Stadt gekommen wären, wäre alles geschlossen gewesen, die Hafentürme, das Aquarium, die Museen, bei den Kirchen hätten wir Glück haben können.

Wir kehrten zu Gary zurück und machten erst einmal eine Siesta, was sollte man sonst tun?

Dann hatte Ines etwas recherchiert und den ,Canal de Marans à la Rochelle‘ gefunden. Der war fußläufig erreichbar und ein paar Schritte am Wasser würden uns nicht schaden. Sebb fragte sich wieviel Wasser bei der aktuellen Wetterlage da wohl noch sei, denn die meisten Bäche und auch einige Flüsse der Region waren mittlerweile ausgetrocknet.

Wir wurden überrascht, denn als wir den Kanal erreichten, war dieser voll von Wasser und die Hänge der Felsen in welche der Kanal gegraben worden war, waren grün und saftig bewachsen. Das ganze Emsemble bildete einen krassen Kontrast zu den ausgedörrten Feldern und Gärten der Region und erinnerte ziemlich an den heimischen Karl-Heine-Kanal.

Als der Kanal 1805 von Napoleon I beauftragt wurde, sollte er eigentlich 44 km von La Rochelle bis nach Niort reichen. Doch wie so oft, wurde das Projekt nicht zu Ende geführt und endete 1875 nach 24 km in Marans, sodass die geplante Nord-Süd-Verbindung nie zustande kam. Den Gütertransport hatte mittlerweile die Eisenbahn übernommen. Im Saint-Léonard-Tunnel konnten wir uns kurz abkühlen, ehe wir bis zur Pont de Belle-Croix am Ufer entlang spazierten.

Als wir das künstliche Tal verließen, und uns wieder auf den Heimweg machten, holten uns die Sommertemperaturen wieder ein, sodass wir gleich noch einmal die Dusche nutzten, als wir wieder auf dem Campingplatz zurück waren.

Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Dauer
1 Tag
Wetter
Sommer
Begleitung
In der Gruppe
EntspannendKulturell
  • Kein Bus wegen Mariä Himmelfahrt
  • Spaziergang am Canal de Marans à la Rochelle
  • Saint-Léonard-Tunnel
  • Pont de Belle-Croix
StadtTransitGeschichteArchitekturNatur
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