Amiens: Köln zum Verlieben!
Der Start in Arras war eigentlich super: entspanntes Radeln auf einer alten Bahntrasse.

Veröffentlicht: 23.09.2026
Mit Bahn und Rad von Amiens nach Mers-les-Bains – und dann gleich zwei Übernachtungen. Eine gute Entscheidung.
Denn hier stimmt einfach alles: die Felsküste, das Meer, die Sonne und der Wind.
Mers-les-Bains, Le Tréport und Eu liegen direkt nebeneinander und werden gern als die drei Schwestern bezeichnet. Näher beieinander könnten sie kaum liegen, unterschiedlicher könnten sie kaum sein.
Le Tréport ist der Ort, an dem gearbeitet wird. Hier bestimmen der Fischerei- und der Hochseehafen das Bild, Schiffe kommen und gehen, und das Meer ist nicht nur Kulisse, sondern Lebemsgrundlage. Inzwischen aber auch eng mit dem Tourismus verheiratet.
Mers-les-Bains dagegen ist zum Leben und Genießen da: ein Seebad mit einer ganzen Reihe wunderschöner Häuser aus der Belle Époque. Bunte Fassaden, verspielte Türmchen und Balkone reihen sich entlang der Küste. Dazu der Strand, die Promenade, Musik, Boule…
Und dann Eu: ein ganz anderes Kaliber. Hochadel, Chateau. Kathedrale umd Geschichte.
Drei Orte, drei Gesichter – und alles miteinander verbunden!
Mit dem Rad geht es von Le Treport nach Ault. Hier hat man wohl den besten Blick auf die Felsküste. Und man ahnt auch, warum der Ort ein wenig anders wirkt als Mers-les-Bains. Eher rauh, nur Beton zwischen dem Meer und den Häusern (wer wird langfristig gewinnen?)
Hier sind früher die gelandet, denen es in Mers-les-Bains zu voll und zu teuer war.
Auf dem Rückweg noch schnell Bois-de-Cise. Wieder die Klippen runter und rauf…
Bois-de-Cise dagegen ist fast lieblich. Eine kleine, grüne Bucht, viel Natur, schöne Häuser – und eine Atmosphäre, die kaum noch etwas mit dem geschäftigen Seebad Mers-les-Bains zu tun hat. Hier sind die gelandet, denen Mers-les-Bains zu voll und zu billig war 😅
Und dann sind da noch die kleinen Dinge, die diese Küste besonders machen: Sonnenuntergänge über dem Meer. Moules-frites. Ein Bad im Ärmelkanal. Salz auf der Haut und Wind im Gesicht.
So kann man es aushalten.
Morgen geht es weiter. Und eigentlich ist das schon der Rückweg.
Schade.
