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17.1.2018: In netter Gesellschaft reist es sich besser

Veröffentlicht: 24.01.2018

Eigentlich war geplant, noch einen Tag in meinem Lieblingsnationalpark Neuseelands zu verbringen, doch der morgendliche Blick aus dem Fenster lässt nichts gutes verheißen. Dunkle Wolken bedecken den Himmel, in Dunst hüllt sich die Landschaft und es riecht nach Regen. Also ziehe ich weiter nach Nelson. Begleitet werde ich diesmal von meiner dänischen Zimmergenossin Johanna, mit der es sich wunderbar plaudern lässt.

Lediglich ein Zwischenstopp liegt auf der 60 km langen Fahrt und das ist das Boot House (Schuhhaus). Allein das Gelände, auf dem wir es vermuten, ist definitiv einen Besuch wert. Nur 1,5 km vom Highway entfernt und somit gut vor vorbeieilenden Touristen versteckt, verbirgt sich ein Kleinod. Hier kann man riesige, zahme Aale füttern, seine Kinder auf dem mit Holzschnitzkunst herausgeputzten Spielplatz bespaßen, einen Kaffee auf der Terrasse genießen und in einzigartigen Unterkünften nächtigen. Eine davon ist besagtes Schuhhaus, doch da es aktuell bewohnt ist und die Privatsphäre der Gäste gewahrt werden soll, erhaschen wir lediglich einen Blick auf die riesige Sohle. Zu schade, denn die Fotos im Internet sahen vielversprechend aus. Mit 330 NZD (200 €) pro Nacht zählt es nicht zu den Schnäppchenunterkünften, doch das ganze Areal lohnt den kleinen Umweg allemal.

Wir entscheiden uns, der Straße weiter zu folgen, statt zurück auf den Highway zu fahren, da sie näher am Meer entlang führt. Die See ist rau, es regnet in Strömen und wir sind einfach nur froh, bei Gutelaunemusik im warmen Auto zu sitzen.

In Nelson angekommen müssen wir noch 2,5 Stunden überbrücken bis wir im Hostel einchecken dürfen, doch die größere Problematik ist die Parkplatzsuche in der Innenstadt, wenn man nicht gewillt ist, dafür zu zahlen. Erst in einem Kilometer Entfernung werden wir in einer Nebenstraße fündig.

Johanna besorgt sich ihr Mittagessen im Sushiladen, während ich auf meine vorgekochten Nudeln zurückgreife. Auf einer regengeschützten Bank machen wir es uns gemütlich. Anschließend verbringen wir zwei Stunden in der Bibliothek, die mit dem wohl schnellsten WLAN, was ich jemals hatte, aufwarten kann. Im top ausgestatteten und pieksauberen YHA-Hostel werden wir in unterschiedlichen Zimmern untergebracht. Johanna möchte sich für die kostenlose Fahrt mit einem Abendessen revanchieren und zaubert eine köstliche Soße zur Pasta. Wir teilen sehr viele Standpunkte und Charakteristika und verbringen den ganzen Abend quatschend in der Lounge. Solange die Gesellschaft stimmt, muss ein Regentag ergo nicht zwingend schlecht sein...

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