TEIL 3 – NEBEL, TEMPEL & SEHR VIELE SCHRITTE
Pünktlich um 7 Uhr wird Wagen 8 vom Schaffner geweckt. Ich habe erstaunlich gut geschlafen. Das gleichmäßige Wackeln des Zuges hat mich sanft in den Schlaf geschaukelt – und...

Veröffentlicht: 18.12.2025
Heute geht’s zu den Elefanten!
Ganz ehrlich: Wir hatten ein paar Gewissensbisse, als wir uns entschieden haben, das zu buchen. Deshalb haben wir sehr genau darauf geachtet, dass es kein Elefantenreiten gibt und dass das Tierwohl im Vordergrund steht. So gut es eben möglich ist.
Unsere Wahl fiel auf das Elephant InWild Sanctuary. Und spoiler alert: Es war die absolut richtige Entscheidung.
Aber fangen wir von vorne an. Wir werden morgens in Chiang Mai abgeholt und fahren in einer kleinen Gruppe von acht Personen los. Erstes Ziel – noch bevor es zu den Elefanten geht: die Sticky Waterfalls (Bua Tong).
Die Sticky Waterfalls sind berühmt für ihre mineralischen Kalksteinfelsen, die unglaublich guten Halt bieten. So gut, dass man die Kaskaden tatsächlich mit bloßen Händen und Füßen hinaufklettern kann. Und was soll ich sagen: Ich hatte einen riesigen Spaß. Sobald ich Wasser sehe, werde ich zum Fisch. Ich hüpfe von Etappe zu Etappe, lege mich zwischendurch einfach in den Wasserfall und genieße die Abkühlung. Großartig!
Der kleine Nachteil: Ich sitze danach komplett nass im Auto. Aber Details.
Weiter geht’s zum Sanctuary. Dort angekommen bekommen wir erstmal eine Einführung: Infos über die Elefanten, Do’s and Don’ts – und Schutzkleidung zum Überziehen, damit wir nicht dreckig werden. Ich frage mich noch ernsthaft, wie genau ich hier dreckig werden soll... Ich werde es sehr bald wissen.
Als Nächstes heißt es: Melonen schneiden. Oder eher hacken. Elefantenfutter.
Die Dickhäuter stehen schon bereit, als sie uns mit den grünen Körben sehen. Vier Elefanten rüsseln uns neugierig entgegen. Sie öffnen brav das Maul, um die Melone direkt zu bekommen – oder klauen sie mir einfach frech aus der Hand.
Als Dankeschön bekomme ich einen fetten Rüssel-Knutscher mitten ins Gesicht. Ergebnis: ein ordentlicher Knutschfleck. Sunny, der größte der vier, schnappt sich mich und umrüsselt mich komplett. Es ist ein unglaublich faszinierendes Gefühl – warm, kraftvoll und gleichzeitig ganz sanft.
Nach der Fütterung folgt der nächste Programmpunkt: Elefanten-Spa.
Und jetzt weiß ich auch, warum ich Schutzkleidung anhabe.
Ein Schlammloch. Mit Elefant.
Die Frage: „Wer möchte mit rein und den Elefanten einreiben?“
Meine Antwort: Ja. Sofort. Natürlich.
Ich bin sowas von dabei. Und danach auch sowas von dreckig.
Um den ganzen Schlamm wieder loszuwerden, geht’s runter zum Fluss. Sunny badet dort bereits – und wir baden quasi gemeinsam. Er hat große Freude daran, uns mit Wasser zu bespritzen. In einem Moment umrüsselt er mich wieder und drückt mich ganz sanft an sich.
Ich bin offiziell verliebt. 🐘❤️
Was für ein Tag. Was für eine Erfahrung. Das InWild Sanctuary war einfach unglaublich. Dieses Erlebnis In worte zu fassen - nicht möglich! Zum Abschluss geht’s noch zum Rafting – und ich bin wieder voll in meinem Element: Wasser!
Zurück an der Basis können wir duschen und uns etwas Trockenes anziehen. Dieser Tag bleibt definitiv für immer in meinem Kopf.
Zurück in Chiang Mai geht’s abends auf den Streetfood-Markt. Ich schnappe mir einen Hähnchen-Thunfisch-Wrap – nom nom. Und nach diesem wirklich anstrengenden Tag haben wir uns eine Massage mehr als verdient.
Ich merke gerade: Ich habe die vorherigen Massagen gar nicht erwähnt. Aber hallo – ich bin in Thailand. Massage ist Pflichtprogramm.
Diese hier ist besonders gut. Ich komme raus, fühle mich wie auf Wolken: tiefenentspannt, alles leicht. Danke, Mesa Thai Massage!
Am darauffolgenden Tag machen wir einfach … nichts. Also fast. Wir brunchen im Hanna, schlendern ein bisschen durch die Altstadt und waschen Wäsche. Urlaub eben.
Abends landen wir in einem kleinen, schnuckeligen Restaurant. Bei mir gibt’s Pad Thai – Klassiker – und einen Tom-Yum-Cocktail. Tequila, Rum … alles drin, was ich brauche.
Danach schlendern wir noch durch die abendlichen Straßen und gönnen uns einen Drink in einer Rooftop-Bar. Sehr fancy. She’s Lost Control heißt der Drink – und ja, der Name passt.
Dann geht’s zurück in unser Domizil.
Gute Nacht, Chiang Mai.