Hallo Tokio! 🎌
01.09.2019 - Ankunft Irgendwann zwischen dem stundenlangen, unbequemen und halb-filmeschauenden Hindösen, der vor sich hinplätschernden und zwitschernden Toilette und der...

Veröffentlicht: 06.09.2019









02.09.2019 - Mein Zuhause für die nächsten 3 Monate
Nach einer kurzen Nacht ging es mit Prof. K Richtung Shibuya, den Vertrag unterschreiben und die Schlüssel für mein Zimmer abholen.
1. Erkenntnis des Tages: tagsüber ist es noch wärmer und schwüler. Schwitzen nach 5m ist inklusive.
2. Erkenntnis: die Busse sind klein und eckig und passen somit genau in die kleinen Straßen. Auch hier gibt es lustige Hintergrundmusik.
3. Erkenntnis: auch nach 14 Jahren Tokyo kann es passieren, dass man an großen Kreuzungen nochmal in die falsche Richtung läuft. Seeehr beruhigend.
4. Erkenntnis: Ich darf (weiblichen) Übernachtungsbesuch haben, den ich vorher bitte anmelden soll, damit ich noch extra Bettzeug bekomme. Leider hab ich nicht gefragt, ob das ein Zelt für den Balkon beinhaltet. Oder ob es eine maximale Größe für den Besuch gibt, damit der noch diagonal zwischen Tür und Kommode/Schreibtisch passt. Zu zweit in dem 90cm Hochbett würde ich nicht riskieren, das schaukelt so schon leicht, wenn ein Zug vorbei fährt... wobei, vielleicht stabilisiert eine 2. Person das ganze...🤔 also, wenn jemand Lust auf das Experiment hat, sagt Bescheid!
Von Shibuya ging es dann nochmal zurück zu Prof. K's Haus, meine Sachen holen, und dann einen schönen 20 Minuten Spaziergang bei 30°C und 80% Luftfeuchte die Straße hoch. Auch ohne GoogleMaps Offline Karte (die man sich wohl für Japan nicht runterladen kann... na prima), war der Weg ziemlich einfach zu finden, und nach einigen Startschwierigkeiten mit dem automatischen Türschloss war ich dann auch drin (man muss den richtigen Zeitpunkt zum Ziehen der Tür erwischen. Außerdem waren alle Beschreibungen/Zettel nur auf Japanisch... also, bis auf die Zahlen für den Code - zum Glück 😅)
Der erste Blick zeigt, was man eigentlich bei einem reinen Haus für Frauen erwartet: Schuhchaos hoch 10 (zusätzlich gibt es noch einen extra Raum mit 1m Schuhregal für jedes Zimmer..)
Mein Zimmer in der 3. Etage ist trotz der kuschligen 5.5 m² recht geräumig und alles aus meinem Koffer passt gut in die Kommode und den Schrank - nur die 10 Kleiderbügel sind etwas knapp, das hätten ruhig ein paar mehr sein können 😋
Von meinen Mitbewohnern hab ich noch nicht viel mitbekommen - soweit ich beurteilen kann alles Asiatinnen. Eine ist mir morgens beim Zähneputzen begegnet, die andere abends in der Küche. Und dann hatte ich noch einen netten Zettel an der Zimmertür, dass jeder seinen eigenen Müll runterbringen muss, wenn er Mittwochs abgeholt wird. Ansonsten gibt es sowieso lauter Zettel, die einen auffordern, hinter sich aufzuräumen und nur sein eigenes Zeug zu verwenden. Letzteres bezieht sich wohl auch aufs Klopapier, das am 1. Abend noch neben der Toilette stand, am nächsten morgen aber verschwunden war... 🤷♀️
Und anscheinend auch auf Töpfe und Pfannen - zum Zimmer gehört zwar ein Set an Besteck und Geschirr, aber eben nichts zum Kochen. Prof. K hat mir nun angeboten, dass er mir auch gerne eine Pfanne leihen kann... vielleicht komme ich darauf später noch zurück, aber momentan ist es auch okay, mich durch das Angebot der Konbinis zu probieren ;) Außerdem ist der Kühlschrank alles andere als sauber, sodass ich da nicht unbedingt Lebensmittel direkt reinlegen möchte...
Ja, und zum nächsten Supermarkt oder zum nächsten 7eleven sind es auch nur 4 Minuten die Straße hoch - also super nah und gerade der 7eleven hat eine große Auswahl an fertig abgepackten Sushi, (Nudel)Salaten, Sandwich, Gerichten zum Aufwärmen, Gebäck,... und dann gibt es in der Gegend auch noch einige kleine Lokale, in die ich mich aber noch nicht hinein getraut habe.
