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Teil 6: SCOOTER-ABSCHIED, FLEDERMÄUSE (NICHT), PENISKULTUR & WEIHNACHTEN AM STRAND

Veröffentlicht: 24.12.2025

Flug
CNX → KBV
2h · Economy
Unterkunft
Sai Thai Forest Home Stay
Ferienwohnung · Krabi
Essen
Restaurant neben dem KON TIKI Dive Center
$ · Frühstück
Tour
Tauchausflug mit drei Tauchgängen
Wassersport · KON TIKI Dive Center
Taxi
Sai Thai Forest Home Stay → KON TIKI Dive Center
Krabi, Thailand
Attraktion
Cemetery Beach
Krabi, Thailand
Attraktion
Krabi Town Night Market
Krabi, Thailand
Tour
Dive Day
Wassersport
Attraktion
Ko Ya Wa Sam
Krabi, Thailand
Attraktion
Koh See
Krabi, Thailand
Essen
Restaurant in Ao Nang
$ · Abendessen
Attraktion
Monkeys Trail
Krabi, Thailand

„Was braucht man im Urlaub wirklich? Richtig. Geduld, Humor – und gelegentlich ein Premium-Ticket.“

Wir machen uns auf den Weg zum Flughafen Chiang Mai. Transportmittel: Songthaew. Der Flughafen selbst ist angenehm überschaubar – kein Vergleich zu europäischen Betonkathedralen, in denen man gefühlt drei Tage vor Abflug einziehen muss.

Gepäckaufgabe, Security Check – alles erstaunlich schnell erledigt. Wir warten am Gate und wundern uns erneut über den für thailändische Verhältnisse doch recht sportlichen Ticketpreis. Die Auflösung folgt prompt: Premium Tickets. Bevorzugte Gepäckaufgabe. Bevorzugtes Boarding. Plötzlich stehen wir als Passagiere Nummer 3 und 4 am Flugzeug. Ich nicke innerlich wichtig. So fühlt sich Reichtum also an.

Ziel: Krabi.Knapp zwei Stunden später – etwa 1.400 Kilometer weiter südlich – sind wir da. Und Premium wirkt nach: Unsere Rucksäcke kommen nach fünf Minuten. Mit Express-Aufklebern. Ich liebe alles daran.

Draußen warten die üblichen Taxi-Einflüsterer. Wir entscheiden uns – sagen wir: halb freiwillig – für ein junges Mädel, das uns in ihrem von außen schwarzen, innen aber komplett Hello-Kitty-eskalierten Honda zu unserer Unterkunft fährt. Thailand liefert einfach konstant ab.

Sai Thai Forest Home Stay.Bungalows auf Stelzen, Mangrovenblick, Natur pur. Unser Gastgeber erklärt uns, wir sollen uns fühlen wie zuhause. Er bietet Fahrdienste an. Wir fragen nach einem Rollerverleih. Er nickt wissend.„Tomorrow.“Ich liebe dieses Wort.

Es ist spät. Wir schlafen.

Am nächsten Morgen meldet sich zuerst der Magen. Wir laufen den kleinen Weg nach oben – Auswahl überschaubar, Hunger groß. Am Vorabend hatte ich bereits ein Dive Center klar gemacht: KON TIKI Dive Center ist das Ziel - kann ich nur empfehlen hier einen Tauchausflug zu buchen! Wir schnappen uns einen vorbeifahrenden Van – praktisch. Noch praktischer: Direkt neben dem Dive Center ein Restaurant. Erstmal Frühstück. Auch wenn es eher schon Richtung Mittag geht. Aber Zeit ist relativ.

Im Dive Center buche ich einen Trip mit drei Tauchgängen. Wunderbar. Der Rückweg gestaltet sich komplizierter – hier fahren kaum TukTuks o.ä. Also Grab.

Zurück in der Unterkunft wartet schon unser Gastgeber und fährt uns direkt zum Rollerverleih.Endlich mobil.

Rollerfahren in Thailand ist… sagen wir: ein soziales Experiment. Und ich bin ja quasi Profi – mein einziges und erstes Rollerabenteuer zuvor war 2023/24 auf den Philippinen.Trotzdem: Ich liebe es. Ampeln sind eher Dekoration, Tempolimits philosophische Vorschläge. Wo Platz ist, wird gefahren.Und ja, es sind 125er.Und nein, ich habe dafür keinen Führerschein.Aber hey – läuft.

Wir fahren zum Cemetery Beach. Ruhig, kaum besucht, wunderschön. Leider ist Ebbe, also spazieren wir nur am Strand entlang. Ich finde einen Stoffbären, der dekorativ auf einem Baumstamm sitzt. Warum? Keine Ahnung. Aber ich akzeptiere es.

Überall Krebse. Überall. Ich könnte ihnen stundenlang zusehen. Einsiedlerkrebse fühlen sich auf der Hand leicht kitzelig an, wenn sie sich aus ihrer Muschel trauen – als würden sie selbst noch überlegen, ob sie das hier wirklich wollen.

Abends geht’s zum Krabi Town Night Market. Street-Art-Festival. Street Food. Sänger (einige davon mit dem festen Willen, unsere Trommelfelle zu testen), Breakdancer, Leben.Und ja: Die Abende hier sind deutlich wärmer als im Norden. Schlafen ist optional.

Am nächsten Morgen: Dive Day.Ich fahre mit dem Scooter nach Ao Nang zum Treffpunkt. Die anderen Taucher und Schnorchler trudeln ein. Ich helfe beim Beladen der Longboats und darf schon mal an Bord – Priorität fühlt sich inzwischen normal an.

Wir sind eine kleine Gruppe.Erster Spot: Ko Ya Wa Sam – etwa 50 Minuten Fahrt.

Mein Dive Buddy Mat ist Brite, ebenfalls das erste Mal Thailand. Es gibt große, pinke Quallen. Sehr pink. Namen? Vergessen.Zum Glück kurze Tentakel. Trotzdem: Hallo, neue Lebensform.

Der zweite Spot, Koh See, ist noch schöner. Hier gibt es Bamboo Sharks.Einige Fische futtern die Quallen – leider mit dem Nebeneffekt, dass deren Tentakel frei im Wasser treiben.Ja, ich erwische welche. Einer direkt ins Gesicht. Aber alles halb so wild. Man lebt ja nur einmal. Und juckt halt kurz.

Auch der dritte Tauchgang liefert ab. Mein Guide Kevin kommt aus Teneriffa, Kat zieht bald weiter nach Bali. Ich spüre leichten Freiheitsneid. Nur leicht.

Zurück in Ao Nang suche ich meinen Scooter.Ich finde ihn.Komplett eingeparkt.Ich schreibe Martin, dass es etwas dauern könnte. Meditation in Geduld.

Abends fahren wir gemeinsam nach Ao Nang zum Essen. Vorher bekommen wir Besuch von Langschwanzmakaken, die bei Ebbe aus dem Mangrovenwald kommen und gemeinsam mit Krebsen die Insel unsicher machen. Großartiges Schauspiel.

Am Strand ein unfassbar pinker Sonnenuntergang. Feuershow. Leben. Tourismus. Trubel.Essen? Fantastisch. Wie immer.

Am nächsten Tag: Monkeys Trail & Fledermaushöhle.Scooter an, los. Ich werde immer besser. Und wilder.Kurz denke ich darüber nach, mir in Deutschland einen Roller zu kaufen – verwerfe den Gedanken sofort. Mit Regeln macht das keinen Spaß. Das bleibt mein Reisehobby.

Am Eingang des Trails warten die Makaken. Und die sind nicht süß – die sind organisiert.Sie öffnen Reißverschlüsse, klauen Tüten, greifen in Taschen.Martin verliert eine Dose Kaugummis. Aufgebissen. Für schlecht befunden. Weggeworfen.Respekt.

Auf der anderen Seite: Pai Long Beach. Wunderschön. Und brechend voll.Wir nehmen ein Longboat Richtung Railay.

Railay Beach: Menschen. Menschen. Noch mehr Menschen.Wir kämpfen uns durch zur Railay Beach Cave – mit sehr vielen, sehr großen Penisskulpturen.Thailand halt.„Lingam“ – Glücksbringer in Penisform.Man lernt nie aus.

Zur eigentlichen Fledermaushöhle bräuchten wir ein weiteres Boot. Keins da. Also schwimmen.Ich entdecke eine kleine Höhle, klettere mit Seilen wie Lara Croft über Felsen und lande auf der anderen Seite.Ruhe. Meer. Keine Menschen. Jackpot.

Zurück im Trubel reicht es uns schnell. Geräuschpegel: Stadion.Also zurück nach Ao Nang, Sonnenuntergang, Essen – wieder erfolgreich.Zurück ins Forest Home Stay. Stille. Perfekt.

Weihnachten.24. Dezember. 33 Grad. Gefühlt 37. Google lügt nicht.

Plan: Mangrovenwald und angeblich noch eine Fledermaushöhle.Der Mangrove Walkway ist schnell gefunden. Beeindruckend. Überall Geräusche: Knacksen, Glucksen, Vogelgezwitscher, Affen, Wasser.

Am Ende dann die Erkenntnis:Zur Fledermaushöhle kommt man nur mit dem Boot.Unsere Fledermaus-Quote bleibt bei null. Es soll wohl nicht sein.

Wir geben unsere Scooter zurück. Und plötzlich ist alles wieder langsam. Unflexibel. Traurig.Mein Scooter… hach.

Abends ist Weihnachtsprogramm. Unsere Bungalow-Nachbarinnen – zwei Mädels aus München (die Welt ist wirklich ein Dorf) – schließen sich an.Wir teilen uns ein Grab und fahren nach Ao Nang, um Weihnachten am Strand zu feiern.

Sand. Meer. Lichter. Wärme.Kein Glühwein, aber auch kein Frost.

Merry Christmas. 🎄🌴✨

Auf einen Blick

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Wetter
Sommer · 33–37°C
Begleitung
Zu zweit (2)
AbenteuerlichAbseits der PfadeEntspannend
  • Flug von Chiang Mai nach Krabi mit Premium-Ticket
  • Sai Thai Forest Home Stay mit Mangrovenblick
  • Tauchausflug mit drei Tauchgängen
  • Cemetery Beach, Ao Nang und Railay Beach
  • Weihnachten am Strand in Ao Nang
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