soeinbisschenunterwegs

Am schönsten Ort der Welt - bisher (25.10.16)

Der zweite Tag unseres Roadtrips startete auf dem Parkplatz im verregneten Kaikohe. Dort aßen wir den am Tag zuvor gekauften Milchreis aus der Dose, der wirklich nicht sehr gut schmeckte und später dafür sorgen sollte, dass mir ein wenig schlecht wurde auf der Autofahrt. Nach diesem Frühstück machten uns dann auf den langen Weg zur Nordspitze Neuseelands, dem Cape Reinga. Zuerst sind wir leider 40 km in die komplett falsche Richtung gefahren (wir können uns selber nicht erklären, warum niemand von uns vorher schon mal bemerkt hat, dass Cape Reinga lange nicht mehr ausgeschildert war), was dazu geführt hat, dass wir insgesamt sechs Stunden unterwegs waren und ich zusätzlich Janas Fahrleistung sehr bewunderte. Denn sie musste, aufgrund des nicht vorhandenen Führerschein meinerseits, den ganzen Roadtrip über ohne eine Ablösung fahren, was nun wirklich ein Lob verdient.

Endlich dort oben angekommen bemerkten wir schnell, dass sich dieser lange Weg dorthin wirklich gelohnt hat. Der Ausblick oben auf einem Berg über die zwei sich treffenden Meere war wirklich atemberaubend schön. Saftig grünes Gras, das von türkis zu dunklem blau werdende Meer und die beige-weißen Sanddünen machten diese Aussicht perfekt. Trotz Windes war es so warm und sonnig, dass wir den Blick aufs Meer im Top dort oben genießen konnten. Man hatte fast das Gefühl an der Spitze der Welt zu stehen, wenn man vom Berg auf die zwei Meere und den Horizont geschaut hat. Wir nutzten diese fantastische Landschaft um eine Menge Fotos zu machen und wanderten dann einen kurzen Weg herunter zu einem Leuchtturm, wo wir nochmals für einen Moment innehielten.




Irgendwann beschlossen wir diesen beeindruckenden Ort zu verlassen und fuhren nur ein paar Kilometer weiter zu einem Campingplatz am Tapotupotu Bay. Schlafen konnte man hier im Zelt oder Auto direkt am Strand, der mitten im Nirgendwo lag. Wir setzten uns vor den pazifischen Ozean und aßen die mehr oder weniger leckeren, kalten Spaghetti aus der Dose (unsere Zweifel stiegen, ehrlich gesagt, ob ein Gaskocher nicht doch ganz praktisch gewesen wäre). Nach diesem nicht wirklich ausgewogenem Abendessen machten wir Fotos am Strand, denn das Ambiente (Vulkanlandschaft, Berge, Wald, das Meer) mussten wir einfach festhalten.



Erfüllt von all den überwältigenden Augenblicken die wir an diesem Tag erlebt haben, gingen wir, nach einer eiskalten Regenwasserdusche - und eiskalt ist dabei wirklich nicht übertrieben - nun fast schon routinemäßig in unserem Auto schlafen.


Jasmin


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