Die längste Fahrt ever

Hallo ihr lieben.

Heute umfasst mein Beitrag zwei Tage und ganze 111km. Ich kann es selbst noch nicht ganz glauben. Wie schon erwähnt, haben wir uns vor ein paar Tagen Fahrräder in Dublin gemietet, um damit durch Irland zu zappeln. Das haben wir in den letzten zwei Tagen auch getan. Wie die Weltmeister! Wir starteten um 11 Uhr in Galway und fuhren direkt an der Küste entlang. Unser Ziel. Der Connemara Nationalpark. Mit einem nächtlichen Zwischenstopp in der Nähe von Doonreaghan. Über die Hälfte unserer Strecke, hatten wir stetig das Meer zu unserer linken. Leider regnete es bereits als wir in Galway los fuhren. Also schlüpften wir (wie schon am Tag davor) in unsere Regensachen. Laut Google sollte unsere geplante Strecke nur ca. 50km weit sein, da wir einen Zwischenstopp in einem B&B auf der Hälfte der Strecke machen wollten. Tja. Falsch gedacht. Wir zappelten...und zappelten.... und zappelten und kamen gefühlt nicht vom Fleck. Plötzlich zeigte uns Google eine Strecke von 74km an was uns hochgradig deprimierte aber es war schon zu spät um nochmal umzudrehen. Also strampelten wir weiter. Zwischenzeitlich hatte Hannah noch einen kurzen Nervenzusammenbruch denn ich jedoch relativ schnell wieder in den Griff bekam. Wir zappelten über Berge, durch trostloses Ödland, über Flüsse, an unendlich vielen kleinen Seen vorbei und hatten ständig eine dicke, dunkle Regenwolke über uns, die es sich nicht nehmen ließ, uns immer und immer wieder ein bisschen mehr nass zu machen und uns tierisch auf den Zeiger zu gehen. Die letzten 15km unserer ersten Etappe, wahren wohl die längsten und schwersten 15km meines Lebens. Doch wir schafften es in der Nähe von Doonreaghan in unser gebuchtes B&B zu kommen. Todmüde, klatschnass und absolut fertig legten wir uns erstmal vor unserer Unterkunft auf den Boden. Ein Bild für die Götter. Ich Knall rot im Gesicht und Hannah halb schlafend, nebeneinanderliegend. Wir bestellten uns Burger und Pommes (die wir vor Müdigkeit nur noch wie Kräne oder Schaufelbagger ins uns rein stopften) und vielen ins Bett. Heute Morgen ging es direkt weiter. Die letzten 37km bis zum Nationalpark. Unsere Motivation hielt sich absolut in Grenzen aber wir rafften und dennoch auf. Davor gab es noch ein absolut phenomenales Frühstück und schon saßen wir wieder auf den Rädern. Eigentlich hätte es laut Wetterbericht heute nicht sehr viel regnen sollen aber auch dieses Mal mochte uns eine Regenwolke ganz besonders gerne. In kürzester Zeit waren wir wieder so nass, dass wir in den nächsten Hotel das wir sahen, anhielten und fragten ob wir uns für ein Weilchen bei ihnen unterstellen können, um den Regen etwas zu entkommen. Wir bekamen sogar Tee und Kaffe serviert was wir absolut toll fanden. Ca. eine Stunde später fuhren wir weiter. Immer am Fuß der Berge entlang, an freilaufenden Schafen, an etlichen Seen vorbei bis wir gefühlt durch einen Urwald fuhren. Einfach wunderschön. Überall sattes Grün und Wasserfälle. Gestern habe ich Irland noch verflucht aber heute liebe ich es wieder. 😂

Wir sind in unserem neuen Hostel super angekommen und die Strecke war sehr angenehm zu fahren. Aber zum Hostel und dem Nationalpark kommt in den nächsten Tagen ein anderer Beitrag. 

Bis dahin 

Sláááán ihr Schäfchen🐑

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