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Auf gehts nach Costa Rica (30.01.2022)

Veröffentlicht: 02.02.2022

Die innere Uhr ist ein Hund und lässt uns ab 06:15 lokaler Zeit (quasi Zeit für Mittagessen, ist ja schon 13:15) mehr dösen als wirklich tief schlafen. Rund sechs Stunden Schlaf genügen für heute was aber in Anbetracht der Vorfreude auf den Tag nicht weiter stört. Unser Zimmer liegt im 8.Stock und verfügt über besten Blick auf Start- und Landebahn des Flughafens, was früh am Morgen schon für gute Unterhaltung sorgt. Doch schon einiges los um die Zeit auf diesem riesigen Flughafen der gefühlt 4x so groß wie Schwechat ist.

Die Frühstückslounge ist überschaubar besucht mit zwei Tischen neben unserem und das Buffet bietet neben Klassikern wie frischen Obst (u.a. Dreierlei Melone) mit Nachos mit Salsa und Sauerrahm Dip auch Dinge, die man als Österreicher eher im Kino/am Abend als zum Frühstück genießt. Beim Durchprobieren sämtlicher mexikanischen Komponente des Angebots bleiben jedoch die Nachos das Highlight, der Rest fällt eher unter die Kategorie „ok ich habs probiert - fürs satt sein reichts...“

Während des Frühstücks sinnieren wir über Namen und Inhalte eines „Reisblogs“ um unsere Erlebnisse festzuhalten und zu teilen. Die Rollenverteilung ist rasch geklärt (Kathi Fotos & Johannes Text), beim Namen dauerts ein wenig. Und da wir beide großer Fans von Rubriken sind, beschließen wir solche zu schaffen, quasi „die täglichen Zwei“. Zum einen die „Erkenntnis des Tages“, die (auch mal humorvoll) einen Weiterbildunsauftrag hat, zum anderen der „Glücksmoment des Tages“ um positive Vibes festzuhalten und zu teilen. Mal schauen wie gut uns dies gelingt die nächsten Tage und Wochen aber einen Versuch ist es in jedem Fall wert.

Rucksäcke schultern und wieder zum Airport, Abflug 12:55 Richtung San José heißt es nach dem Frühstück. Die Prozeduren am Flughafen laufen relativ entspannt und an dieser Stelle sei erwähnt, dass das Personal vor Ort hier in Mexiko sehr hilfsbereit und freundlich ist, als lebende Wiener der erste Kulturschock im positiven Sinne. Die Wartezeit am Gate überbrückend suchen wir uns ein nettes Cafe und machen den Coke Zero Test (berufsbedingter Tick von uns beiden ;-)) welcher wider erwarten sehr positiv ausfällt (nicht deutlich süßer als bei uns). Beim Zahlen an der Kassa geht dem Österreicher das Herz auf, trällert das Personal doch tatsächlich zu „Live is Live“ von Opus. Mit der Airline Avianca (wohl kolumbianisch der Flagge nach zu gehen) und einer Airbus A319 (sichtlich älteres Baujahr) gehts schließlich in Richtung Hauptstadt von Costa Rica. Flugzeit rund 2,5 Stunden im bestens gefüllten Flieger und mit einem Übergepäck an Vorfreude.

Der Blick aus dem Fenster des Fliegers trifft gegen Ende des Fluges auf sattes Grün und tatsächlich Berge wie man sie in der Höhe nicht vermuten würde für ein Land in der Karibik. Nach erfolgter Landung und etwas längerer Busfahrt dann leider die erste eher größere Mühseligkeit der bisherigen Reise, eine gefühlt ewig lange Schlange bei der Immigration. Mit der Ankunft um ca. 16:00 Ortszeit wird es dann ein Geduldspiel mit rund 1,5 Stunden Wartezeit bis wir per Transport endlich bei „unserem“ Mietwagen angekommen sind, der letzte größere organisatorische Brocken bevor es so richtig losgeht mit dem Trip.

Im Fernsehen läuft während des ausfüllens der Dokumente Fußball - großes Prestige Duell zwischen Costa Rica und Mexiko (Ergebnis 0:0), schon am Flughafen sieht man überall Einheimische vor den Geräten sitzen. Die Schlüssel zum Wagen werden gereicht und beim Schritt in den Hof steht er da, ein Daihatsu Bomber vom Feinsten… naja besonders hübsch&gepflegt ist er nicht, Schaltung etwas holprig aber wir werden schon noch Freunde werden, oder besser gesagt müssen für die nächsten 20 Tage. Rein in die Pedale durch die mittlerweile finsteren Straßen im durchaus (über)fordernden Verkehr Richtung Hotel Ignazio am Rande von Alajuela, der viertgrößten Stadt des Landes (ca. 60 tsd. Einwohner) und ca. 25 Minuten vom Internationalen Flughafen entfernt.

Die Bergauf und -ab Passagen geben auf der kurzen Anfahrt zum Hotel schon ein Gefühl, was die nächsten Tage zu erwarten ist, es wird nicht langweilig beim Fahren. Nach der sicheren Ankunft konnte der Abend mit einem feinen Essen, kredenzt von einem sehr aufmerksamen und in bester Laune (pura Vida style) befindlichen Service, würdig geschlossen werden. Meeresfrüchte, Gemüse, Reis sowie gebackener Fisch mit Kochbananen und Bohnen wurde es schlussendlich und lassen auf noch zahlreiche gute kulinarische Griffe hoffen. Und nachdem die innere Uhr noch nicht ganz in Balance ist, werden die Cocktails danach aufgeschoben. Happy (außer vielleicht mit dem Mietwagen) und hundemüde nimmt der Tag gegen 21:00 ein Ende.

Die täglichen Zwei:

Erkenntnis: Das Einzugsgebiet (genauer die Metropolregion) Mexiko Stadt umfasst eine Einwohnerzahl von 21.8 Mio Menschen (rund 2,5 mal AT) auf einer Fläche von über 7,800 km2 was größer als die Fläche der Bundesländer Wien und Salzburg zusammen.

Glücksmoment: Ankunft mit dem Auto im Hotel nach 8 Stunden auf Achse und viel Leerlauf durch Wartezeiten. 

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