Tag 4 Donnerstag:
AAPPI


Veröffentlicht: 24.09.2026
Ein Projekt der Organisation We Camp durften wir Dienstag Nachmittag kennenlernen. Nämlich eine GR1, eine Anlaufstelle für jugendliche Geflüchtete, die von den Behörden nicht als Minderjährige anerkannt und mehr oder weniger sich selbst überlassen werden. We Camp stellt dem Projekt GR1(und auch anderen) temporär kostenlos Räume in sanierungsbedürftigen Gebäuden zur Verfügung, bis diese wieder hergerichtet werden. Dann müssen die Projekte umziehen. In dem aktuellen Standort finden junge Geflüchtete tagsüber einen Safe Space. Sie können Handys aufladen, Sport machen, ausruhen, duschen oder in der Cantine essen. Es gibt auch Handwerks- und Kunstangebote. Übernachten können sie dort allerdings nicht.*
Bei AAPPI sind wir dann wieder am Nachmittag. Hier ging es um die Vertiefung ausgewählter Themenbereiche wie zB die verschiedenen Möglichkeiten einen Aufenthaltstitel zu erlangen in Deutschland und in Frankreich, die großen politischen Herausforderungen in beiden Ländern und insbesondere um den fachlichen Austausch mit den Kollegen und Ansprechpartnern vor Ort. Wie wir am Ende der Diskussionsrunde feststellen sind wir und unsere Klienten in beiden Ländern mit ganz ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Das wirkte sehr verbindend. Wir haben anhand konkreter Fallbeispiele unsere Arbeit vorgestellt und verglichen. AAPPI ist ein politisch und religiös unabhängiger Verein der aber 1994 ursprünglich aus einer gewerkschaftlichen Initiative entstand. Durch diesen Tag wurden wir sehr stark zur Reflexion der eigenen beruflichen Praxis angeregt. Morgen werden wir uns wieder bei AAPPI treffen und zu Methoden austauschen und im Job Shadowing die Praxis der Kollegen vor Ort kennenlernen.
