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28.10.2016 Zwischenfall mit der Polizei

Veröffentlicht: 16.11.2016

Heute ging es für uns zurück nach Auckland. Jedoch nicht in die Innenstadt, die wir nun schon relativ gut kannten, sondern weiter westlich zum Muriwai Beach. Dieser Strand wurde uns von John und von Silvie (die beiden aus Mangawhai) ans Herz gelegt. An diesem schwarzen Sandstrand lebt eine Gannet Kolonie, was ziemlich spektakulär zum Anschauen war (wenn man den Geruch kurz ausgeblendet hat).




Auch der Strand an sich war wunderschön. Der Sand hat in der Sonne geglitzert und der Strandabschnitt war zwar nicht besonders lang, dafür breit und leer. Auf den Wellen schwammen ein paar Surfer. Vor einem spiegelte sich ein traumhaftes Bild ab.


Danach ging es für uns nach Piha, was nicht weit entfernt lag. Auf dem Weg dorthin jedoch passierte etwas, was ich wirklich niemanden wünsche. Die Polizei hielt mich (uns) mit Blaulicht an. Zu diesem Zeitpunkt -als ich in den Rückspiegel schaute und leise sagte "Jasmin, die Polizei fährt mit Blaulicht hinter uns her. Ich glaube wir sollten anhalten" - schlug mein Herz bis zum Hals. Ich hatte keinen blassen Schimmer ,was ich falsch gemacht hatte. Zum einen fuhr ich auf der richtigen Straßenseite und zum anderen war ich auch nicht zu schnell gefahren. Ich hielt also an. Der Polizist hinter uns im Auto ließ sich Zeit mit dem Aussteigen. Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, wie er in seinem Auto sitzen blieb, etwas aufschrieb und dann langsam ausstieg und zu uns rüber kam.

Ich öffnete die Fahrertür und der Polizist begrüßte mich mit einem "Hallo , Fahrzeugkontrolle. Dürfte ich bitte Ihren Führerschein sehen." In Deutschland war mir so etwas noch nie passiert, weshalb ich wohl doppelt so nervös war, wie ich gewesen wäre, wenn ich eine vergleichbare Situation Zuhause schon gehabt hätte.

Meine Hände zitterten peinlicherweise ziemlich als ich ihm meinen Führerschein gab. "Oh aus Bremen kommt ihr", meinte er begeistert "Da war ich noch nie, aber in München war ich schon mal." Der Beginn von einem komischen Smalltalk. Ich sagte ,dass Bremen ganz schön sei und er meinte, dass er seinen Urlaub in Deutschland genossen hätte.

Erst dann erklärte er uns endlich, wieso er uns angehalten hatte. Es lag weder an mir und meiner Fahrweise noch an irgendwelche Fehler, die ich gemacht hätte. Er hatte uns wegen unserem Auto angehalten, was er vorsichtig als "garbage car" bezeichnete. Was so viel wie 'Die Fahrer dieser Autos sind meistens nicht die rechtmäßigen Besitzer, sondern Leute, die dieses Auto geklaut haben.' bedeutet. Diese Art von Autos , erklärte uns der Polizist, werden gerne geklaut oder in ihnen wird eingebrochen und da er gesehen hat, dass unser ganzes Gepäck offen im Kofferraum auf unserer Matratze lag, hatte er uns angehalten, um uns dies mitzuteilen und zu überprüfen, ob wir die echten Besitzer dieses Autos waren.

Er warnte uns, nie irgendwelche Wertgegenstände im Auto zu lassen und von Parkplätzen, wo wir zerbrochenes Glas auf dem Boden liegen sehen, Abstand zu nehmen. Des weiteren gab er uns zwei gelbe Karten auf denen stand , dass alle Wertgegenstände aus dem Auto hinausgenommen wurden und sich nichts wertvolles mehr im Auto befinde. Diese sollen wir ab nun immer an unser Fenster kleben, wenn wir auf einem öffentlichen Parkplatz parken würden. Angeblich schrecke das potenzielle Diebe ab.

Nach dieser Unterhaltung wollte der Polizist aber lange noch nicht gehen. Er fragte mich wie lange wir hier bleiben würden, was unser nächstes Ziel wäre und wie lange wir schon in Neuseeland waren. Jasmin meinte, nachdem der Polizei endlich mit einem "eine schöne Zeit euch noch" gegangen war , dass ich relativ ruhig gewirkt hätte, aber bei besten Willen, ich war froh als der uniformierte Mann endlich mit dem Smalltalk aufgehört hatte und uns weiter fahren ließ.

Auf dem nächsten Parkplatz hielt ich an. Ich kann kaum beschreiben, wie ich mich gefühlt hatte, aber ich konnte jetzt wirklich nicht einfach so weiter fahren.

Verrückt, wie wurden mit Blaulicht angehalten, weil ein Polizist uns erklären wollte, dass unser Auto ein garbage Auto sei. Darauf gab es erstmal zwei Marmeladen Toasts.

In Piha angekommen, fuhren wir erstmal zum Strand und dann zu dem Piha Wasserfall (Kitekite Falls), welcher beeindruckend schön war, aber in meinen Augen war der in Whangarei schöner.




Unsere Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz in Te Kauwhata, der mehr wie ein öffentlicher Parkplatz wirkte. Jedoch waren die Toiletten sauber und es war relativ ruhig ,sodass wir gut schlafen konnten.


Jana

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