Der 6. Januar wird als Höhepunkt der Weihnachtszeit in der spanischen Welt groß gefeiert. Die Weihnachtsdeko war noch im neuen Jahr in allen Städten allgegenwärtig. Zum Dreikönigstag gab es auch in unserem Hostel das traditionelle Pastel de Rey, ein süßes Kuchenbrot. Eingebacken wird ein Babyjesus aus Plastik, welcher dem Finder Glück bringen soll.

Unser Hostelfrühstück stand unter einem guten Stern. Die Feiertagsstimmung verführte dazu, den Tag ungenutzt verstreichen zu lassen. Einen geplanten Tagesausflug verschoben wir auf Freitag und den Nachmittag verbrachten wir in den Hängematten auf der Dachterrasse. Ich mopste mir ein Plastikjesusbaby, das auf der Kuchenplatte übrigblieb, nur um wenig später in einem Stück der zweiten Süßspeise auf einen weiteren Kunststoffheiland zu beißen. "Lucky guy"

Am 7. Januar schließlich machten sich Andy, Kenny aus Berlin Kreuzberg und ich rechtzeitig auf den Weg, um versteinerte Wasserfälle und Kalkterrassen in der näheren Umgebung zu erkunden. Die ersten 70 km teilten wir uns mit anderen Reisenden ein Taxi, drei Leute hinten, zwei Passagiere auf dem Beifahrersitz, im Radio lief eine spanische Version des Doris Day-Klassikers "Perhapst".

Die letzte Wegstrecke legten wir dann mit einem sog. Collectivo zurück, ein Pritschenwagen, auf dessen Ladefläche zwölf Personen Platz fanden.

Auf dem Rückweg war das rustikale
Sammeltaxi etwas weniger voll besetzt. Leider kam es aber zu einem Unfall mit einer Kuh. Unser Pick-up touchierte das arme Rindvieh am Hinterlauf. Das Tier kam aber noch einmal mit einem Schrecken und einem vermeintlich gebrochenem Bein davon. Eine zweite Kuh sowie diverse Ziegen zeigten sich unbeeindruckt und grasten teilnahmslos daneben. Nur der Hütehund wirkte etwas verunsichert.

Den Abend verbrachten ich beim Bier auf unserer Dachterrasse. Ausgetauscht wurden Annekdoten und der neuste Coronatratsch, eine weitere Mitarbeiterin der Herberge war positiv.

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