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Zuletzt in Sintra (Santa Maria e São Miguel, São Martinho e São Pedro de Penaferrim)

Einen Kaffee am Ende der Welt (Unterwegs in der Vulkanwüste)

Veröffentlicht: 27.08.2025

Fahrt
Dettifoss → … → Egilsstaðir
Ringstraße
Attraktion
Dettifoss
Nordostisland, Island
Sehenswert
Asbyrgi-Schlucht
Nordostisland, Island
Attraktion
Stuðlagil-Canyon
Ostisland, Island
Unterkunft
Unterkunft in der Nähe von Egilsstaðir
Ferienwohnung · Egilsstaðir
Essen
Local Icelandic meat soup
$$ · Snack
Fragt man KI nach einer sinnvollen deutschen Übersetzung für den Begriff "Road Trip" ist die Ausbeute mager. Auch der deutsche Titel von Jack Kerouacs Roman "On the road" lautet nur etwas einförmig "Unterwegs". Für unsere Reisegruppe begann der Morgen stets mit Müsli und Skyr, dann Koffer packen und aufsatteln. Meist waren wir gegen 8 Uhr bereits mit dem Auto unterwegs. Zur Einstimmung in den Tag liefen Hannes Wader mit "Heute hier, morgen dort" und "On the road again" in der Version von Me First an the Gimme Gimmes.


Der Sonnabend führte uns durch den rauen Nordosten der Insel. Erste Station war der riesige Dettifoss, einer der größten Wasserfälle Islands. Mitten in der Einöde waren die Gischtschwaden bereits aus der Entfernung zu sehen. Die Jökulsá á Fjöllum (deutsch: Gletscherfluss aus den Bergen) bahnte sich ihren Weg mit gewaltiger Kraft aus dem Hochland in die Grönlandsee. Wir erreichten den Besucherparkplatz vor den Reisebusen, die Imbissbude im nirgendwo war geschlossen. Ein Kaffee wäre schön gewesen.


Zweiter Anlaufpunkt war die Asbyrgi-Schlucht, weitere 30 km nördlich. Die eindrucksvolle Felsformationen überraschte mit üppiger Vegetation, mit Birkenhain und Blaubeerbüschen am Wegesrand. Die Sonne brannte, aber im Schatten war es kalt. Vor der Weiterfahrt kehrten wir an der örtlichen Tankstelle ein. Die Raststätte vereinte Imbiss, Supermarkt, Kramladen, Plattenhändler und sozialen Treffpunkt, mitten im Nirgendwo. Eine Kontrollleuchte im Mietwagen sorgte für etwas Unruhe. Bei einem Besuch in einer Werkstatt am Vortag versicherte man uns bereits, alles sei in Ordnung, Hakuna Matata. Wir nutzten die Möglichkeit trotzdem für ein Telefonat mit der Mietwagenfirma und einen Boxenstopp mit Snacks und Kaffee, endlich.


Dann folgten 50 km Schotterpiste in Richtung Süden, um wieder auf die Ringstraße zu gelangen. Von dort ging es weiter nach Osten durch eine unwirkliche Landschaft aus Asche und erloschenen Vulkanen. Nach zwei Stunden dann wieder Pullerpause und ich gönnte mir noch einen Kaffee. In der schroffen Umgebung wirkten die Rastpunkte wie gemütlich eingerichtete Hygge-Oasen. Draußen verlor sich der Blick in menschenleerer Weite.


Zuletzt liefen wir den Stuðlagil-Canyon an, eine Schlucht mit Stromschnellen und noch einem Wasserfall, ein Geheimtipp, der nicht im Lonely Planet verzeichnet war. Die Landschaft hatte ihr Grün zurück und entlang der Wege grasten Schafe.


Am frühen Abend erreichten wir unsere Unterkunft in der Nähe von Egilsstaðir. Die Umgebung mit See und Landwirtschaft erinnerte an das Allgäu, ein Supermarkt war in der Nähe gelegen. Zum Abendessen grillten wir auf der Terrasse.


Zurück in der Zivilisation. Dazu gab es Hákarl, fermentierten Grönlandhai. Der an sich giftige Fisch wird erst durch Lagerung ohne Sauerstoff genießbar, es bleibt aber ein bestialischer Gestank. Meinen Fisch musste ich allein mit zugehaltener Nase auf der Terrasse verzehren. Das Gericht wurde auf einer Online-Plattform zur unbeliebtesten Speise Europas gewählt. (https://de.m.wikipedia.org/wiki/H%C3%A1karl) Im Geschmack erinnerte der Gammelhai an eine Mischung aus Butterfisch und Harzer Käse. 


Auf einen Blick

Automatisch aus dem Beitrag extrahiert
Wetter
Sommer
Begleitung
In der Gruppe
AbenteuerlichAbseits der Pfade
  • Dettifoss
  • Asbyrgi-Schlucht
  • Stuðlagil-Canyon
  • Hákarl auf der Terrasse
RoadtripNaturEssen
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