Alpacas, gutes Essen und die Tiefen des Colca Canyons
Wir beginnen unseren Monat in Peru in Arequipa und im Colca Canyon.

Veröffentlicht: 08.03.2020
Nachdem wir uns von unserer netten Reisegruppe im Colca Canyon getrennt haben, ging es weiter nach Puno zum Titicacasee. Zwischen uns und Puno lag allerdings noch eine stundenlange Busfahrt und diesmal leider nicht im bequemen Reisebus, sondern in einem engen Kleinbus. Aus den angekündigten 6 Stunden Fahrt wurden am Ende sogar 7, da mitten in den Bergen auf der Straße plötzlich nichts mehr ging und die Autos sich in beide Richtungen schlängelten. Das schlechte Wetter hatte uns jetzt doch mal erwischt und es hat nicht nur stark geregnet, sondern sogar geschneit. Nach einer Stunde Warten ging es dann aber doch plötzlich weiter (auch wenn sich die Bedingungen in unseren Augen nicht wirklich geändert hatten). Sei’s drum, wir waren am Ende einfach nur froh endlich in Puno angekommen zu sein und am Abend ging es auch nur noch ab ins Hotel.
Puno ist mit ca. 3.900m der höchste Ort unserer Reise, an dem wir übernachtet haben. Leider haben wir das auch in den beiden Nächten vor Ort gemerkt, da uns die Kurzatmigkeit sehr schlecht hat schlafen lassen und wir teilweise mehrere Stunden wach lagen. Nichtsdestotrotz wollten wir an unserem einzigen vollen Tag vor Ort so viel wie Möglichkeit von der Stadt und der Gegend sehen. Daher sind wir direkt am Morgen zu einem Aussichtspunkt gewandert, von dem aus man einen ganz schönen Blick über die Stadt und den See hatte. Anschließend sind wir zum Hafen gelaufen mit dem Ziel, die Uros-Inseln auf dem Titicacasee zu sehen. Dabei handelt es sich um kleine Stroh-Inseln, die nur mit Naturmaterialien gebaut sind und auf dem See treiben (bzw. mit einem Anker befestigt sind). Wir hatten schon vorher gelesen, dass diese Inseln nur zur touristischen Zwecken „wiederbelebt“ wurden, nachdem diese zwischenzeitlich von allen Bewohnern verlassen wurden. Leider hat man den touristischen Charakter auch von Beginn an gemerkt. Auf der Insel angekommen, gab es erst noch eine ganz interessante kurze Einführung über die Bauweise der Inseln und das Leben vor Ort. Anschließend wurde die Gruppe jedoch in kleine Grüppchen aufgeteilt und die Verkaufsveranstaltung ging los. Nachdem wir uns eines der Wohnhäuser angeschaut haben, ging es direkt zum Souvenirstand der Familie und anschließend wurde eine Bootsfahrt zur naheliegenden Hauptinsel der Gemeinde angeboten (natürlich gegen einen kleinen Obolus). Nachdem wir auch nach der fünften eindringlichen Nachfrage dankend abgelehnt haben (wohlgemerkt als einzige der gesamten Gruppe) wurden wir anschließend von den Dorfbewohnern erwartungsgemäß mit Missachtung gestraft. So hieß es für uns dann also Warten, bis die anderen zurück waren von der Hauptinsel (wo es wohl außer einem kleinem Restaurant und weiteren Souvenirs auch nichts gab), bevor es zurück zum Festland ging. Auch wenn es letztendlich schon interessant war, diese nur aus Naturmaterialien gebaute Inseln zu sehen, waren wir am Ende froh, wieder in der Stadt zu sein.
Nach diesem einen vollen Tag und einer weiteren recht schlaflosen Nacht heißt es für uns schon wieder verabschieden von Puno und unsere Reise geht weiter. Auch wenn der Titicacasee mit seiner Größe sehr beeindruckend wirkt, hatten wir hier trotz des kurzen Aufenthalts in Puno nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.
